Am Samstagabend empfing München Basket in der Städtischen Sporthalle an der Dachauer Straße die BIG Rockets aus Gotha. Vor heimischer Kulisse gelang den Münchnern mit einem 85:73-Heimsieg ein erfolgreicher Auftakt in die Zwischenrunde.
Die Gäste aus Thüringen reisten mit einer jungen, aggressiv verteidigenden Mannschaft an und stellten die Hausherren früh vor Probleme. Vor allem die intensive Presse der Rockets bereitete München Basket im ersten Viertel Schwierigkeiten. Hinzu kam eine zu nachlässige Arbeit beim defensiven Rebound, die Gotha immer wieder zweite Wurfchancen ermöglichte. Entsprechend unzufrieden zeigte sich Headcoach Philip Gatza nach dem 20:25-Rückstand zum Ende des ersten Spielabschnitts.
Die deutlichen Worte in der Viertelpause zeigten Wirkung. Im zweiten Viertel präsentierten sich die Münchner wie ausgewechselt. In der Defensive agierte man nun deutlich bissiger und arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Vor allem Aufbauspieler Max Radensleben übernahm Verantwortung, brachte Ruhe ins Spiel und gab der Offensive Struktur. Den emotionalen Höhepunkt vor der Pause setzte Rookie Julius Wild, der mit Ablauf der Shotclock einen sehenswerten Floater von der Dreierlinie zur 43:41-Halbzeitführung verwandelte.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Angeführt von den stark aufspielenden Kapitänen Max May und Sebastian Ebertz setzte sich München Basket zwischenzeitlich mit zehn Punkten ab. Zahlreiche Stops in der Defensive mündeten in eine effektive Transition-Offense und einfache Punkte. In dieser Phase feierte zudem der 18-jährige Ferdi Rauch sein Regionalliga-Debüt und sammelte seine ersten Einsatzminuten auf diesem Niveau.
Im Schlussabschnitt machte sich schließlich die tiefere Bank der Gastgeber bemerkbar. Gotha geriet zunehmend in Foulprobleme, während bei den Leistungsträgern der Gäste die Kräfte schwanden. München Basket hingegen konnte rotieren, wichtige Pausen gewähren und behielt die Kontrolle über das Spielgeschehen. Am Ende stand ein verdienter 85:73-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
Headcoach Philip Gatza nach dem Spiel:
„Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Ich bin sehr froh, dass sich die Jungs am Ende für ihren großen Aufwand belohnt haben. Wir haben defensiv zu Beginn keinen richtigen Zugriff gefunden und zu viele zweite Wurfchancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Rebound-Duell klar gewonnen – das war der Schlüssel zum Sieg.“



