Eine lange Saison der Aschaffenburg Baskets findet am kommenden Samstag in Nördlingen ihr Ende. Auf und Abs prägten vor allem die Hauptrunde der Regionalliga-Spielzeit. In der letzten Partie könnten die Aschaffenburger immerhin noch an die Tabellenspitze der Playdowns klettern - dafür sind sie aber auch auf Schützenhilfe angewiesen. Zum Saisonstart waren die Hoffnungen noch groß. Diese Saison sollten die Playoffs erreicht werden. Der Saisonstart im September sah vielversprechend aus. Mit umgekrempeltem Kader, bestehend aus Rückkehrern, neuen Gesichtern und dem Kern der vorigen Saison, gewannen die Baskets zur Saisoneröffnung gegen Bamberg. Dabei drückte Trainer Jerome Schaefer nach der Partie etwas auf die Erwartungsbremse und betonte, dass »wir uns offensiv noch finden müssen«. Genau diese Findungsphase dauerte im Rückblick zu lange.
Niederlagenserie
Fünf Niederlagen in Folge ließen das deklarierte Saisonziel in weite Ferne gleiten. Erst zum Ende der Hinrunde gelang den Baskets der Befreiungsschlag. Mit der Ankunft von Profi Isaac Miller-Jose fand sich eine neue Dynamik im Team. In der Rückrunde schimmerte noch einmal kurz Licht durch das Playoff-Fenster. Doch weitere drei Niederlagen besiegelten die zweiten Playdowns in Folge für die Aschaffenburger.
Leidiges Thema durch die ganze Saison hinweg waren stark ausbaufähige Freiwürfe und eine zu geringe Gefahr von außen. Vor den Playdowns versprach Trainer Schaefer bereits, dass er mit stark verbesserten Wurfquoten rechne. »Wir haben jetzt Zeit, um uns gerade auf die Wurfqualität zu konzentrieren, das ist in der Saison immer schwierig.« Mit dem Beginn der Playdowns zeigten die Baskets ein neues Gesicht und setzten sich schnell unter den ersten Dreien fest. An den Abstieg musste man in Goldbach keinen Gedanken verlieren.
Jetzt, einen Spieltag vor Saisonende, stehen drei Teams punktgleich an der Tabellenspitze: Leipzig, Nördlingen und Aschaffenburg. Momentan sprechen zugunsten von Leipzig sowohl die direkten Vergleiche als auch die beste Korbdifferenz. Am Samstag haben die Leipziger mit dem Auswärtsspiel beim MTSV Schwabing eine anstrengende Fahrt vor sich. Mit Schützenhilfe der Münchner, die sich schon gegen die Baskets wurffreudig gezeigt haben, ist Platz eins für die Aschaffenburger möglich. Gewinnt Schwabing, entscheidet sich die »Playdown-Meisterschaft« in Nördlingen. Im Hinspiel vor knapp vier Wochen hatten die Nördlinger wenig Chancen. Wie der Dreikampf um die Spitze der Relegation ausgeht, zeigt sich am Samstag ab 18 Uhr. Alexander Rippberger, Main Echo