Ohne Moosrainer, Heinrich, Anderson, Kiselovs, Nuss, Zapata und Göbel machten sich die Young Kangaroos mit sieben (7) übrigen Spielern auf den Weg ins Illertal. Dass Fischer, Wellhäuser und Altmann nach Verletzungen bzw. Krankheit zum ersten Mal wieder spielen durften, machte die Sache nicht leichter. Mit sage und schreibe vier (4) Spielern bei 100 % wollte man das Unmögliche schaffen: den Tabellenführer nicht nur ärgern, sondern auch schlagen. Während der Trainingswoche war klar, dass die Arbeit der letzten Monate, eine Siegermentalität zu entwickeln, erfolgreich war. Alle waren sich einig – wir spielen, um zu gewinnen.
Und so begann man auch. Es regnete Dreier, Blocks und Steals auf Seiten der Kangaroos – 2:17, 7:22 und letztendlich 13:24 nach den ersten 10 Minuten hieß es in der gut gefüllten Vöhlinhalle. Ähnlich ging es weiter, obwohl der an dem Abend überragende Beasley und Fend noch keine Pause bekamen – und so sollte es bis zum Ende auch bleiben. Die beiden blieben für 40 Minuten auf dem Feld und lieferten wahrscheinlich die beste Partie in dieser Saison ab. Erst in der 19. Minute fiel der erste Ausgleich.
Auch im dritten Viertel konnten sich die Gastgeber nicht entscheidend absetzen. Zu groß war der Wille bei den Young Kangaroos, und zu gut hatte man bis dato alle Aufgaben sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung gelöst. Erst in der 34. Minute, beim Stand von 68:64, konnten sich die Gastgeber, angeführt von starken Bretz und Scheytt, entscheidend auf 77:64 absetzen. Centerhüne Scheytt machte in dieser Phase einige krachende Dunkings und Bretz war zu schnell für die müden Beine von Fischer und Co.
Fischer, der nach einer fast einmonatigen Pause 37 Minuten spielen musste, gab aber nicht auf – zusammen mit dem Aggressiv-Leader Kuhnhen versuchte man noch alles, um den Vorsprung zu verkürzen. Das sollte nicht gelingen, weil im Angriff in dieser Phase nicht immer alles glatt lief. In-and-out-Dreier, etwas angespannte Refs, verlegte Lay-ups, schlechte Entscheidungen im Angriff – Müdigkeit ließ man bei den Young Kangaroos nicht als Ausrede gelten.
„Anfang viertes Viertel haben wir einfach nicht gut genug gespielt“, erklärt Coach Badnjevic die Situation. „Jedoch bin ich auf jeden einzelnen stolz, weil die Mentalität einfach stimmte und sich die Arbeit der letzten Monate gelohnt hat“, gibt Badnjevic weiter an. „Den Rückstand konnten wir nicht aufholen, aber dieser wuchs zumindest nicht mehr an und wir gaben bis zum Schluss alles“, so abschließend der Kapitän Fend.
**TOP Performer Illertal:** Scheytt 23, Bretz 22, Kaiser 10
**TOP Performer BGLS II:** Beasley 31, Miscevic 11, Kuhnhen 10



