Spielberichte 1. Regionalliga Herren

SBR-Basketballer gegen Tabellenführer letztlich chancenlos

rosenheim sbr neu

Miller-Schützlinge überzeugten in Leitershofen nur in der ersten Halbzeit

Eine erwartete Niederlage 84:66-Niederlage mussten die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim am vergangenen Samstag beim Spitzenreiter Leitershofen einstecken. Hoffnung für kommende Aufgaben macht dabei aber eine gute erste Halbzeit und die Tatsache, dass die zuletzt verletzten Spieler bei den Schwaben wieder erste Einsatzminuten sammeln konnten.

„Shke und Johannes konnten heute Gott sei Dank zumindest phasenweise wieder zeigen, wie wichtig sie für uns sind“, merkte Mannschaftsbetreuer Stephan Hlatky an, der aufgrund des Ausfalls des angeschlagenen Centers Roberto Malpede selbst kurz beim Tabellenersten zum Einsatz kam. Gerade der angesprochene Bekteshi unterstrich zuvor seine Wichtigkeit für das SBR-Team, indem er auf Anhieb zweitbester Scorer nach dem wieder einmal überragend agierenden Kapitän Jguwon Hogges wurde. Aber auch Johannes Raab griff nach seiner langen Verletzungspause wieder ins Geschehen ein und erzielte bei seinem 12 Minuten-Comeback immerhin einen Dreier für die Grünweißen. Natürlich sind beide noch nicht bei 100 Prozent, können aber hoffentlich in den nächsten Spielen dazu beitragen, dass ein Hauptmanko der Rosenheimer beseitigt wird, das auch in Leitershofen wieder zu spüren war: Nach Hogges findet sich derzeit kein weiterer echter Scorer bei den Grünweißen, sodass sie gerade stärkeren Teams auf Dauer nicht Paroli bieten können. Bei den Augsburger Vorstädtern spielten die Rosenheimer gerade im ersten Viertel (22:22) nämlich durchaus gut mit und hielten den Vorsprung der Gastgeber bis zur Halbzeit mit sechs Punkten auch in Grenzen. In der zweiten Hälfte verloren sie dann aber zudem den Faden, spielten nicht mehr so frei auf und zollten den Leitershofenern um Liga-Topscorer Matthew Carr Jr (26 Punkte) zu viel Respekt. Diese nutzten die Fehler der Gäste im Stile einer Topmannschaft aus und zogen geduldig Punkt um Punkt davon. Der größte Unterschied auf dem Mannschafts-Scouting war folgerichtig in der Kategorie Ballverluste festzustellen: Während sich der Ligaprimus nur deren sechs erlaubte, schlugen bei den SBRlern 13 negativ zu Buche. Trotzdem wollen die Rosenheimer vor allem die positiven Erkenntnisse aus Hälfte eins für die kommenden wichtigen Spiele mitnehmen, in denen es die entscheidenden Punkte gegen den Abstieg zu holen gilt.

Für den SBR spielten Breitfeld (2 Punkte), Hogges (32/10 Rebounds), Brosig, Laubert, Bekteshi (15), März, Schulezko (3), Gaizauskas (7), Hlatky, Raab (3) und Kromah (4).

 

TTL Bamberg überrascht im Heimspiel gegen Treuchtlingen

Logo TTLMit einer überzeugenden Leistung konnte sich der TTL Basketball für die Niederlage in der Vorrunde revanchieren und besiegte am Wochenende den Viertplatzierten aus Treuchtlingen hochverdient mit 90:80.

Von Beginn an waren die Schützlinge vom Trainergespann Wolfschmitt / Kunz sehr konzentriert und konnten sich in den Anfangsminuten gleich zum 10:4 etwas absetzen Gästecoach Stephan Harlander sah sich deshalb schon in der dritten Spielminute zu einer Auszeit gezwungen um sein Team wachzurütteln. In der Folge agierten die Gäste in der Defense aggressiver, kamen am Bamberger Brett zum Erfolg und konnten sogar leicht in Führung in gehen. Angeführt von Kapitän Michi Lachmann und dem groß aufspielenden Daniel Eisenhardt konnten die TTLer sich bis zur Viertelpause wieder etwas absetzen 19:15. Zu Beginn des zweiten Viertels übernahmen dann wieder die Treuchtlinger mit einem 6:0-Lauf wieder die Führung was nun den Bamberger Coach zu einer Auszeit zwang. In der Folge zeigte der TTL Basketball Bamberg im zweiten und diritten Viertel dann zu was die Mannschaft wirklich im Stande ist. Mit ihrem wohl besten Teambasketball in der Saison spielten sie die Treuchtlinger förmlich an die Wand. Kevin Jefferson und Niklas Kohn führten im Spielaufbau klug Regie. Am offensiven Brett setzen sich Rob Ferguson und der überragende Daniel Eisenhardt im wieder durch, Moritz Schmitt überzeugte als sicherer Distanzschütze, während Michi Lachmann und Chris Dippold immer wieder mit Energie und Erfolg den gegnerischen Korb attackierten. In Abwehr überzeugte nun das gesamte Team, wobei auch die Youngsters Loch, Knorr und Kolloch Akzente setzen konnten. Mit einen Halbzeitstand von 43:34 und einem Spielstand von 68:51 für den TTL Basketball Bamberg ging es dann im Schlussviertel, in dem der TTL der Vorsprung bis zu 35 Minuten konstant halten konnte. In den Schlussminuten übernahm dann auf Treuchtlinger Seite Peter Zeis die Regie und stemmte sich fast im Alleingang gegen die deutliche Niederlage. Ihm gelangen in dieser Phase insgesamt zwölf seiner am Ende 19 Punkte. Die Gäste kamen mit einem 11:0 Lauf sogar wieder auf 10 Punkte an den TTL heran. Nach einer Auszeit in der 37. Minute fanden die TTLer wieder zurück und agierten nun wieder sicher in der Abwehr. Am Ende stand ein hochverdienter Heimsieg gegen ein Top-Team in der Regionalliga zu Buche.

 

TTL BA:

Dippold 17/2, Lachmann 17/0, Ferguson 16/1, Eisenhardt 15/0, Schmitt 13/3, Jefferson 7/1, Loch 3/1, Kolloch 2, Kohn, Knorr

Verdiente Niederlage zum Jahresauftakt

breitenguessbachAufgrund einer schwachen Vorstellung in der Offensive verliert der TSV Tröster Breitengüßbach sein Heimspiel vor 250 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle gegen die Longhorns Herzogenaurach mit 59:63. 

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Kangaroos starten mit Sieg in die Rückrunde

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen ist erfolgreich in das neue Jahr und in die Rückrunde der 1. Regionalliga Südost gestartet. Am Samstagabend bezwang man die SB DJK Rosenheim am Ende klar mit 84:66 (46:40), brauchte dabei aber einige Zeit, um den Spielrhythmus zu finden.

Trotz des schlechten Wetters und der aufgrund der Schneemassen schwierigen Parkplatzsituation waren über 450 Zuschauer in die Stadtberger Sporthalle gekommen. Und diese erlebten gleich einen guten Start der Kangaroos, Emanuel Richter eröffnete die Partie mit zwei Dreiern und nach sechs Minuten führte die BG bereits mit 20:11. Anschließend verloren die Leitershofer aber ziemlich den Faden, agierten wenig druckvoll gegen die Rosenheimer Zonenverteidigung und offenbarten auch in der Verteidigung einige Schwächen. Die Oberbayern hatten nun die Strapazen der witterungsbedingt beschwerlichen Anreise abgeschüttelt und nutzten die Schwäche der Kangaroos sofort aus. Sie wendeten das Blatt zu ihren Gunsten, nach einem 16:2 Zwischenrun führten die Gäste plötzlich mit 27:22, kurz darauf noch immer mit 36:30. Nach einer Auszeit durch BG-Coach Ian Chadwick, die einige mahnende Worte beinhaltete, besannen sich die Stadtberger wieder und trumpften nun selbst mit einer 14:2 Serie auf. Diese brachte dann letzten Endes einen Vorsprung zur Halbzeit von sechs Punkten ein. Bereits da stand das Spiel im Zeichen der beiden amerikanischen Aufbauspieler CJ Carr (1,73 Meter) auf Seiten der BG und dem kaum größeren Jguwon Hogges (1,77 Meter) auf Seiten der Oberbayern, die den Zuschauern einiges an Spektakel boten.

In der zweiten Halbzeit schienen auch die Kangaroos dann weitestgehend aus der Winterstarre erwacht. Vor allem in der Verteidigung erhöhte man merklich die Intensität, und wer sich im Basketball hinten die Bälle sichert statt selbige fortlaufend aus dem Korb zu holen, bei dem wächst auch im Angriffsspiel das Selbstvertrauen. Punkt um Punkt baute man nun die Führung aus, auch wenn die tapferen Innstädter alles versuchten, noch einmal heranzukommen. Nach dem dritten Viertel war die BG-Führung auf 66:54 angewachsen, und auch danach ließ man wenig anbrennen. Bernhard Benke sorgte mit einem krachenden Dunking noch für ein Highlight für die Fans, dazu konnte Coach Chadwick auch seine Rotation im letzten Viertel noch einmal deutlich erhöhen, so dass alle Spieler zu Einsatzzeiten kamen. Vor allem Dank der deutlichen Leistungssteigerung war der Sieg am Ende daher auch hochverdient, wenn auch gegen einen keinesfalls schwachen Gegner um ein paar Punkte zu hoch ausgefallen.

Auf die Leitershofer warten nun zwei Auswärtsspiele in Herzogenaurach und Bad Aibling, ehe es Anfang Februar wieder zu Hause gegen Jena weitergeht. Die Tabellenführung ist auf jeden Fall erst einmal verteidigt. Die Partie des direkten Verfolgers Oberhaching wurde wegen einer Hallensperrung abgesagt, der Tabellendritte Breitengüssbach verlor überraschend gegen Herzogenaurach, so dass der Abstand der Kangaroos auf Platz drei nun schon sechs Punkte beträgt.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (26/3 Dreier), Zink (3/1 Dreier), Benke (13), Behnisch, Londene (6), Veney (2), Hadzovic (5), Tesic (7), Hoedt, Richter (22/6 Dreier).

Beste Werfer Rosenheim: Hogges (32), Bekteshi (15)

Das Vorspiel verlor die zweite Mannschaft der BG in der 2. Regionalliga gegen den schwäbischen Rivalen TSV Nördlingen mit 79:95, bot dabei gegen den Tabellenzweiten eine ordentliche Leistung. Die U14 der baramundi basketball akademie gewann in Memmingen ihr Spiel der Landesliga Süd klar mit 102:36 und verteidigte Platz zwei in der Tabelle.

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Es ist immer schwierig nach der Winterpause, wieder in Tritt zu kommen. Das hat man in der ersten Halbzeit bemerkt. Danach haben wir gut verteidigt und von da an war ich sehr zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft. Wir haben außerdem acht Dreier mehr als der Gegner getroffen, besonders Emanuel war da schon richtig gut in Form.“

BG-Co Trainer Daniel Hamberger: „Ich war ja während meines Referendariats lange in Rosenheim stationiert, es war für mich heute ein Treffen mit vielen alten Bekannten. Ich wünsche den Spartans weiter viel Erfolg und bin mir sicher, dass sie die Klasse mühelos halten.“

BG-Kapitän Dominik Veney: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur 26 Punkte zugelassen. Wenn du das schaffst und den Gegner unter 70 Punkten hältst, verliert man normalerweise kein Spiel. So wollen wir nun in den beiden schweren Auswärtsspielen weitermachen“.

BG-Teammanager Andreas Moser: „Es war heute neben dem Spielfeld sehr anstrengend. Wir haben natürlich Verständnis, dass einige Zuschauer verärgert waren und manche aufgrund der zwischenzeitlichen Straßensperre durch das Ordnungsamt auch wieder umgekehrt sind. Aufgrund des nicht befestigten Untergrunds der Parkplätze war es aber leider nicht möglich, diese von den schweren Schneemassen zu befreien und die Wege für Einsatzfahrzeuge müssen im Sinne aller nun einmal freibleiben. Sollte der Winter anhalten bemühen wir uns mit der Stadtverwaltung zum nächsten Spiel um bessere Lösungen“.

FIREBALLS SIEGEN GEGEN ANSBACH

Die Herren der Fireballs Bad Aibling sind furios in das Jahr 2019 gestartet. Mit nur sieben Spielern gegen die in Bestbesetzung angereisten Gegner angetreten, wuchsen die Kurstädter über sich hinaus und konnten sich überraschend mit 77:74 gegen die Ansbach Piranhas durchsetzen.

Nach den Ausfällen von Manuel Hack Vázquez, Miodrag Mirceta und Johannes Wießnet verpasste auch Steffen Lautner verletzungsbedingt das erste Spiel der Rückrunde, woraufhin die Fireballs zu siebt gegen die Ansbacher antraten. Doch gleich in den ersten Minuten zeigte der dezimierte Aufsteiger, dass sie heute keineswegs als Punktelieferant gelten wollten. Mit einem 7-2 Lauf zwangen die Aiblinger Gästecoach Ides zu einer ersten Auszeit. Die Ansbacher traten nun mit einer anderen Körpersprache auf und gingen zum Ende des ersten Viertels mit 20:18 in Führung.

Die Mittelfranken kamen besser in die Partie, allen voran am offensiven Brett konnten die großen Spieler um Walter Simon, Steven Ward und dem athletischen Paul Nzeocha oftmals die zweiten Chancen verwerten. Die Aiblinger hingegen suchten ihr Glück weiterhin an der Dreipunktelinie, konnten jedoch die akzeptable Quote aus dem ersten Abschnitt nicht aufrecht erhalten. Mit einem 29:37 Rückstand gingen die Teams zur Halbzeit in die Kabine.

Wer nun im Sportpark dachte, dass die kleine Rotation der Aiblinger sich hängen ließ, wurde enttäuscht. Allen voran in der Defensive zeigten die in größentechnischer Hinsicht unterlegenen Mangfallstädter eine großartige kämpferische Leistung. Die Fireballs verteidigten den eigenen Korb geschlossen als Team, vorne belohnten vor allem Kapitän Simon Bradaric und die beiden Hack Vázquez - Brüder den hinten gezeigten Einsatz. Die Gäste spielten ebenfalls mit all ihrer Erfahrung weiterhin solide, sodass Aibling zwar bis auf vier Punkte heran kam, sie jedoch mit einem 55:59 Rückstand in die letzten zehn Minuten gingen.

Diese begann die Heimmannschaft mit einem 6-0 Lauf, der Aiblinger erstmals seit dem ersten Viertel die Führung brachte. Die Kurstädter drückten in der Offensive dem Spiel ihren Stempel auf, gingen hart zum Korb, um dann mit einem Pass nach außen von dort den Ball im Netz unterzubringen. Die Aufbauspieler Bradaric (17 Punkte, 7 Assists) und Nimphius (3 Punkte, 4 Assists) verteilten den Ball hervorragend an die Schützen, welche sich nicht bitten ließen: 49 Drei-Punkte-Würfe nahmen die Aiblinger im ersten Rückrundenspiel, Marco (25 Punkte, 6 Dreier) und Mario Hack Vázquez (18 Punkte, 4 Dreier) eroberten ein ums andere Mal die Führung für die Hausherren. In der Defensive verteidigten die Kurstädter intensiv, Ansbach konnte im letzten Viertel nur einen Korberfolg aus dem Feld vorweisen. Doch von der Freiwurflinie waren die Gäste nervenstark und verwandelten von dort alle Versuche. Drei Minuten vor Ende verletzte sich Dennis NImphius, Simon Bradaric musste kurz darauf aufgrund von fünf persönlichen Fouls ebenfalls Platz auf der Bank nehmen, aber Topscorer Marco Hack Vázquez machte mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 77:74 Endstand fünf Sekunden vor Schluss den Deckel drauf.

„Das war heute eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben sehr stark verteidigt und in der Offensive vor allem in der zweiten Halbzeit unser Spiel gespielt, wichtige Würfe getroffen und nun auch einmal in der entscheidenden Phase des Spiels unsere Freiwürfe getroffen. Zuhause zu siebt gegen einen starken Gegner so ein Spiel zu gewinnen, zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Team. Unsere Fans, die heute trotz der Wetterbedingungen zahlreich in die Halle gefunden haben, waren eine riesige Unterstützung. Nächste Woche im Derby gegen Rosenheim wollen wir an diese Leistung anknüpfen und einen entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt machen.“, so Coach Tobi Guggenhuber nach der Partie.

TROPICS UNTERLIEGEN GEGEN STARKE BREITENGÜSSBACHER

Oberhaching neuAls John Boyer 49 Sekunden vor Ende der Partie per Dreier auf 75-77 verkürzte witterten die Tropics wieder die Chance, wie so oft in dieser Saison, ein Spiel in der Crunchtime für sich zu entscheiden. Gästeaufbauspieler Engel verwarf den anschließenden Korbversuch, doch Centerspieler Erik Land sicherte sich den spielentscheidenden Offensivrebound. Timo Dippold, dem besten Spieler dieses Spitzenspiels, war es vorbehalten per Jumpshot die Partie zu Gunsten der Gäste zu entscheiden. Der Shooting Guard des TSV Tröster erzielte mit einer hohen Wurfquote 22 Punkte und war der X-Faktor im Spiel der Gäste. Die Tropics konnten im Gegenangriff nicht punkten und das Team von Trainer Johannes Laub schraubte den Sieg durch erfolgreiche Freiwürfe noch auf eine 8 Punkte Differenz.

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Trauriger abschluss eines überragenden Jahres

Im letzten Spiel des Jahres verlieren die Goldbacher nicht nur das Spiel gegen TTL Bamberg - im Übrigen mal wieder relativ knapp - sondern müssen wohl eine schwere Knieverletzung Topscorer und Kapitän Luan Pereira hinnehmen.

Die Goldbacher nahmen sich viel vor und wollten unbedingt mit einem Sieg in die Winterpause. Allerdings wurde man kalt erwischt. Bamberg traf ihre Würfe und ging 9:3 in Führung. Mit gut herausgespielten Würfen kam man wieder heran und konnte bis zum Ende des Viertels sogar eine Führung erspielen. Im zweiten Viertel kämpfte man aufopferungsvoll, stand in der Defense gut und hielt eine 34:30 Führung. Im Angriff verpasste man allerdings, die Führung auszubauen. Bamberg bestrafte dies und ging mit 38:34 in die Halbzeit. 

In der zweiten Halbzeit lief bei Bamberg viel über Ferguson, der seine ganze Erfahrung nutzte und seine Mitspieler aus dem Post sehr gut bediente. Beim Stand von 46:40 verletzte sich Kapitän Pereira schwer am Knie und konnte nach minutenlanger Behandlungspause nicht weiterspielen. Nach dem Schock erholte sich die Mannschaft allerdings und kämpfte umso mehr. Bis auf 2 war man bis zur Viertelpause ran. Doch mehr ging an diesem Tag einfach nicht mehr. Trotz der besten Saisonleistung von Jermaine Mellis schaffte es der TVGBB nicht mehr entscheidend ran zu kommen. Zu oft ließ man einfach herausgespielte Körbe zu.

Coach Jérôme Schaefer: "Heute ist die Niederlage total egal. Wir sind alle nur traurig und fühlen mit Luan mit. Die offizielle Diagnose steht noch aus, aber es ist wahrscheinlich, dass er sehr lang fehlen wird. Für uns ist die 1. Regionalliga ein tolles Abenteuer. Das haben wir uns durch ein geniales erstes Halbjahr in 2018 verdient. Die Meisterschaft in der 2. Regio als Aufsteiger und das Bayernpokalfinale wird uns keiner mehr nehmen. Das zweite Halbjahr mit den vielen Niederlagen ist zwar nicht schön, aber wir bleiben positiv, da wir in der Hinrunde gesehen haben, dass wir wettbewerbsfähig sind, und durchaus in der Lage sind, in der Rückrunde einige knappe Niederlagen zu Siegen umzumünzen."

TTL mit Arbeitssieg gegen Goldbach

Im letzten Vorrundenspiel und vor der Weihnachtspause empfing der TTL Basketball Bamberg den Tabellenletzten aus Goldbach. Es wurde das erwartet schwere Spiel, wobei sich der TTL gerade in den Anfangsminuten sehr schwer tat. 

Die Unterfranken brachten die erwartete hohe Intensität aufs Feld und kauften den Hausherren durch ihre harte Verteidigungsarbeit zunächst den Schneid ab. Die TTLer benötigten einige Minuten um sich auf die Defense der Gegner einzustellen und konnte den anfänglichen Rückstand dann zum Ende des Viertels auf 19:21 verkürzen. Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes gelang es den Bambergern dann zunehmend die Spielkontrolle zu übernehmen und mit einem kleinen Vorsprung von 38:34 in die Halbzeitpause zu gehen. Zu Beginn des dritten Viertels setzten sich die TTLer dann etwas ab und spielten eine 10-Punkte-Führung heraus. In der 25 Minute verletzte sich dann der Goldbacher Aufbauspieler Pereira schwer am Knie. Die Partie musst für einige Minuten unterbrochen werden. Wer glaubte, dass das Spiel nun für den TTL entschieden war, hatte sich geirrt. Die Goldbacher kämpften um so intensiver weiter und blieben weiter im Spiel. Zum Ende des dritten Abschnitts stand es dann nur noch 52:50 für die Hausherren. Auch im Schlussviertel gelang es dem TTL nicht sich entscheidend abzusetzen. Die Gäste konnten vor allem durch den nun stark aufspielenden Center Jermaine Mellis immer wieder in der Bamberger Zone punkten. Erst zum Spielende konnten die TTLer dann ihre Führung behaupten und wieder auf 10 Punkte ausbauen. Die Gäste versuchten nun mit schnellen Fouls das Blatt noch zu wenden, was der TTL aber mit einigermaßen sicher verwandelten Freiwürfen verhindern konnte. Mit der Schlusssirene trafen die Gäste dann noch einen 3-Punkte-Wurf zum entstand von 75:69.

TTL Geschäftsführer Klaus Linsner: „Sicher kein schönes Spiel mit viel Kampf und Krampf und einer nicht gerade überragenden Leistung von unseren Jungs. Am Ende war es aber ein wichtiger Arbeitssieg für uns. Meine Hochachtung an Goldbach - sie haben eine große kämpferische Leistung gezeigt und nie aufgegeben. Dem Verletzen Luan Pereira wünschen wird gute Besserung!“

 

TTL BA: Jefferson 19/2, Lachmann 12/1, Eisenhardt 11/0, Ferguson 11/1, Schmitt 8/2, Dippold 7/1, Loch 6/0, Biedermann 1, Eichelsdörfer, Knorr (dnp)

Siegesserie der Kangaroos gestoppt

Nach elf Siegen in Folge ist die Serie der BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen ausgerechnet am letzten Vorrundenspieltag in der 1. Regionalliga Südost beendet worden. Am Samstagabend verlor man gegen HAPA Ansbach mit 92:105 (49:47). Zur Herbstmeisterschaft reichte es trotzdem, da der punktgleichen Kontrahenten TSV Oberhaching gegen den Dritten TSV Breitengüssbach am Sonntag dann ebenfalls verlor, mit 75:83.

Es war noch einmal alles angerichtet beim letzten Heimspiel des Jahres in der Stadtberger Sporthalle. Rund 600 Zuschauer sorgten erneut für eine tolle Kulisse, dazu entwickelte sich wieder einmal ein über 40 Minuten hinweg sehenswertes und intensives Spiel, wenn auch dieses Mal mit dem schlechteren Ende für die Kangaroos. Von Beginn bekamen die Zuschauer eine korbreiche Partie geboten, eine anfängliche Ansbacher Führung egalisierte die BG zügig und ging schnell mit 28:22 in Führung, ehe die Gäste mit der Schlusssirene des ersten Viertel mit drei Freiwürfen auf 28:25 verkürzten. Auch danach war das Momentum eher auf Seiten der Leitershofer, nach zwei Freiwürfen von Jonas Zink und zwei Dreiern von CJ Carr in Folge baute man den Vorsprung auf 43:33 aus. Die Mittelfranken ließen allerdings nicht locker, brachten enorm viel Energie und Härte ins Spiel und waren wohl selbst ein wenig überrascht, dass ihre Spielweise mit gerade einmal zwei Fouls im zweiten Viertel sanktioniert wurde. Die Stadtberger ließen sich davon aber aus dem Konzept bringen, haderten nun zu viel mit sich selbst und waren zu wenig fokussiert auf das Spiel. Demzufolge war der Vorsprung bis zur Halbzeit auf zwei Punkte zusammengeschrumpft.

Im dritten Viertel wechselte die Führung dann ständig. Vor allem die Dreipunktespezialisten in den Teams kamen nun zur Geltung. Ansbach erwischte dabei an diesem Abend eine traumhafte Quote von 64% jenseits der 6,75 Meter Linie. Keine schlechte Bilanz gemessen daran, dass die Mannschaft von Trainer Ides im bisherigen Saisonverlauf hier lediglich 28% in der Statistik aufwies. Erneut rettet Stadtbergen aber eine 75:74 Führung ins Schlussviertel, die Fans konnten da durchaus zuversichtlich sein, hatte man doch viele Spiele in der Hinrunde dann exakt in der Schlussphase gewonnen. So richtig rund lief der Kangaroos-Motor aber bereits da nicht mehr. Man brachte den Ball viel zu selten in Brettnähe, um dort seine Größenvorteile auszuspielen. Eine spielentscheidende Sequenz dann sicherlich in der 34. Minute: Ansbach traf per Dreier zur 81:79 Führung, plus Bonusfreiwurf. Dieser wurde vergeben, jedoch der Tipp-In in der Reuse versenkt, wodurch zwei Punkte dazukamen. Im Gegenzug vergibt die BG einen Dreier, und Ansbach kontert mit einem weiteren Dreier zum 86:79. Von diesem 0:8 Negativrun binnen 20 Sekunden erholte sich Leitershofen dann nicht mehr richtig. Zwar bemühte man sich nach Kräften, verkürzte drei Minuten vor dem Ende wieder auf 89:92, das war es dann aber gewesen. Mit ihrer ganzen Routine spielten die Franken das Match zu Ende und profitierten davon, dass der BG zum Ende dieser zehrenden Vorrunde letzten Endes sowohl die Kräfte als auch die Psyche fehlten, um das Spiel  - wie so oft zuvor bei ähnlichen Matches - noch einmal zu drehen.

Unter dem Strich war die Niederlage letzten Endes verdient, da die Kangaroos über 40 Minuten hinweg nicht die Leistung der Vorwochen abrufen konnten, während die Gäste aus Ansbach einen absoluten Sahnetag erwischt hatten. Demzufolge kommt die Weihnachtspause für das Leitershofer Team nun wohl zur rechten Zeit, Anfang Januar steigt man wieder ins Training ein und am 12. Januar geht es dann zu Hause gegen Rosenheim weiter.

Die zweite Mannschaft der Kangaroos kehrte mit einem 90:80 Erfolg gegen die Green Devils Schrobenhausen auf die Siegesserie zurück und beendete die Hinrunde in der 2. Regionalliga Süd auf einem guten sechsten Platz. Die Ü40 der BG sicherte sich am Wochenende den schwäbischen Titel, auch das Finalrückspiel in Ingolstadt gewann man klar mit 88:71.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (37/3 Dreier), Zink (2), Benke (4), Behnisch, Londene (2), Veney (16/4 Dreier), Hadzovic (12), Tesic (2),  Richter (17/4 Dreier).

Beste Werfer Ansbach: Ward (28/4 Dreier), Simon (18), Kurpiela (12), Petrovic (12), Imberi (11), Nzeoacha (11)

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Natürlich musste diese Serie irgendwann einmal reißen und natürlich bin ich heute auch nicht zufrieden mit dem Spiel. Man muss aber auch die Leistung des Gegners würdigen, daher Gratulation an Ansbach und meinen Kollegen Martin Ides. Der Gegner war wirklich sehr ausgeglichen besetzt und daher schwer zu bespielen. Es gilt nun, die Tanks wieder aufzuladen und dann werden wir ab Mitte Januar versuchen, eine insgesamt genauso tolle Rückrunde wie die Vorrunde zu spielen.“

BG-Co-Trainer Daniel Hamberger: „Ansbach war sehr aggressiv und heiß darauf, vor dieser Kulisse den Tabellenführer zu bezwingen. Das ist ihnen gelungen, weil wir uns schon im zweiten Viertel aus dem Konzept bringen haben lassen. Es war aber noch genügend Zeit, wieder ins Spiel zurückzufinden. Daran müssen wir für die Rückrunde arbeiten. 11 Siege und 2 Niederlagen sprechen aber für unsere Mannschaft, wir haben eine sehr gute Runde gespielt“.

BG-Kapitän Dominik Veney: „Gerne hätten wir uns von den Fans mit einem Sieg verabschiedet. Dieses Mal hatten wir das Glück wie einige Male zuvor eben nicht, das muss man dann auch akzeptieren. Jetzt ist erst mal Pause, das wird allen gut tun und dann greifen wir 2019 wieder voll an“.

BG-Teammanager Andreas Moser: „Das Ziel der Saison ist, die Halle wieder voll zu bekommen und unter den Top Fünf mitzuspielen. Diese Ziele haben wir in der Hinrunde übertroffen und werden natürlich alles versuchen, dass wir das dann auch im April nach dem 26. Spieltag sagen können. An dieser Stelle vielen Dank an unsere Mannschaft, die tollen Sport geboten hat, an unsere vielen ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund und natürlich an unseren tollen Fans. Wir wünschen allen frohe und geruhsame Weihnachten“.

Güßbacher Gala in Oberhaching

breitenguessbachZum Abschluss der Hinrunde sorgten die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach beim Tabellenführer in Oberhaching für eine faustdicke Überraschung und siegten mit 83:75. Damit verkürzten sie den Abstand auf das Spitzenduo auf vier Punkte. 

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Krimi zum Jahresabschluss

Durch eine herausragende Mannschaftsleistung haben die Herren der Fireballs Bad Aibling ihr letztes Spiel des Jahres 2018 mit 75:73 für sich entschieden. In einem hochspannenden Spiel im Aiblinger Sportpark bezwang der Aufsteiger die Niederbayern dank starker Verteidigung und geschlossener kämpferischer Leistung. Dabei sprach durch die Ausfälle von Michael Westphal und Steffen Lautner die Ausgangslage zunächst nicht gerade für die Fireballs.

Die Vilsbiburger, unter den Körben mit Lubos Novy (2,04 m) und Davor Barovic (2,11 m) klar überlegen, nutzten die anfängliche Unsicherheit der Fireballs zu einer schnellen Führung aus (3:9). Nach der genommenen Auszeit von Coach Guggenhuber konnten die Fireballs jedoch direkt mit einem 9:0-Lauf die Führung zurückerkämpfen. Die Führung wechselte hin und her, mit 15:18 aus Aiblinger Sicht ging es in das zweite Viertel.

Die Kurstädter kamen durch einen Dreier von Marco Hack Vázquez direkt gut in die zweiten zehn Minuten. Der Flügelspieler erzielte zusammen mit Mio Mirceta elf Punkte in Folge zur 29:20-Führung. Die Heimmannschaft zeigte eine beachtliche Defensivleistung, schloss die Ballgewinne im 1-gegen-0 Korbleger ab und traf zudem noch von außen. So ging Bad Aibling mit einer zweistelligen Führung in die Halbzeit (42:32).

Die Fireballs blieben ihrem Spiel weiterhin treu, jedoch gelang es in der Defensive nicht, Michael Mayr und Grant Corsi wie in der ersten Halbzeit aus dem Spiel zu nehmen. Die beiden besten Scorer der Vilsbiburger, bis zu diesem Zeitpunkt bei lediglich drei erzielten Punkten, markierten 17 der 25 Zähler für die Baskets. Doch Aibling hatte immer eine Antwort parat. Simon Bradaric (Foto) setzte die beiden Dreierspezialisten Mirceta und Hack Vázquez immer wieder hervorragend in Szene, sodass die Oberbayern mit einer 66:57-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

In den letzten zehn Minuten entschied sich Gästecoach Vilas erneut für eine Zonenverteidigung, welche die Aiblinger in der ersten Halbzeit noch gut umspielt hatten. Doch anders als zuvor traf die Mannschaft von der Mangfall nun schlechtere Entscheidungen, erst nach gut vier gespielten Minuten gelangen die ersten Zähler, erneut durch Marco Hack Vázquez per Drei-Punkte-Wurf. Lediglich durch guten Einsatz in der Defensive konnte man verhindern, dass die Gäste in Führung gingen. Doch weil vorne nun auch die Würfe nicht mehr fielen, gelang über Michael Mayr der 69:69 Ausgleich, vier Minuten vor Ende.

Im Gegenzug netzte jedoch wieder Marco Hack Vázquez (23 Punkte) einen Dreier zur 72:69-Führung ein, sein sechster Treffer von „Downtown“ an diesem Abend. Davon ließen sich die Vilsbiburger jedoch nicht beirren und konnten ihrerseits erneut durch Kapitän Mayr und Goderbauer zum ersten Mal seit dem ersten Viertel erneut in Führung gehen. 52 Sekunden vor Schluss war es Mio Mirceta, der einen Wurf zur 74:73-Führung verwandeln konnte. Nach der Auszeit von Vilsbiburg konnte Simon Bradaric den Ball beim Einwurf abfangen, entschied sich jedoch nicht für den freien Korbleger, sondern spielte die Uhr herunter. Justin Kaifosch nahm den offenen Wurf, traf jedoch nicht, doch Marco Hack Vázquez erkämpfte den Offensivrebound. Die Vilsbiburger foulten nun, um die Uhr anzuhalten. Simon Bradaric ging an die Linie, vergab jedoch beide Chancen auf die höhere Führung. Die Gäste brachten den Ball schnell nach vorne, doch erneut überraschte Bradaric (7 Steals) seinen Gegenspieler und klaute den Ball, erneut foulte Vilsbiburg. Marco Hack Vázquez verwandelte einen der beiden Freiwürfe und auch der letzte Wurf der Vilsbiburger wurde gut verteidigt, sodass sich die Fireballs nach einer starken Leistung mit einem 75:73-Sieg vor dem zahlreich erschienenen Heimpublikum in die Weihnachtspause verabschieden konnten.

„Das war unglaublich. Heute haben alle gekämpft, die Verteidigung war heute ausschlaggebend. Die Mannschafft hat einen riesigen Sprung gemacht, wenn man den Anfang der Saison mit dem jetzigen Standpunkt vergleicht. Wenn wir als Team so agieren wie heute, können wir auch höher platzierte Gegner schlagen. Ich bin stolz auf das Team, wir haben uns diesen Sieg heute verdient. Nun gehen wir mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause und wollen danach da ansetzen, wo wir aufgehört haben“, sagte Coach Tobi Guggenhuber nach dem Spiel

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