Spielbericht: Jahn beendet Saison mit Silber

Spielbericht: Jahn beendet Saison mit Silber

TS Jahn München unterliegt im Finale Culture City Weimar mit 84:94 (18:22; 35:44; 67:63)

In einem erneut packenden und stets eng geführten zweiten Finalspiel der 1. Regionalliga Südost im Modus „Best of Three” mussten sich die Jahnler dem Topfavoriten, frisch gebackenen Meister und möglichen ProB-Aufsteiger Culture City Weimar geschlagen geben.

Anders als im Hinspiel (83:92 für Weimar), als die Jungs aus der bayerischen Landeshauptstadt mit 17 Punkten in Führung gingen, entspann sich in Weimar eine enge Partie, die jedoch in den ersten beiden Vierteln von der Jenaer Bundesligareserve dominiert wurde. Das Team um Profi Dmonte Teron Brown (27 Punkte) ging zwischenzeitlich mit 13 Punkten in Führung und zur Pause wähnten sich die Gastgeber bereits in Sicherheit.

Nach der Halbzeit zeigte sich jedoch, warum und wie die Jahnler, erst im dritten Jahr in der 1. Regionalliga, sich erfolgreich ins Finale hatten vorkämpfen können: mit schnellen und mutigen Fast Breaks aus vielen Steals und präzisen Würfen aus der Distanz brachten sie die Vorrundenersten (14 Siege aus 14 Spielen) zur Verzweiflung, konnten ausgleichen und sogar mit vier Punkten in Führung gehen. Das Viertel endete 32:19 und den Athleten aus der Münchner Talentschmiede war anzusehen, dass sie unbedingt das entscheidende dritte Spiel am Sonntag erzwingen wollten.

Im Schlussabschnitt mussten die Gäste jedoch immer wieder der hohen individuellen Qualität der Weimarer Tribut zollen, vor allem von jenseits der Dreierlinie waren die Thüringer diesmal überdurchschnittlich erfolgreich: insgesamt 13 von 31 Dreiern (42 %) fanden ihren Weg in den Korb. Wie bereits im Hinspiel wollten in den letzten zwei Minuten bei nur vier Punkten Differenz bei Jahn München die Würfe nicht fallen und die Gegner blieben bei den Freiwürfen fehlerlos, sodass auch dieses Spiel etwas zu hoch ausfiel.

Nichtsdestoweniger steht am Ende ein verdienter, weil unheimlich athletischer und tiefbesetzter Meister aus Weimar zu Recht an der Spitze und Jahn München gratuliert seinen sehr fairen Kontrahenten zu einer fantastischen Saison 2025/2026 und dem mehr als verdienten Aufstieg.

Ein besonderer Dank geht auch an das Schiedsrichterduo Anna Spalke und Jens Klee, die das entscheidende Spiel professionell und sehr umsichtig leiteten.

Für Jahn München war es ebenfalls eine sehr erfolgreiche Spielzeit, mit vielen Höhen und nur wenig Tiefen, einer ebenfalls tief besetzten jungen Mannschaft, die immer wieder über sich hinauswachsen konnte und vor allem in den Playoffs von Erfolg zu Erfolg eilte. An der Weltenburger Straße fanden bisweilen mehr als 850 Fans den Weg in die Halle, das neue Maskottchen „Buzzer Bee“ entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling und die Jungs von der Zwuck ackerten sich vom Aufsteiger und erstmaligen Playoffteilnehmer im Vorjahr zum Titelanwärter und setzten sich verdient gegen die starke Konkurrenz im Süden durch.

Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison und die bayerischen Vizemeister werden zunächst regenerieren, die Erfolge Revue passieren lassen (neben dem Fast-Titel stehen die Aufstiege der Damen 1 in die 2. Bundesliga und der Herren 2 in die 2. Regionalliga Südost zu Buche) und dann den Blick nach vorn richten, um in der kommenden Saison erneut das Finale ins Visier zu nehmen. Dann ohne Head Coach Hagen Schmidt, der den Club in Richtung Chemnitz verlässt, dafür aber mit viel neuem Selbstbewusstsein und wertvoller Playofferfahrung.

Stimmen zum Spiel:

Hagen Schmidt (Trainer Jahn München): „Es ist unfassbar, was wir in dieser Saison erreicht haben. Wir alle wollten die Meisterschaft, aber mit einigen Tagen Abstand steht für mich die Entwicklung meiner sehr jungen Mannschaft und die erfolgreichste Saison seit den frühen 1980ern im Vordergrund. Jeder einzelne hat sich weiterentwickelt und zu dieser Achterbahn der Gefühle über 26 Saisonspiele beigetragen. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, das Team hinter dem Team (Juli Obländer, Ulla Jensen, Flemming Stie und Timo Heinrichs) und unsere Fans, die die Halle so voll wie noch nie gemacht haben. Diese Atmosphäre war einmalig. Abschließend möchte ich meiner Heimatstadt Weimar, Regio-Trainerlegende Farsin Hamzei und meinen ehemaligen Spielern aus Jena zur verdienten Meisterschaft gratulieren.“

Daniel Urbano (Spieler Jahn München): „Vor der Saison haben uns nur wenige Großes zugetraut, umso mehr freuen wir uns über die Siege, spektakulären Saisonhighlights und den tiefen Playoff-Lauf. Veteranen, junge Spieler und NBBLer haben an einem Strang gezogen und eine neue Kultur im Jahn geschaffen. Der Club hat uns wahnsinnig unterstützt und unseren Traum von der ProB in jeder Hinsicht mitgetragen. Wir schauen jetzt, ob Weimar den Aufstieg wahrnimmt, sammeln uns im Hintergrund und greifen so oder so in der nächsten Saison an. Danke an die Jahn Family.“

Related Articles

Spielbericht: Epischer Finalkampf

Spielbericht: Epischer Finalkampf

Vorbericht: Showdown im Jahn

Vorbericht: Showdown im Jahn

Information

Die RLSO ist der Zusammenschluss der Landesverbände Bayern, Sachsen und Thüringen. Er ist als eingetragener Verein tätig und gleichzeitig Veranstalter der Spiele der Regionalliga in verschiedenen Ligen.

 bbv logo  logo bvs 100  logo tbv 100

 Die RLSO ist jetzt auch erreichbar unter der Adresse https://rlso.basketball

Wir betreiben ...

 smc logo