TSV Nördlingen verliert erstes Playoffs-Spiel

TSV Nördlingen verliert erstes Playoffs-Spiel

Noch keinem Team gelang es in dieser Saison, den TSV Breitengüßbach zu bezwingen und daran konnten auch die Regionalliga-Herren des TSV Nördlingen am Samstag vorerst nichts ändern. Obwohl die Rieser über lange Zeit gut mithielten, müssen sie sich dem starken Gastgeber am Ende mit 93:57 geschlagen geben. Der Aufsteiger kann dennoch Positives aus dem ersten Playoffs-Spiel der diesjährigen Endrunde mitnehmen und hat am kommenden Wochenende die Chance, vor Heimpublikum, den Ausgleich in der Best-of-Three-Serie zu erkämpfen.

Die Vorfreude bei den Nördlingern war riesig auf das erste, heiße Duell im Kampf um den Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga. Einen kleinen Dämpfer gab es allerdings in der Vorbereitung auf die Partie, Center Seeberger und Guard Pascal Schröppel verpassten krankheitsbedingt wichtige Trainings, konnten aber zumindest angeschlagen gegen die Franken antreten. Angekommen in der Hans-Jung-Halle erwartete die Aufsteiger eine stimmungsvolle Kulisse, ein ungeschlagener Gegner und die mit Abstand größte Herausforderung in dieser Saison. Den besseren Start in das Spiel erwischte die Heimmannschaft, den ersten gegnerischen Korb konnte Aufbauspieler Benedikt Schwarzenberger nach gutem Zug zum Korb kontern, dann startete der Gastgeber einen kleinen Lauf. Die Güßbacher zeigten sich von Anfang an treffsicher, bewegten den Ball gut und nutzten kleinere Schwächen in der Gästeverteidigung aus. Doch auch die Aufsteiger fanden nun zu offensivem Rhythmus und konnten besonders Seeberger mehrmals gut in Szene setzten, der es seinen Teamkollegen mit Punkten dankte. Ein wichtiger Dreier von Schröppel, gefolgt von einem erfolgreichen Korbleger von Mateus halfen, den Rückstand gegen Ende des ersten Viertels zu verkürzen und so ging man mit 18:24 in die erste Unterbrechung.

Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die Nördlinger den favorisierten Tabellenführer nicht davonziehen und hielten mit leidenschaftlicher Verteidigung und guten Lösungen im Angriff dagegen. Kapitän Josef Eichler bewies seine individuelle Qualität, setzte sich erst unter dem Korb immer wieder durch, streute dann einen Dreier ein und sammelte so wichtige Zähler für sein Team. Offensive Unterstützung bekam er in dieser Phase von einem stark aufspielenden Mateus, der gleich mehrmals den Weg zum Korb fand und dort erfolgreich abschließen konnte. Auf der Gegenseite bereitete dem TSV vor allem Steffen Walde, der in der Vergangenheit, wie viele seiner Teamkollegen, bereits Erfahrungen in der 2. Liga sammelte, Probleme, indem er sich seine eigenen Würfe kreierte und diese hochprozentig traf. Seine Mannschaft machte den Gästen außerdem mit aggressiver Verteidigung das Leben schwer und ging daher verdient mit einer 43:34 Führung in die Halbzeitpause. Das Team von Cheftrainer Mohammed Hajjar war dennoch in Schlagdistanz und hatte noch alle Chancen in der zweiten Hälfte, den Überraschungssieg aus Breitengüßbach zu entführen.

Nach der Pause stellte der Gastgeber unter Beweis, wieso er ungeschlagener Tabellenführer der Nordgruppe ist. Die Mannschaft von Trainer Mark Völkl erhöhte den Druck, ließ durch starke Verteidigung nur schwere TSV-Abschlüsse zu und erspielte sich selbst einen offensiven Lauf. Bei den Nördlingern stemmte sich nun vor allem US-Amerikaner Scottie Stone gegen das fränkische Momentum und versuchte mit 7 aufeinanderfolgenden Punkten, den Gegner nicht weiter davonziehen zu lassen. Doch dieser traf nun auch aus dem Dreierbereich sicher, verwandelte gleich mehrere Würfe und setzte sich so weiter ab. Hajjar sah sich zur Auszeit gezwungen, die verhinderte, dass man noch weiter in Rückstand geriet. So ging es nach einem starken Viertel der Gastgeber mit 45:67 in die letzte Viertelpause.

Im Schlussviertel brauchte es schon fast eine kleine Nördlinger Sensation, um die Niederlage in Spiel Eins noch abwehren zu können. Doch dafür war der Gegner an diesem Abend zu stark. Mit drei verwandelten Dreipunktwürfen starteten die Gastgeber souverän in das vierte Viertel und verhinderten so, dass der TSV noch einmal ein Comeback starten konnte. Sillvio Mateus konnte per Dreier und dann nach starkem Drive für Rieser Punkte sorgen, bevor sich Eichler weitere Zähler an der Freiwurflinie verdiente. Trainer Hajjar richtete den Blick dann in die Zukunft, versuchte die zum Teil ohnehin angeschlagenen Leistungsträger für das Rückspiel in einer Woche zu schonen und schenkte den Youngsters in seinem Team das Vertrauen. Der gerade einmal 15-jährige Felix Stoll dankte es seinem Coach umgehend mit verwandelten Freiwürfen. Der Gegner verwaltete, währenddessen die Führung und sorgte dann, in Person von Lucas Wagner, für den 57:93 Endstand.

Eine gute erste Hälfte, viel Leidenschaft und Einsatz reicht den Nördlinger Basketballern am Ende nicht und man musste sich wirklich guten Gegnern geschlagen geben. Die Breitengüßbacher überzeugten vor allem mit einem enorm tiefen Kader, von dem sich jeder Spieler auf der Scoringliste eintragen durfte. „Das ist das Schöne an den Playoffs. Wir können uns nächste Woche steigern und dann ist alles wieder offen“, blickt Teammanager Moritz Pösl zuversichtlich auf das zweite Spiel der Serie am kommenden Wochenende. Sein Team hat für dieses gleich mehrere Gründe zum Optimismus. Zum einen dürften Seeberger und Schröppel bis dahin wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein, zum anderen wissen die TSVler nun, was sie erwartet und können sich besser darauf vorbereiten. Außerdem dürfen sich die Rieser auf die Unterstützung ihrer Fans freuen, die wenn es nach Trainer Hajjar geht, hoffentlich zahlreich in der Halle erscheinen. „Sie motivieren uns und geben uns viel Energie. Wir brauchen ihre Unterstützung gegen so starke Gegner“, beschreibt der Syrer deren Rolle. Die Rieser Basketballbegeisterten können sich auf ein packendes „Alles oder Nichts“-Spiel für ihre Mannschaft freuen, die unbedingt einen Sieg brauchen, um nicht aus der Endrunde auszuscheiden. Es ist das größte Spiel für die Nördlinger seit Langem und verspricht ein hochklassiges Duell, mit einem herausragend eingespielten Gegner und viel Spannung zu werden.

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