Spielberichte 1. Regionalliga Herren

Fireballs belohnen sich erneut nicht

Niederlage in Bamberg

„Es ist das alte Problem.“, resümierte Coach Tobias Guggenhuber nach der 74:66 Niederlage gegen den TTL Basketball Bamberg. „Unsere Wurfquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie war nicht gut genug, um ein solches Spiel zu gewinnen, zudem haben wir auch aus der Nähe heute nicht geglänzt.“

Mit dieser Erkenntnis mussten die Herren der Fireballs Bad Aibling den Weg nach Hause antreten. Nach einem guten Start in die Partie gelang es dem Aufsteiger nicht, den Rückenwind mitzunehmen, geriet zur Halbzeit in Rückstand und konnte sich leider erneut nicht für einen harten Kampf im Schlussabschnitt belohnen.

Bad Aibling trat die Reise nach Oberfranken nur zu neunt an, mehrere Spieler fehlten verletzungsbedingt. Jedoch erwischten die Kurstädter den besseren Start, überrumpelten den TTL mit schnellem Spiel, verteidigten zudem solide und konnten im ersten Abschnitt noch mit einer guten Wurfquote überzeugen. Folglich ging das erste Viertel mit 29:20 an die Gäste.

In den folgenden zehn Minuten schien das Spiel plötzlich wie verdreht. Aibling lud das Heimteam geradezu ein, Punkte zu erzielen, ein ums andere Mal passte die Abstimmung in der Defensive in keinster Weise, was auf diesem Niveau nicht ohne Konsequenzen bleibt. Allen voran Christoph Dippold und Robert Ferguson setzten Bad Aibling in dieser Phase zu, erzielten zusammen über die Häflte der 25 Bamberger Punkte. Die Gäste konnten lediglich neun Punkte erzielen und gingen mit einem 45:37-Rückstand in die Halbzeit.

Im driitten Viertel konnten die Kurstädter das Spiel wieder ausgeglichen gestalten, Johannes Wießnet (15 Punkte/13 Rebounds) gelang es, die Möglichkeiten von Ex-Profi Ferguson weitestgehend zu limitieren und selbst auch offensiv zu überzeugen. Zudem geriet Aufbauspieler Simon Bradaric Ende des Spielabschnittes in Foulprobleme und musste folglich zunächst auf der Bank Platz nehmen. Doch der Aufsteiger ließ nicht locker und verkürzte zum letzten Viertel noch einmal auf sechs Punkte (58:52).

Im Schlussviertel gab es einen Schlagabtausch zwischen beiden Teams, die Führung schien sich weder zu verringern noch zu wachsen. Als Kapitän Bradaric nach einem strittigen Pfiff sechs Minuten vor Ende sein fünftes Foul bekam, gelang es den Aiblingern dennoch, sogar bis auf 64:62 heranzukommen, doch der erfahrene Ferguson mit einem Drei-Punkte-Wurf sowie Daniel Eisenhardt mit zwei verwandelten Freiwürfen, bauten die Führung wieder aus. In den letzten 30 Sekunden beim Stand von 72:66 zeigte Bamberg noch einmal etwas Schwäche an der Freiwurflinie, was jedoch keine Auswirkungen mehr auf den Spielausgang hatte, da Aibling die eigenen Chancen nicht verwerten konnte.

„Bamberg hat am Ende dieses Spiel gewonnen, weil sie mehr Rebounds als wir geholt haben und aus dem Feld „hochprozentiger“ (38%) getroffen haben als wir (30%). Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, viele offene Würfe liegen lassen und uns somit erneut nicht für ein eigentlich gutes Spiel belohnen können. Schade, hier wäre durchaus mehr drin gewesen.“, so das Endresümee von Guggenhuber.

Nun gehen die Aiblinger fokussiert in die nächste Trainingswoche, um am kommenden Sonntag um 16.00 Uhr das nächste Heimspiel gegen den MTSV Schwabing erfolgreicher zu bestreiten.

Goldbach geht erneut leer aus

Erneut ernten die Goldbacher Basketballer Anerkennung für die starke Leistung gegen ein Topteam, etwas Zählbares springt allerdings nicht heraus.

Am sechsten Spieltag der 1. Regionalliga Südost traf der TV Goldbach auf den Vfl Treuchtlingen, einem Team, das seit 9 Jahren in der 1. Regionalliga an den Start und sich in den letzten Jahren zu einem Topteam entwickelt hat. Nachdem man seit bereits 4 Spielen als Verlierer vom Platz ging, war der TVG mit großer Motivation, aber auch viel Respekt vor dem Titelkandidaten Treuchtlingen ins Spiel gestartet. Die Voraussetzungen waren allerdings alles anderes als gut. Die starken Außenspieler Tadas Jagela und Can Akbayir fielen aus, Luan Pereira und Malony de Sousa gingen angeschlagen ins Spiel.

Der TVGBB startete auf Augenhöhe, mit tollen Spielzügen und Treffern durch Leonard Sattler und Jermaine Mellis. Die Gäste bekamen den Angriff des TVGBB aber zunehmend in den Griff. Die Gastgeber leisteten sich viele individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten, die der Gegner eiskalt bestrafte. So stand es nach dem ersten Viertel 14:20 für die Gäste stand. Dieser Trend sollte bis zum Halbzeitpfiff anhalten. Der TVG konnte durch eine zunehmend kämpferische Haltung zwar den Anschluss halten, wirkte aber oft unentschlossen. Beim Stand von 35:45 ging man in die Kabine.

Mit erneuter Konzentration und Motivation in das Spiel, das zusehends an physischer Härte gewann. Durch eine Umstellung in der Defense hatte der TVGBB hatte die Gäste jetzt etwas besser im Griff. In dieser Phase des Spiels konnten v.a. Leonard Sattler und Luan Pereira durch Treffer aus der Distanz überzeugen. Insgesamt verpasste der TVG hier aber, den Vorsprung deutlich zu verkürzen. Nicht zuletzt lag das an den unterdurchschnittlichen Trefferquoten aus dem Feld, und zu wenig Initiative der Innenspieler. Dennoch wurde das dritte Viertel mit 18:16 gewonnen. Das Spiel blieb weiterhin körperbetont und kämpferisch. Der TVG hatte bereits Anfang des vierten Viertels mit Foulproblemen zu kämpfen. Nachdem gleich zwei Schlüsselspieler aufgrund von Verletzungen bzw. Foultrouble auf der Bank Platz nehmen mussten, schien das Schicksal der Goldbacher besiegelt. Gerade hier zeigte sich aber das große Kämpferherz des TVG, das die Zuschauer seit mehreren Jahren kennen. In dieser Spielphase verdienten die Leistungen von Mantas Jagela und Jakob Jeßberger ein Sonderlob. Dem TVG gelang es aber nicht, Ballgewinne zu verwerten. Auf der anderen Seite zeigte sich Treuchtlingen abgebrüht und verwandelte wichtige Würfe.

Abschließend muss sich der TVG wieder verdient geschlagen geben. Eine positive Entwicklung kann aber trotzdem attestiert werden. Teamgeist, Aufopferung, Kampf und Wille geben Grund zu Hoffnung für die kommenden Spiele.

Coach Jérôme Schaefer: „Einstellung und Kampfgeist stimmen. Dass wir gegen diese Spitzenmannschaft die Ausfälle von Tadas, Can und während des Spiels Luan wegstecken, ist lobenswert. Wir werden als junge Mannschaft allerdings stets eiskalt bestraft, wenn wir das Niveau nicht konstant halten. Kompliment an dieser Stelle an die Treuchtlinger Mannschaft samt mitgereisten Fans - eine wahrlich positive und sympathische Erscheinung!“

Es spielten: Luan Pereira (19), Jermaine Mellis (15), Leonard Sattler (15), Mantas Jagela (8), Jakob Jeßberger (6), Malony de Sousa (4), Lennart Gram (3), Kilian Strecker (2), Eric Kytka (DNP).

Kangaroos mit fünftem sieg in folge

Den fünften Sieg in Folge vermeldet die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen in der 1. Basketball Regionalliga Südost. Die Auswärtshürde beim hochgehandelten MTSV Schwabing München nahm man am Wochenende souverän mit  76:64 und spielt nun am kommenden Samstag als Tabellenzweiter in eigener Halle gegen Tabellenführer TSV Oberhaching das absolute Spitzenspiel der Liga.

Während die Landeshauptstädter in Bestbesetzung antreten konnten, musste die BG auf Jonas Fiebich (Schulterverletzung) und Dennis Behnisch (Urlaub) verzichten. Das erste Viertel begann sehr ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Schwabing, ehe zwei Dreier von Bernhard Benke und Emanuel Richter eine 16:11 Viertelführung für die Leitershofer einbrachte. Die Kangaroos verteidigten ungemein intensiv, hatten aber in dieser Phase einige Probleme, den Offensivrebound des körperlich überlegenen Gegners zu kontrollieren. Ansonsten wäre der Vorsprung wohl schneller angewachsen als der Spielstand von 32:25, welcher zur Halbzeit von der Anzeigentafel leuchtete. Den Grundstein für den Sieg legten die Stadtberger aber dann im dritten Viertel. CJ Carr führte einmal mehr glänzend Regie, überzeugte dabei neben seinen zahlreichen Punkten sogar noch mehr als kluger Passgeber und vor allem Nedim Hadzovic stoppte nun langsam aber sicher die Reboundvorteile der Münchner. Lewis Londene erzielte acht Punkte in Folge, der Vorsprung wuchs nun stetig an, mit einem 59:43 Vorsprung sollte es in die letzten zehn Minuten gehen. Auch hier gab die BG keinen Zentimeter Platz preis, vor allem die Kreise des US-Amerikaners des Gegners, Nick Freer, schränkte man weiterhin konsequent ein. Und wenn Schwabing gegen die  äußerst konzentrierte BG-Abwehr überhaupt einmal ein Korb gelang, hatten die Leitershofer sofort die Gegenantwort  parat. Beim Spielstand von 75:55 war in der 39. Minute der höchste Abstand des Abends erreicht und die Kangaroos nach einem grandiosen Auftritt sichtlich am Ende ihrer Kräfte, so dass München noch eine kleine Resultat Verbesserung gelang.

Mit 10:2 Punkten bleiben die Kangaroos auf Platz zwei in der Tabelle und haben sich nun am kommenden Samstag ein absolutes Topspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer TSV Oberhaching mit Ex-Kangaroo Mario Matic auf der Trainerbank redlich verdient.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (25/1 Dreier), Zink (4),  Londene (11/3 Dreier), Hadzovic (8), Veney (5/1 Dreier), Tesic (4), Hoedt, Richter (14/4 Dreier), Benke (5/1 Dreier).

Beste Werfer Schwabing: Obiesie (16), Lachmann (11), Würmseher (11).

Auch die zweite Mannschaft  der Leitershofer in der 2. Regionalliga-Süd war am Samstagabend erfolgreich. Bei Jahn Freising siegte man knapp, aber verdient mit 78:74 und hat sein Punktekonto in der Tabelle wieder ausgeglichen. Beste Werfer waren Quentin Tucker (19) und Marcus Trämmler (15).

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Kompliment an das Team, ich glaube das war unsere bisher beste Saisonleistung. Man merkt, dass die Jungs nach der Siegesserie an sich glauben, das macht Hoffnung auf mehr. Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken, auch nicht nächste Woche vor Tabellenführer Oberhaching“.

BG-Guard Emanuel Richter: „Wir legen uns inzwischen durch eine sehr gute und intensive Defensive den Grundstein im Spiel. Das zermürbt die Gegner und gibt uns natürlich Selbstvertrauen in der Offensive. So muss es weitergehen. Sensationell, dass wir nächste Woche unseren eigenen Fans nun mal wieder ein echtes Topspiel Zweiter gegen Erster präsentieren können, das wird eine tolle Sache “.

BG-Teammanager Andreas Moser: „10:2 Punkte, von solch einem Saisonstart durfte man nicht unbedingt ausgehen, aber gehofft haben wir natürlich darauf. Die Mannschaft hat sich zuletzt von Spiel zu Spiel zunehmend an der ansteigenden Qualität der Gegner gesteigert, das darf nächsten Samstag so weiter gehen“

Knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt

rosenheim sbr neu

SBR-Basketballer unterliegen 83:84 beim Tabellenführer

Deutlich verbessert präsentierten sich die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim am vergangenen Sonntag bei ihrem Gastspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer Oberhaching. Lange Zeit lag sogar eine Sensation in der Luft, ehe sich die favorisierten Hachinger im letzten Viertel doch noch durchsetzen konnten und einen hauchdünnen 1-Punkt-Vorsprung über die Ziellinie retteten.

Endlich spielten die Miller-Schützlinge wieder einmal ihre Stärken aus: Sie überzeugten mit einer starken Verteidigungsarbeit und in der Offensive traten sie anders als zuletzt als Mannschaft auf: Diesmal punktete nicht nur Osvaldas Gaizauskas zweistellig, sondern mit Bekteshi, Hogges und Malpede taten es ihm gleich drei Mannschaftskollegen gleich. So konnten die Grünweißen die drei ersten Spielabschnitte jeweils für sich entscheiden und führten im dritten Viertel sogar zweistellig, ehe die Gastgeber sich mit einem kurzen Lauf wieder herankämpften und in einem dramatischen Schluss-Spurt die glücklichere Mannschaft waren. „Heute haben alle eingewechselten Akteure stark gespielt und endlich wieder an die Leistung vom Saisonauftakt angeknüpft – dass es am Ende nicht zur Überraschung gereicht hat, ist natürlich bitter“, resümierte ein enttäuschter Teammanager Stephan Hlatky, der seinem Team eigentlich keinen Vorwurf machen konnte. Einzig die Freiwurfquote von 61,5Prozent sei bei so einem knappen Ausgang natürlich ärgerlich. Ansonsten gelte es jetzt, sich an der gezeigten Leistung trotz der bitteren Niederlage aufzurichten und mit neuem Selbstvertrauen ins Heimspiel kommenden Samstag gegen Breitengüßbach, einen weiteren Hochkaräter der Regionalliga 1, zu gehen.

Für den SBR spielten Breitfeld (4 Punkte), Hogges (16), Brosig (3), Bekteshi (23), März, Schulezko (6), Gaizauskas (12), Laubert, Malpede (17/10 Rebounds), Raab und Kromah.

 

HeimSieg gegen Vilsbiburg

Nach dem Spielfreien Wochenende kamen die Basket Vilsbiburg zu Gast in den Hellenendome. Nach einer guten Trainingswoche war das Team bereit einen zweiten Sieg zu verbuchen. In der letzten Saison hat man beide Spiele sehr knapp verloren. Aber diesmal konnten die OSB Hellenen Jungs nach einem frühen Acht-Punkte Rückstand nochmal aufdrehen und haben verdient mit 84:69 gewonnen.

1. Viertel

Das erste viertel begann stark für die Gäste aus Vilsbiburg. Nach 4 Minuten Spielzeit stand es 2:12 für Vilsbiburg. Für die OSB Hellenen ging es nur schleppend voran und man kämpfte sich zum Viertelende an ein 17:23 ran.

2. Viertel

Im zweiten Viertel konnten die OSB Hellenen sich dann zusammenreißen und sie kamen zur 14. Minute auf 29:28. Kurzzeitig konnten die Gäste sich wieder mit 5 Punkten absetzen aber zur Halbzeitpause ging es nur mit einer ein Punkt Führung für die Gäste –  43:44.

3. Viertel

Das dritte Viertel begann mit einem 10:5 run der Hellenen. Jedoch waren die Gäste zur 26. Minute trotz drei dreier in Folge der OSB Hellenen immer noch auf 3 Punkte hinter dem Heimteam. Doch dann schafften es die Hellenen Jungs sich einigermaßen abzusetzen und man hat das 3 Viertel mit 66:57 gewonnen.

4. Viertel

Im letzten Viertel haben die Gastgeber den Sack dann zu gemacht und das Viertel mit 18:12 gewonnen und somit verdient den zweiten Heimsieg mit 84:69 verbucht.

Topscorer OSB Hellenen: W. Bessoir (21 Punkte), O. Knox (18 Punkte), G. May (12 Punkte)

Topscorer Baskets Vilsbiburg: G. Corsi (14 Punkte), E. Hoffmann (14 Punkte), D. Barovic (12 Punkte)

Misel Lazarevic:

„Es war ein körperlich herausforderndes Spiel. Vor allem unter dem Korb wo die Größenvorteile es Gegners nicht einfach zu kontrollieren waren. Zu Beginn des Spiels war klar, dass wir aufgrund der Spielpause der letzten Woche vor allem im Angriff und in Bezug auf die Wurf-% etwas aus dem Wettkampfrhythmus gerieten. Als das Spiel stattfand wurden wir immer besser und ich denke am Ende haben wir völlig verdient gewonnen.“

Gaizauskas alleine reicht nicht

rosenheim sbr neuSBR-Basketballer mit deutlicher Niederlage

„Wir haben heuer nur eine Chance Spiele zu gewinnen, wenn wirklich alle Spieler am oberen Limit spielen“, lautete das Omen von SBR-Trainer Bob Miller vor der Saison. Wie recht er damit hatte, bekammen die Zuschauer beim vergangenen Heimspiel gegen den MTSV Schwabing zu sehen: Einzig Osvaldas Gaizauskas und ansatzweise Shkelzen Bekteshi brachten wie bereits zuletzt eine gute Leistung, alle anderen SBR-Akteure spielten weit unter ihren Möglichkeiten – eine ebenso deutliche wie bittere 75:96-Niederlage war das Resultat an einem Abend, der leider phasenweise an einige schwache Heimauftritte der letzten Saison erinnerte.

Und genau das wollte man bei den Grünweißen in dieser Spielzeit eigentlich vermeiden. Zunächst fällt vor allem das Punktekonto der Schwabinger auf: 96 Punkte in eigener Halle zu kassieren – das ist ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Bob Miller, der vor allem Wert auf eine solide Verteidigungsarbeit legt. Im ersten Viertel, das nach einem starken 13:2-Start noch unentschieden endete, hatten seine Mannen das Match noch einigermaßen im Griff – im zweiten Spielabschnitt brachen dann aber alle Dämme: 34:15 entschieden die Landeshauptstädter diese 10 Minuten für sich - einen solchen Aussetzer darf man sich in der Regionalliga 1 einfach nicht erlauben. Vor allem gegen das schnelle Umschaltspiel fanden die Gastgeber in dieser Phase keine Antwort und ließen besonders dem erfahrenen Freer und dem starken Obiesie zu viele Freiräume, die so bis zur Pause zusammen 31Punkte erzielten. Im dritten Viertel stimmte dann zumindest die Einstellung der Innstädter, man konnte sich kurzzeitig nochmals auf knapp zehn Zähler herankämpfen – am Ende brachen die Rosenheimer, bei denen außer Gaizauskas keiner einen zweistelligen Effizienzwert erreichen konnte, dann aber komplett ein. Doppelt bitter für die Grünweißen, dass ausgerechnet der Ex-Rosenheimer Marco Lachmann so noch zum Topscorer der Schwabinger avancieren konnte. Aber auch er war eben nur ein Baustein des stärkeren Teams an diesem Abend, das deutlich effizienter, treffsicherer und auch kompakter auftrat.

Nach drei Niederlagen gegen vermeintlich schlagbare Gegner stehen den Sportbündlern nun schwere Wochen bevor, in denen sie vorwiegend auf Teams aus dem oberen Tabellendrittel treffen. Für den SBR spielten Breitfeld (2Punkte), Hogges (5), Fliege, Brosig, Bekteshi (14), März, Schulezko (5), Gaizauskas (28), Laubert, Malpede (6), Raab (6) und Kromah (9).

Den Anschluss geschafft

Die Herren der Bad Aibling Fireballs haben im Spiel gegen Science City Jena 2 mit einem 87:72 den ersten Sieg in der Regionalliga Süd-Ost feiern können. Dank einer starken Mannschaftsleistung in der Verteidigung und einer deutlichen Aufbesserung der Wurfquote gelang es der Heimmannschaft, die Bundesliga-Reserve aus Thüringen zu bezwingen.

Das Team der Gäste, das überwiegend aus gut ausgebildeten Nachwuchsspielern des Bundesligisten Science City Jena besteht und seine Gefahr durch die schnellen Aufbau- und Flügelspieler ausstrahlt, musste bereits nach sechs Sekunden den ersten Rückschlag verkraften, als sich Julian Förster am Fuß verletzte und ausgewechselt werden musste. Aibling startete gut in die Partie, allen voran das Dreiergespann Bradaric, Mirceta und Wießnet setzte den Thüringern zu. Der Spielplan von Coach Guggenhuber, die körperlichen Vorteile unter dem Korb auszuspielen, schien aufzugehen, Jo Wießnet gelangen direkt im ersten Viertel 8 Punkte am Brett (24:19 erstes Viertel).

Die errungene Führung sollte das Heimteam für das gesamte Spiel nun nicht mehr abgeben. Eine konzentrierte Leistung in der Defensive zwang Jena immer wieder zu schwierigen Würfen und konnte ein ums andere Mal direkt nach dem Defensivrebound per Fastbreak abschließen. Die Mannschaft um Kapitän Simon Bradaric baute die Führung kontinuierlich aus, hatte aber auch ein ums andere Mal das Glück, dass die Gäste ein wenig Pech bei den Drei-Punkte-Würfen an den Fingern kleben hatte. So zog Bad Aibling auf 44:29 zur Halbzeit davon.

Der Aufsteiger spielte auch im dritten Viertel stark auf, der Ball wurde in der Offensive gut bewegt, oft wurde Scharfschütze Mio Mirceta am Ende des Spielzugs frei an der Drei-Punkte-Linie bedient und falls der Wurf nicht den Weg durch die Reuse fand, konnten Steffen Lautner oder Johannes Wießnet die Abpraller effektiv verwerten. Defensiv zeigten die Aiblinger weiterhin eine konstante Leistung, erlaubten selten einfache Punkte. Doch gegen Ende des dritten Viertels kamen die Gäste durch Freiwürfe und hart umkämpfte Offensivrebounds auf zehn Punkte heran (65:55 drittes Viertel).

Doch nun fehlte den Aiblingern zu Beginn des vierten Viertels ein wenig die Leichtigkeit in der Offensive, Jena zeigte sich in diesem Abschnitt nervenstark und konnte den Abstand bis auf fünf Punkte verkürzen. Als dann knapp zwei Minuten vor Ende Johannes Wießnet einen Durchstecker von Simon Bradaric, der nun seinen bereits elften Assist verbuchen konnte, verwertete, Aufbauspieler Radojicic sich ein technisches Foul leistete und erneut Wießnet mit einem Pass in die Ecke Mario Hack Vázquez bediente, der den Dreier zum richtigen Zeitpunkt verwandelte, war mit einem elf Punkte Abstand (83:72) die Partie entschieden. Simon Bradaric (23 Punkte, 11 Assists) und Steffen Lautner (14 Punkte) stellten dann von der Freiwurflinie den Endstand zum 87:72 Sieg her.

„Ein sehr wichtiger Sieg heute. Wir haben gut verteidigt, vorne den Ball gut bewegt und unsere Würfe endlich getroffen. Weiterhin müssen wir hochkonzentriert bleiben, über die ganze Partie. Nach einem Vorsprung von zwanzig Punkten müssen wir cleverer spielen, dürfen den Gegner auf keinen Fall so herankommen lassen. Aber das ist bei unserer jungen Mannschaft ein Prozess und jede Erfahrung hilft uns weiter. Nun gehen wir motiviert in die Trainingswoche und bereiten uns auf das Spiel gegen Bamberg vor.“, so Kapitän Simon Bradaric nach dem Spiel.

Klatsche in Herzogenaurach

 

Der TV Goldbach zahlt als Aufsteiger weiter fleißig Lehrgeld, verliert deutlich gegen den etablierten Regionalligisten Herzogenaurach und muss bereits zum 5. Spieltag einiges Verletzungspech hinnehmen.

Die Voraussetzungen der Goldbacher beim Farmteam des ProA-Ligisten Nürnberg Falcons waren recht bescheiden. Captain Luan Pereira, Center Malony de Sousa und Energizer Mantas Jagela fielen verletzt aus und Can Akbayir ging angeschlagen in die Partie. Zwar fehlten bei den Herzogenaurachern ebenfalls Leistungsträger aufgrund des parallel stattfindenden ProA-Spiels, dennoch konnten sie auf das höchsterfahrene, spielstarke Trio Patrick Horstmann, Larry Hall und Michael Kaiser zurückgreifen, die wiederum von einigen starken NBBL-Spielern ergänzt wurden.

Im ersten Viertel wurde kaum Wert auf Verteidigung gelegt, auf beiden Seiten wurde fleißig gepunktet. Als es schien, dass Herzogenaurach davonzieht (14:7, 18:10), kam der TVGBB wieder ran (18:17). 

Im zweiten Viertel ging das ausgeglichene Spiel weiter (38:37, 39. Minute), leider vergab der TVGBB zwei ganz einfache Wurfmöglichkeiten, die Herzogenaurach in den Gegenangriffen verwertete und somit zur Halbzeit mit 7 vorne lag.

Den Anfang ins dritte Viertel verschliefen die Goldbacher total. Mit einem 7:0-Lauf bauten die Herzogenauracher ihren Vorsprung aus (54:40, 26. Min). Im Angriff spielte man sehr lethargisch und nahm oftmals Würfe zum Ende der 24 Sekunden. Einzig Jermaine Mellis setzte etwas dagegen. Er zeigte am Ende mit 25 Punkte sein bestes Saisonspiel. Dazu kam weiteres Wurfpech - klarste Möglichkeiten wurden liegengelassen. Mit 66:45 konnte sich der Gastgeber vorentscheidend absetzen. Zwar kam dank eines 9:0 Laufs zwischen der 30. und 32. Minute ein wenig Hoffnung auf, doch spätestens durch den 8:0-Lauf der Longhorns (74:54, 34. Min) war der Widerstand gebrochen und das Spiel wurde irgendwie zu Ende gebracht.

Coach Matthew Schaefer: „Schade, wieder einmal halten wir lange mit, doch wir leisten uns immer wieder Aussetzer und dann lassen den Gegner gewähren. Den Unterschied haben heute die Routiniers der Herzogenauracher gemacht. Horstmann, Kaiser und Hall haben sehr souverän und mit hoher Trefferquote gespielt.“

Für den TVGBB spielten: Jermaine Mellis (25), Leonard Sattler (12), Tadas Jagela (7), Jakob Jessberger (5), Lennart Gram (5), Can Akbayir (4), Kilian Strecker (3) und Eric Kytka.

Kangaroos springen auf Platz zwei

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend in einem äußerst hart umkämpften Spitzenspiel der 1. Regionalliga Südost gegen den Tabellenfünften TTL Basketball Bamberg mit 61:56 die Oberhand behalten. Dadurch rücken die Kangaroos nun mit 8:2 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz der Liga vor und können von einem gelungenen Saisonstart sprechen.

Die gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel, denn mit Emanuel Richter, Bernhard Benke und Dennis Behnisch kehrten die drei verletzten Akteure der letzten Woche, wenn auch teilweise noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, ins Team zurück. Und dies war auch dringend notwendig, denn es sollte sich ein Abnutzungskampf über 40 Minuten hinweg entwickeln. Von Beginn an standen die Defensivreihen beider Teams im Vordergrund. Es wurde gut und hart verteidigt, allerdings zu Lasten von Korberfolgen. So stand es nach dem ersten Viertel gerade einmal 10:13 aus Sicht der BG, den Rückstand holte man auch in den zweiten 10 Minuten nicht auf und ging beim Spielstand von 23:26 zum Pausentee. Betrachtet man den Score war dies kein klassisches Halbzeitergebnis im Basketball, im Fußball wäre es eher weniger als ein 0:0 gewesen. Die Trefferquote der Leitershofer war demzufolge auch wenig berauschend, nur 3 von 11 Freiwürfen traf man in der ersten Halbzeit und keinen einzigen Dreier, ansonsten eigentlich eine Paradedisziplin der Stadtberger.

Die zweite Halbzeit eröffnete erneut Bamberg mit einem Dreier zum 29:23, danach kam die BG dann aber besser in Fahrt. In der 26. Minute traf CJ Carr den ersten Dreier für seine Farben, was gleichbedeutend mit der 32:31 Führung war. Es war Emanuel Richter zu verdanken, der mit einem weiteren Dreier und drei verwandelten Freiwürfen zum Ende des dritten Abschnittes für eine 44:37 Führung sorgte, nach einem weiteren Dreier von ihm stand es dann sogar 51:39 (34. Minute). Eine Vorentscheidung, noch dazu bei einem solchen Low-Score Game? Mitnichten, Bamberg um seinen überragenden Spieler Kevin Jefferson, der auch nach zwei Verletzungen immer wieder aufs Feld zurückkam, hatte noch keinesfalls aufgegeben. Der Ball lief weiter sehr flott durch die Reihen der Nordbayern und demzufolge  traf man plötzlich 5 herrlich herausgespielte Dreier in Folge bei nur 5 Wurfversuchen, zwei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Die Kangaroos behielten aber die Nerven, stellten von Zonen- auf Manndeckung um, gewannen nun wieder die Oberhand beim Rebound und sorgten durch noch intensivere Verteidigung dafür, dass weitere Dreier der Oberfranken dann gegen eine gut postierte Verteidigung nicht mehr den Weg in die Reuse fanden. Am Ende stand ein vielumjubelter Sieg, durch den Sprung in der Tabelle war die Freude bei den Fans noch größer. Diese hatten zwar kein Offensivspektakel erlebt, aber eine intensive, spannennde und packende Partie.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (17/2 Dreier), Zink, Fiebich,  Londene (9), Hadzovic (7), Veney (3), Tesic (6), Hoedt, Behnisch, Richter (16/2 Dreier), Benke (3).

Beste Werfer Bamberg: Jefferson (18), Ferguson (15), Dippold (14).

Im Vorspiel unterlag die zweite Garnitur der Leitershofer in der 2. Regionalliga Tabellenführer Bayern München 3 mit 50:88. Gegen die Münchner, die auch Anleihen aus der Zweitligamannschaft genommen hatten, war man dabei von der ersten Minute chancenlos.

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Ich hatte mit solch einer hart umkämpften Partie gerechnet, auch der niedrigere Score überrascht nicht, wenn man die Defensivstärke des Gegners vorab im Video studiert hat. Solche Spiele wird es in der Liga immer wieder geben, und dann muss man den Kampf und die Intensität bedingungslos annehmen. Das haben wir eindrucksvoll gemacht und dadurch heute die ein oder andere spielerische Schwäche im Spiel kompensiert. Respekt hierfür an das Team“.

BG-Co-Trainer Daniel Hamberger: „Die Rückkehr von Emanuel Richter war heute ein Faktor, man hat gesehen, wie wichtig seine Routine für die Mannschaft war. Unter den Körben haben unsere vier großen einen unglaublichen Fight geliefert. Das war der Ausschlag für den Erfolg gegen einen wirklich sehr guten Gegner“.

BG-Kapitän Dominik Veney: „Platz zwei ist eine tolle Sache, aber natürlich nur eine Momentaufnahme. Wir können aber die beiden nächsten Spiele in Schwabing und dann zu Hause gegen Tabellenführer Oberhaching ohne Druck angehen, wollen die Serie aber auf jeden Fall ausbauen. Danke an die Fans für das zahlreiche Kommen und die Unterstützung, gerade bei so einem Fight ist das ein Faktor und setzt auf dem Feld neue Kräfte frei“.

TTL Bamberg verliert in Leitershofen

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Der TTL Basketball Bamberg musste die Reise nach Leitershofen ohne zwei seiner Leistungsträger antreten. Michi Lachmann war aus privaten Gründen verhindert, dann meldete sich auch noch Aufbauspieler Kevin Eichelsdörfer mit einer Magen-Darm-Infektion kurzfristig krank. Trotz dieser Hindernisse kam der TTL gegen die körperlich überlegenen Hausherren zunächst recht gut ins Spiel und konnte sich in der ersten Hälfte einen 3-Punkte-Vorspurng erspielen (23:26). Kevin Jefferson auf der Position des Playmakers machte ein gutes Spiel und überzeugte in allen Belangen. Die TTLer hatten aber gerade im Rebound erhebliche Nachteile. Vor allem der Bamberger Center Rob Ferguson wurde von den den Schwaben äußerst hart und oft mi unfairen Mitteln verteidigt, 

Im Dritten Viertel trafen die TTL-Youngsters einige schlechte Entscheidungen bzw. leisteten sich unnötige Ballverluste, was die Leitershofener ausnutzen und in Führung gehen konnten (44:37). Im Schlussabschnitt liefen die Bamberger dann ständig einem kleinen Rückstand hinterher konnten aber das Spiel nicht mehr drehen. 

Zwar konnte die TTLer den Topscorer der Hausherren, Carr jr., einigermaßen unter Kontrolle halten und gestattete ihm nur 14 Punkte, war dafür aber im Rebound doch unterlegen. Der ein oder andere Foulpfiff zugunsten des TTL wäre sicherlich angebracht gewesen.

Der Bamberger Trainer Rainer Wolfschmitt war nach der Niederlage in Leitershofen stocksauer und ließ seinem Unmut freien Lauf: „Mit meinen 20 Jahren Erfahrung als Coach ist es immer wieder spannend wie Importspieler über 40 Minuten von den Schiedsrichtern geschützt werden, während die jungen deutschen Nachwuchsspieler immer wieder bestraft werden. Da hilft auch die Local-Player-Regelung nicht weiter.“

TTL BA:

Ferguson 15/2, Jefferson 14/2, Dippold 14/4, Schmitt 9/2, Eisenhardt 2, Loch 2, Dorn, Kohn, Kolloch, Biedermann (dnp), Eichelsdörfer T. (dnp).

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