Tabellenführer noch eine Nummer zu groß

Tabellenführer noch eine Nummer zu groß

Phasenweise auf Augenhöhe, letztendlich aber am Selbstverständnis des ungeschlagenen Tabellenführers gescheitert: So könnte man die Partie zusammenfassen, in der die Regionalliga 2-Basketballer des SB DJK Rosenheim am vergangenen Samstag gegen den Tabellenersten Illertal in der Gaborhalle mit 64:84 den Kürzeren zogen.

Zu Beginn merkte man beiden Mannschaften an, dass sie frisch aus der Winterpause kamen. Das Spiel war auf beiden Seiten vor allem durch eine intensive Verteidigung geprägt, in der Offensive lief bei den Hausherren noch nicht viel zusammen, und auch die Gäste präsentierten sich von außen nicht so treffsicher wie gewohnt. Ein korbarmes 25:30 zur Pause war das Resultat, was den Spartans aber auch zeigte, dass der Ligaprimus an diesem Abend durchaus nicht unantastbar war. Dementsprechend gingen sie nach der Pause weiterhin mutig ans Werk – das dritte Viertel konnten die Innstädter mit 28:27 gewinnen -  allerdings fehlte in den entscheidenden Phasen die nötige Konsequenz für einen Sahnetag, den es eben benötigt, um eine bislang ungeschlagene Mannschaft zu Fall zu bringen: Einige leichte Ballverluste, insgesamt zu viele zweite Chancen aufgrund von Unaufmerksamkeiten in der Reboundarbeit gegen die physisch enorm präsenten Gäste – dafür wurden die Raab-Schützlinge meist postwendend bestraft. In einer kurzen Phase wackelten die Illertaler zwar und ließen die Rosenheimer anfangs des letzten Viertels nochmals herankommen. Dann fingen sie sich aber schnell und agierten mit dem Selbstverständnis eines Spitzenteams: Die Aktionen wurden auch in der engen Phase unaufgeregt zu Ende gespielt und die sich daraus ergebenden Wurfchancen eiskalt genutzt, wobei sich die Gäste dabei auf eine beeindruckende Ausgeglichenheit verlassen konnten: Mit Antic, Schorr, Kaiser und Bretz punkteten vier Akteure zweistellig, vor allem Letzterer setzte in entscheidenden Phasen immer wieder empfindliche Nadelstiche. Den Spartans fehlte dagegen weiterhin das Wurfglück und so sorgten die Illertaler mit einem starken Endspurt (27:11 im letzten Viertel) noch für einen aus ihrer Sicht standesgemäßen Auswärtserfolg.

Für die Rosenheimer spielten Biberovic (2), Hogges (21), Balduzzi (6), Weigel (2), Geißinger (13), Koppenhöfer (2), Wießnet (18), Sohn, Petrovic, Walther und Kolovos.

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