Spielbericht: Stadionatmosphäre im Jahn

Spielbericht: Stadionatmosphäre im Jahn

TS Jahn München schlägt Baskets Vilsbiburg 94:81 (19:23; 39:42; 64:62)

Im entscheidenden dritten Spiel der ersten Playoffrunde in der 1. Regionalliga Südost konnte sich am letzten Wochenende Jahn München durchsetzen und steht erstmals in der Vereinsgeschichte in der zweiten Runde der Post Season.

Nach zwei energischen Spielen in der Serie gegen Vilsbiburg musste die Entscheidung in Spiel drei fallen. Im ersten Spiel, welches in München stattfand, konnten die Gastgeber eine 22-Punkte-Führung erspielen und diese über die Ziellinie retten. In Spiel zwei, diesmal in Niederbayern, gelang es ebenfalls ein 19-Punkte-Polster aufzubauen, welches jedoch von den Baskets mit phänomenalen Wurfquoten pulverisiert wurde und die ersatzgeschwächten Landeshauptstädter vom vorzeitigen Halbfinaleinzug abhielt.

Das dritte Spiel am vergangenen Samstag lieferte schon vor Beginn einen angemessenen Rahmen für das südbayerische Derby und bot allerbeste Playoffstimmung: gut 700 Fans hatten den Weg an die Weltenburger Straße gefunden, darunter gut 60 Vilsbiburger. Das Maskottchen Buzzer Bee heizte den Fans ein, die Jahnler liefen mit Mädchen und Jungen der eigenen U8 und U10 ein und dann konnte es losgehen.

Entgegen der bisherigen Serie starteten beide Teams mit hohem Tempo und es entfaltete sich ein Duell auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften, die bereits letztes Jahr in den Playoffs vertreten waren (im Falle des Jahn erstmals), konnte sich entscheidend absetzen und zunächst behielten die Gäste unter der Leitung des glänzend aufgelegten Spielmachers Mario Petric die Oberhand. So ging das erste Viertel an Vilsbiburg und beiden Fanlager witterten, dass sich heute ein Spiel für die Geschichtsbücher entspinnen würde.

Die Aufregung war allen Beteiligten auf dem Parkett anzumerken und auch das zweite Viertel war geprägt von geschlossenen Mannschaftsleistungen, vor allem am defensiven Ende. Gerade die Offense der Jahnler stockte noch etwas, jedoch fand die Mannschaft um die Kapitäne Mateo Jukic und Daniel Urbano immer wieder schön herausgespielte Antworten und zunehmend besser ins Spiel.

Während es in der Halbzeitshow für die kleinen Fans T-Shirts zu gewinnen gab, fand das Trainertrio Schmidt/Stie/Heinrichs in der Kabine und in der Folge auch an der Seitenlinie deutliche Worte. Beflügelt vom ungebrochenen Mannschaftsgeist und im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten legten die Jungs von der Zwuck los wie die Feuerwehr. Mit einigen defensiven Anpassungen konnten die Gäste immer wieder zu Fehlern gezwungen werden und auch von außen regnete es nun Dreier.

Im vierten Spielabschnitt nahmen die Jahnler endgültig Fahrt auf, kamen nun mit der Vilsbiburger Physis bestens zurecht und fanden sowohl stilistisch als auch personell einen unterhaltsamen Punktemix und brachen damit endgültig den letzten Widerstand der beherzten und in vielen Belangen ebenbürtigen Gäste.

Die letzten Minuten der Partie waren geprägt von schönen Würfen der Schwarz-Gelben und frenetischen Sprechchören der Münchner Fans. Mit der Schlusssirene gab es kein Halten mehr. Die Fans fluteten das Spielfeld und die Jahnler lagen sich in den Armen im Bewusstsein, mit dem Zweitrundeneinzug abermals Jahn-Geschichte geschrieben zu haben.

Dieser Erfolg soll jedoch nur der Auftakt einer erfolgreichen Post-Season sein: im Playoffhalbfinale geht es nun gegen hapa Ansbach, während in einem möglichen Finale Culture City Weimar oder TSV Tröster Breitengüßbach lauern. Allerdings sind die jungen Recken von Trainer Hagen Schmidt vorgewarnt: gegen den späteren Vorjahresfinalisten setzte es letzte Saison das Erstrundenaus nach zwei kappen Niederlagen.

Das erste Spiel der Serie steigt am Samstag, den 21.04.2026, um 19:30 Uhr in der Ansbacher Weinberghalle. Das zweite Spiel und Heimspiel der Jahnler findet am Samstag, den 28.04.2026, um 20:00 Uhr an der Weltenburger Straße statt.

Stimmen zum Spiel:

Hagen Schmidt (Trainer Jahn München): „Kompliment an Jodi Kreutzer, Vince Garrett und ihre Vilsbiburger, die uns einen starken Kampf geliefert haben. Ich bin aber sehr stolz auf unsere Jungs heute, die diesen starken Gegner überwinden und weiter wachsen konnten. Wir nehmen nach wie vor aus jedem Spiel etwas mit. Mit den Erfahrungen aus der Runde eins ist uns mit Blick auf Ansbach nicht bange. Physis, Tempo und taktische Disziplin haben uns bis hierhin gebracht und wir sind noch lange nicht fertig.“

Jakob Sperber (Spieler Jahn München): „In meiner nunmehr 25-jährigen Spielerkarriere habe ich den Jahn noch nie so voll gesehen. Wir sind unserem Ziel, dem möglichen Aufstieg in die ProB im dritten Jahr in der Liga, einen Schritt nähergekommen und freuen uns nun auf Ansbach. Mannschaft, Fans und Staff waren heute wie eine Wand und ich bin mir sicher, dass wir dieses Gefühl in die weiteren Playoffspiele mitnehmen können. Danke an alle, die da waren und an unser Team hinter dem Team, die ein Wahnsinnsheimspiel für die Jahn Family bereitet haben. Und auch Glückwunsch an unsere anderen Mannschaften, darunter WNBL, H2, NBBL, JBBL, U14 und noch mehr, die an diesem Wochenende auch alle erfolgreich waren.“

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