Nur knapp haben die Longhorns Herzogenaurach eine Überraschung gegen den favorisierten TV 1847 Augsburg verpasst. Vor rund 150 Zuschauern im Gymnasium Herzogenaurach unterlagen die Hausherren am Samstagabend (24.01.2026, 19:30 Uhr) nach großem Kampf mit 70:74. Augsburg, als Tabellendritter angereist, bestätigte damit seine Favoritenrolle, während die Longhorns als Tabellenachter nun die siebte Niederlage in Folge hinnehmen mussten.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart. Mit viel Energie und aggressiver Verteidigung legten die Longhorns einen 8:0-Lauf in den ersten zwei Minuten hin, was Augsburg früh zur Auszeit zwang. Zwar fanden die Gäste danach besser ins Spiel, doch Herzogenaurach blieb konzentriert und führte nach fünf Minuten mit 15:8. Erst ein 0:8-Lauf der Augsburger brachte diese kurzzeitig in Führung (15:16), doch die Longhorns konterten stark und sicherten sich das erste Viertel mit 23:20.
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel ausgeglichen. Die Longhorns behaupteten ihre Führung über das gesamte Viertel hinweg und bauten diese zwischenzeitlich auf sieben Punkte aus. Mit einer knappen, aber verdienten 42:39-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kam Herzogenaurach erneut stark aus der Kabine. Innerhalb von drei Minuten erhöhten die Longhorns auf 48:39. Doch Augsburg ließ sich nicht abschütteln, hielt das Spiel offen und verkürzte kontinuierlich. Vor dem Schlussviertel stand es 61:57 für die Gastgeber – die Hoffnung auf den ersten Sieg gegen Augsburg seit sechs Spielen lebte weiter.
Im letzten Viertel entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Nach drei Minuten glich Augsburg erstmals wieder aus (64:64). Die Longhorns stemmten sich gegen die drohende Wende und hielten den Vorsprung bis 3:49 Minuten vor Schluss (68:65). Dann jedoch kippte die Partie: Topscorer Matthias Schlindwein musste nach seinem fünften Foul vorzeitig vom Feld, wenig später folgte Markus Schorner ebenfalls foulbedingt. Augsburg nutzte diese Phase konsequent, legte einen entscheidenden 2:9-Lauf hin und entschied die Partie mit 75:70 für sich.
Besonders bitter aus Sicht der Longhorns: Trotz einer starken Freiwurfquote (9 von 10) und großem Einsatz – sichtbar auch in der hohen Foulbelastung (29 Fouls gegenüber 14 bei Augsburg) – reichte es am Ende nicht zum Erfolg. Augsburg zeigte sich an der Linie nervös (19 von 33), profitierte jedoch von der dünner werdenden Rotation der Gastgeber.
Nach der siebten Niederlage in Serie stecken die Longhorns nun tief im Abstiegskampf. Umso wichtiger wird das kommende Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten TSV Vaterstetten, in dem Herzogenaurach dringend einen Sieg benötigt.
Für die Longhorns spielten:
Schlindwein 21 (3 Dreier), Kaiser 18 (1), Geus T. 9 (1), Starchikov 6 (2), Welke 6, Klaußner H. 6, Klaußner P. 4, Heßeln, Naumann, Schorner
(JM)



