Furioser Heimsieg sichert Nördlinger Basketballern den Klassenerhalt

Ein Sieg fehlte den Regionalliga-Herren des TSV Nördlingen noch, um den Verbleib in Deutschlands höchster Amateurliga, bereits drei Spieltage vor Ende der Saison, zu sichern. Und obwohl die Vorzeichen vor dem Duell mit dem Tabellenvierten aus Bamberg gegen den nächsten Heimsieg der Rieser sprachen, zeigen diese eine starke Mannschaftsleistung, erwischen einen glänzenden Start und verwalten die Führung souverän bis zum Ende. Dank des 83:65 Erfolges kann man nun nicht mehr absteigen.

Schwierige Wochen liegen hinter dem Team von Trainer Ajtony Imreh, das zuletzt zweimal verlor, aufgrund von Verletzungen und Krankheitsfällen kaum vernünftiges Mannschaftstraining abhalten konnte und weiterhin auf Guard Leo Schwarzenberger verzichten muss. Doch mit einem einsatzfähigen Topscorer Scottie Stone, dessen Auftritt verletzungsbedingt ebenfalls fraglich war und Aufbauspieler Jakob Scherer, der nach langem Ausfall zumindest auf die Bank zurückkehren konnte, startete man trotz allem entschlossen in das Aufeinandertreffen mit den formstarken Franken. Im Angriff brauchte besonders Stone kaum Eingewöhnungszeit, kreierte in gewohnt sehenswerter Manier seine eigenen Würfe und verwandelte diese hochprozentig. Auch der Rest seines Teams fand früh Gefallen am Offensivspiel und startete einen 10:2 Lauf. Bei den Gästen verhinderte Center Darius Yohe, das seine Truppe noch weiter in Rückstand fiel und sorgte mit seinen Zählern für das 13:22 Viertelergebnis.

Nach der Unterbrechung fanden auch die Franken besser ins Spiel und hielten im Angriff nun dagegen. Spielmacher Christoph Dippold übernahm die offensiven Zügel komplett, zog immer wieder zum Korb und fing dann auch noch an, aus dem Dreierbereich zu treffen. Doch auch seine herausragenden sechzehn Zähler im zweiten Viertel, von insgesamt 30 am Ende, konnten den Rückstand nicht wettmachen. Dafür erspielten sich die Hausherren weiterhin zu gute Würfe und versenkten vor allem aus dem Dreierland nun brutal effizient. Einmal Eichler, gleich zweimal TSV-Eigengewächs Pascal Schröppel, gefolgt von zwei Treffern von Stone sorgten dafür, dass man auch den zweiten Abschnitt mit 25:21 für sich entschied und mit einer komfortablen 47:34 Führung in die Pause ging.

Doch mit Blick auf die wenigen Rotationsmöglichkeiten, die Imreh aufgrund des Acht-Mann-Kaders blieben, war es zu früh für diesen, den Sieg bereits jetzt als sicher zu glauben. Vielmehr blieb spannend ob und wann sich erste Erschöpfungsanzeichen bei seiner Mannschaft zeigten. Im dritten Viertel warteten die Bamberger vergeblich auf diese. Angeführt von einem entschlossenen Stone, der weitere sieben seiner insgesamt 36 Punkte beisteuerte, knüpfte sein TSV nahtlos an die Leistung der ersten Hälfte an. Nach Zählern von Routinier Robin Seeberger übernahm der junge Aufbauspieler Benedikt Schwarzenberger, der immer wieder die Lücke auf dem Weg zum Korb fand und dort, ob mit rechts oder links, gegen einen oder auch mehrere Gegenspieler, erfolgreich abschloss. Die Gäste mussten weiter hart für ihre Punkte arbeiten und kamen in dieser Phase vor allem an der Freiwurflinie zu diesen. Von dort konnte sich auch TSV-Talent Lukas Hahn auf das Scoreboard bringen, bevor das dritte Viertel mit 67:53, also einer guten Ausgangslage der Gastgeber für die bevorstehenden kräftezehrende Schlussminuten, endete.

In diesen galt es, jegliche Comeback-Hoffnungen des Tabellenvierten bereits im Keim zu ersticken. Dieser startete einen Versuch, abermals vor allem über Dippold, gegen den die TSVler defensiv kein wirkliches Mittel fanden und der weitere acht Punkte erzielte. Den Rest seines Teams hatten die Nördlinger dafür nun bestens unter Kontrolle, wodurch man die Gäste bei lediglich 12 Zählern im letzten Viertel halten konnte. Am anderen Ende des Feldes konnte man sich auf die Erfahrenen Stone und Eichler, besonders deren Wurfstärke, verlassen, die mit ihren Punkten endgültig den Sack zumachten und für den 83:65 Endstand sorgten.

Zusammen mit einer stimmungsvollen Hermann-Kessler-Halle, die mit eindrucksvoller Choreografie ihren Beitrag zum Erfolg leistete, durften die TSVler im Anschluss den so wichtigen Erfolg und frühzeitigen Klassenerhalt feiern, wobei allen Beteiligten die große Erleichterung anzusehen war. „Die Anspannung vor dem Spiel heute war bei Team und Trainer groß, weil wir den Sieg unbedingt einfahren wollten und die letzten Wochen nicht einfach waren. Das wir trotz der kleinen Rotation so ein dominantes Spiel hinlegen, spricht sehr für die Mannschaft. Ich bin froh, dass für die letzten beiden Spielen nun der Druck raus ist und wir unseren Jüngsten im Kader hoffentlich noch mehr Einsatzzeit geben können.“, erklärt ein zufriedener Teammanager Moritz Pösl nach dem Spiel. Nach einer weiteren Auswärtsfahrt nach Neustadt am kommenden Wochenende, verabschieden sich seine Schützlinge mit einem letzten Heimspiel am 05.04. gegen Aschaffenburg in die Sommerpause.

Für Nördlingen spielten:

Stone (36 Punkte), Eichler (22), Schröppel (6), Kluger (2), Hahn (2), Schwarzenberger (10), Seeberger (5), Hirsch, Scherer

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