Veitshöchheim galt für die Baskets lange als Angstgegner. In der vergangenen Saison gelang dem Team rund um Kapitän Jakob Jeßberger der erste Erfolg gegen das Team aus dem Kreis Würzburg. Dieses Jahr schien die TG jedoch wie ausgewechselt. Entscheidend im Vergleich zur Vorsaison dürfte der Verlust des Guard und ehemaligen Bundesligaspielers Felix Hoffmann gewesen sein. Dieses Jahr rangieren die Veitshöchheimer im Tabellenmittelfeld.
Ein Sieg gegen die Gastgeber könnte dafür sorgen, dass Aschaffenburg den letzten Tabellenplatz verlässt – für die Playdowns selbst hätte ein Erfolg lediglich kosmetische Effekte. Denn in die vorerst anstehende Zwischenrunde werden nur die Ergebnisse der beiden Spiele gegen Gotha übertragen. Vielmehr sollte das Spiel als die letzte Möglichkeit gesehen werden, Anpassungen vorzunehmen.
In den letzten Wochen hat sich vor allem eine Schwäche herauskristallisiert: In den vergangenen vier Begegnungen fielen die Baskets spät im Spiel in kurze Phasen, in denen nichts zusammenlief. Gegen Gotha gab es einen vier Minuten andauernden 16:0-Lauf des Gegners. In der Woche davor blieb man im letzten Viertel gegen Breitengüßbach knapp vier Minuten ohne eigenen Korb. Dadurch gingen eigentlich ausgeglichene Partien am Ende zu deutlich verloren. Solche Phasen konzentriert zu überstehen, könnte der Schlüssel für erfolgreiche Play-downs sein.
Nach dem Sieg in der Hinrunde gegen Breitengüßbach schimmerte die Hoffnung auf den Umschwung. Baskets-Trainer Jerome Schaefer dämpfte diese etwas und wollte abwarten, ob die ansteigende Form gegen Gotha und Veitshöchheim bestätigt würde. Gegen Gotha gelang das noch. Doch dann folgte die in der Rückschau folgenreiche Niederlage gegen die TG. Vor heimischem Publikum gab man kurz vor Schluss eine Fünf-Punkte-Führung aus der Hand, rettete sich dann noch in die Overtime. Doch am Ende ging das Spiel verloren. Die Partie wirkte wie eine Zäsur. Umso mehr wäre nun – kurz vor den Playdowns – ein Sieg in Veitshöchheim Balsam für die Aschaffenburger Basketball-Seele.
Main Echo, Alexander Rippberger



