Im ersten Heimspiel der Zwischenrunde bezwang der TSV Tröster Breitengüßbach hapa Ansbach dank eines Dreiers von Henning Nieslon in der Schlusssekunde mit 77:74.
Erneut musste Headcoach Völkl auf Noah & Marlon Stephan, sowie auf Center Jonas Klaus verzichten. Dies nutzte der Tabellenführer aus Ansbach zu Beginn des Spiels gnadenlos aus und erspielte sich nach zwei Dreiern von Schröder, sowie Zählern von Lenke und Schmidt schnell eine 3:10-Führung (4.) Wenig später versenkte der ehemalige Nürnberger Pro A-Kapitän zwei weitere Distanzwürfe im TSV-Korb, sodass die Mittelfranken mit 7:18 in Führung lagen. Unbeeindruckt davon kämpften sich die Gastgeber, angeführt vom bärenstarken Jebens (31 Punkte, 13 Rebounds, 3 Steals, 1 Assist), Punkt für Punkt zurück. Er bekam Unterstützung von Trummeter und Dippold, sodass man tatsächlich in der neunten Minute wieder auf 20:21 dran war. Die Fans pushten ihre Mannschaft nach vorne und so gelang Lorber per Dreier zum Ende des ersten Viertels die erste, viel umjubelte, Güßbacher Führung des Abends, 25:23.
Im zweiten Spielabschnitt prägten beide Defensiv-Reihen das Geschehen. Sowohl Breitengüßbach als auch Ansbach kamen nur zu schweren Abschlüssen, die häufig ihr Ziel verfehlten. Nieslon und Trummeter punkteten für die Hausherren, während Imberi und Nzeocha für die Mittelfranken erfolgreich waren, 29:28 (14. Min). Auch im weiteren Verlauf des Viertels konnte sich keine Mannschaft absetzen. Punkte der einen Mannschaft wurden umgehend von der anderen gekontert. Die Tröster-Truppe fand immer wieder Jebens, Trummeter und Nieslon, die ihre Würfe verwandeln konnten. Dies taten Lenke, Schmidt und Dumnici für Ansbach auch. So stand es zur Halbzeit 42:40.
Zu Beginn des dritten Viertels konnten sich die Gelbschwarzen auf ihre Defensive verlassen. Lediglich sechs Zähler gestatteten sie den Mittelfranken in den ersten sechs Spielminuten. Auf der anderen Seite des Feldes waren Lorber zwei Mal aus der Distanz und Jebens zwei Mal am Brett erfolgreich. Dadurch wuchs der Vorsprung des TSV auf 52:46 (26. Min). Ansbach wehrte sich und versuchte alles, um wieder näher heranzukommen. Dies gelang nur bedingt, denn nach 30 Minuten stand eine 57:52-Führung für Breitengüßbach auf der Anzeigetafel.
Der Schlussabschnitt war ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften zeigten an beiden Enden des Feldes vollen Einsatz und körperbetonten, tollen Basketball. Werbung für den fränkischen Amateur-Basketballsport. Zu Beginn waren für Güßbach Rümer, Nieslon, Jebens und Colin Stephan erfolgreich. Leider wurden diese Zähler direkt von Nzeocha, Eckert und Imberi gekontert. Am Vorsprung hatte sich in der 35. Spielminute beim Stand von 65:60 nichts geändert. Doch dann kam die große Zeit von Ansbach Distanzschützen. Zwei Dreier von Dumnici machten die Begegnung wieder spannend, 67:66. Allerdings hatte Jebens mit sieben Punkten hintereinander etwas dagegen, 74:68 (38.). Entschieden war die Begegnung noch lange nicht, da hapa Ansbach erneut zwei Dreier traf. Erst Eckert und dann Dumnici versenkten die Distanzwürfe zum 74:74. Der letzte Angriff gehörte der Tröster-Truppe. Zwar vergab Trummeter zuerst einen schweren Nahdistanzwurf. Allerdings holte er seinen eigenen Rebound und passt raus zu Nieslon an die Dreierlinie. Dieser hatte einen offenen Wurf und versenkte ihn eiskalt im Ansbacher Korb bei einer Restspielzeit von 0,3 Sekunden. Die Halle explodierte und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Zwar nahm Ansbach nochmals eine Auszeit, aber die letzte Aktion brachte nichts mehr ein. So gewann Breitengüßbach ein unfassbares Basketballspiel mit 77:74 und meldete sich im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs eindrucksvoll zurück. Bereits am Freitag geht es mit dem Rückspiel in Ansbach weiter.
Breitengüßbach: Jebens (31/3 Dreier), Nieslon (13/1), Lorber (12/3), Trummeter (10), Dippold (5/1), Rümer (3/1), Bauer (2), C. Stephan (1), Exson, Sauer



