Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach gastieren zum Auftakt in die Halbfinalserie am kommenden Sonntag um 15 Uhr in der Asbachhalle beim großen Favoriten Culture City Weimar.
Nach einer Woche Pause geht es mit der Halbfinalserie der diesjährigen Playoffs in der 1. Regionalliga Südost weiter. Dabei kommt es zum Duell zwischen Culture City Weimar und dem TSV Tröster Breitengüßbach, bei dem die Thüringer Heimrecht haben. Das bedeutet, dass ein mögliches Spiel drei in der Asbachhalle stattfinden würde. Beide Mannschaften gewannen ihre Viertelfinalserien relativ locker mit 2:0. Während die Tröster-Truppe mit Leipzig wenig Probleme hatte und beide Duelle mit 15 Punkten Differenz (67:52 & 87:72) gewann, schlug Weimar die TG Veitshöchheim sogar noch deutlicher. Beim 92:70-Heimsieg und dem anschließendem 97:68-Auswärtssieg ließ die Truppe von Headcoach Farsin Hamzei überhaupt nichts anbrennen und untermauerte eindrucksvoll ihre Meisterschafts- & Aufstiegsambitionen.
Beide Mannschaften kennen sich bereits aus der Hauptrunde, in der Culture City beide direkten Duelle für sich entscheiden konnte. In Breitengüßbach setzen sie sich, dank eines starken Schlussviertels mit 75:95 durch. Im Januar gewannen sie auch das Rückspiel in eigener Halle mit 86:73. In der Hauptrunde konnten die Thüringer alle 14 Spiele gewinnen. Lediglich in der Zwischenrunde mussten sie sich überraschend zwei Mal Ansbach geschlagen geben. Dies zeigt, dass die starke Weimarer Truppe zwar bärenstark aber keinesfalls unschlagbar ist. Und genau daran möchte TSV-Coach Völkl auch anknüpfen. Man fährt logischerweise als klarer Außenseiter nach Thüringen und hat dort nichts zu verlieren. Der Güßbacher Vorteil ist, dass man die Mannschaft bereits aus der Hauptrunde kennt und die vereinzelten Schwächen weiß. Die Rolle des Außenseiters nimmt Breitengüßbach sehr gerne an, möchte aber trotzden den Schwung aus den letzten Wochen mit ins Spiel nehmen, damit man dem Ligaprimus eine überraschende Niederlage bescheren kann.
Weimar ist ein Farmteam, deswegen haben sie zahlreiche Talente in ihren Reihen. Umso wichtiger wird es für Güßbach sein, dass man über 40 Minuten mit der gleichen Leidenschaft und Intensität agiert, sich möglichst wenig oder keine Pausen gönnt und das Tempo der Partie kontrolliert. Es gilt: Die Physis einer talentierten Jugendmannschaft, die nahezu jeden Tag in der Woche trainiert, genauso gut zu matchen wie in der vergangenen Spielzeit. In der Verteidigung müssen die Gelbschwarzen besonders auf Brown (20,3ppg), Beier-Christiansen (13,7) und Passarge (10,9) aufpassen. Dieses Trio, aber auch der Rest der Mannschaft, hat in den bisherigen Partien gezeigt, wozu es in der Offensive in der Lage ist. Durchschnittlich 95 erzielte Punkte pro Begegnung in der Hauptrunde und auch im Viertelfinale sprechen hier eine deutliche Sprache, weswegen es für Breitengüßbach besonders wichtig ist, hart und konsequent zu verteidigen, sodass Weimars offensiver Rhythmus darunter leidet. Da aber Breitengüßbach die beste Defensive der Liga hat, wird es bestimmt wieder ein interessantes Duell. Des Weiteren wird es auch wieder wichtig sein, dass man die Bretter kontrolliert und Culture City keine zweite oder gar dritte Wurfchance gestattet.
Offensiv will man den Ball wieder gut bewegen und den freien Mann finden. Gelingt dies, wäre das schon einmal eine gute Grundlage für einen möglichen Auswärtssieg. Die Jungs werden alles geben, um Weimar das Leben so schwer wie möglich zu machen und eventuell gar einen Überraschungscoup zu landen.
Breitengüßbach: Bauer, Dippold, Jebens, Klaus, Lorber, Nieslon, Rümer, Sauer, C. Stephan, M. Stephan, N. Stephan, Trummeter, Wagner



