Jahn München schlägt Neustadt an der Aisch 90:67 (23:16; 51:34; 66:46)
Im letzten Spiel der Hauptrunde in der Regionalliga Südost konnte Jahn München einen Heimsieg erringen und feierte den elften Sieg im 14. Spiel. Bereits vor der Partie standen die Gastgeber als Zweitplatzierte fest und auch für Neustadt war als Tabellenletzter der Weg in die Playdowns klar.
Als klarer Favorit in diesem also sportlich irrelevanten Aufeinandertreffen startete Jahn fulminant und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung. Vor allem unter dem Brett konnten die Jahnler gut punkten, aus der Distanz fielen einige freie Dreier noch nicht.
Im zweiten Viertel bäumten sich die Gäste noch einmal auf und schenkten kurzzeitig den Jungs von der Zwuck nicht nur reinen Wein, sondern auch ein paar Dreier ein. In der Folge legte Jahn dann aber defensiv los wie die Feuerwehr und generierte aus vielen Steals (insgesamt 20 an diesem Abend) viele Fastbreaks mit beeindruckenden Abschlüssen. Entsprechend schnell setzten sich die Gastgeber dann ab und nahmen den Ausgang der Partie vorweg.
Im dritten Viertel gab es noch einmal einen offenen Schlagabtausch, Jahn stellte auf Ganzfeldpresse um und traf nun zunehmend von außen, Neustadt glänzte mit wechselnder Defense und einigen schönen Einzelaktionen.
Das letzte Viertel zog sich dann wie schon im Hinspiel etwas hin, die Jungs aus der Landeshauptstadt führten zwischenzeitlich mit 30 Punkten, ließen gegen Ende aber noch etwas Ergebniskosmetik zu. Die sympathischen Neustädter gaben nie auf und setzten einige Akzente, die Hoffnung für die Playdowns machen dürften.
Insgesamt sahen die gut 400 Fans, darunter rund 50 mitgereiste Mittelfranken, eine abwechslungsreiche Partie, in der die Jahnler nichts anbrennen ließen.
Die Münchner beschließen damit die erste Phase der Saison mit einem zweiten Tabellenrang. Mit der besten Platzierung in der Vereinsgeschichte geht es nun in die Zwischenrunde. Hier trifft die Truppe um die Kapitäne Mateo Jukic und Daniel Urbano auf Culture City Weimar, das „Farm Team“ von Bundesligist Science City Jena, und auf TSV Breitengüßbach, das „Farm Team“ von Bundesligist Brose Bamberg. Gegen die starken Gegner und eingespielten Akademiemannschaften dürfte es ein paar spannende und intensive Begegnungen geben. Am Ende der Zwischenrunde beginnen dann die Playoffs im Modus „Best of Three“, wobei die Jahnler in der ersten Runde in jedem Fall Heimvorteil haben.
Stimmen zum Spiel:
Hagen Schmidt (Trainer Jahn München): „Wir haben heute ein paar Neuerungen ausprobiert und erneut wieder viel rotieren können. Wichtiger als individuelle Statistiken sind für mich heute die 20 Steals und 23 Assists. Das spiegelt deutlich den Charakter unseres Teams wider. Die Mannschaft hat heute sicherlich nicht alles aus sich herausgeholt, wir wissen aber um unsere Stärken und freuen uns auf die kommenden Partien. Ab jetzt gibt es keine leichten Gegner mehr.“
Alex Kellerer (Spieler Jahn München): „Wir haben eine ereignisreiche Hauptrunde hinter uns. Der heutige Sieg unterstreicht noch einmal unsere klare Steigerung im Vergleich zur letzten Saison. Wir mussten heuer auch lernen, damit umzugehen gejagt zu werden. Für uns in unserer dritten Saison in Deutschlands vierthöchster Liga auch eine neue Erfahrung. Insgesamt haben wir unsere Sache gut gemacht und wollen jetzt in den Playoffs zeigen, was in uns steckt. Defensiv werden wir nochmals eine Schippe drauf packen und wollen ein unangenehmer Gegner sein. Wir haben ein kleines bisschen Jahn-Geschichte geschrieben und sind noch lange nicht fertig.“



