Viertelergebnisse: 18:27, 25:19, 28:17, 22:21
Vor rund 150 Zuschauern in der Sporthalle des Gymnasiums Herzogenaurach sorgten die Longhorns Herzogenaurach am Samstag, den 07.02.2026, für eine echte Überraschung. Gegen den hochfavorisierten MTV 1879 München feierten die Gastgeber einen emotionalen und verdienten 93:84‑Erfolg (18:27, 25:19, 28:17, 22:21) – und beendeten damit zugleich ihre Negativserie von acht Niederlagen in Folge.
Die Gäste aus München reisten mit breiter Brust an. In den letzten beiden Saisonspielen hatten sie sowohl den Tabellenführer als auch den Tabellenzweiten besiegt und galten klar als Favorit. Doch die Longhorns zeigten von Beginn an Moral, Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit – Tugenden, die am Ende den Unterschied ausmachten.
Schwacher Start – starker Wille
Das erste Viertel verlief zunächst ausgeglichen (8:9 nach fünf Minuten), ehe München das Kommando übernahm und sich Schritt für Schritt absetzte. Zwei Minuten vor Viertelende betrug der Rückstand bereits zehn Punkte (13:23), das Viertel ging schließlich mit 18:27 verloren.
Auch im zweiten Abschnitt erwischten die Gäste den besseren Start (18:29). Doch dann zeigte sich der Charakter der Longhorns: Nikita Starchikov läutete mit seinem ersten Dreier die Aufholjagd ein und legte kurz darauf nach. Trotz eines Münchner Dreiers antworteten die Gastgeber erneut – Starchikov und Liam Welke trafen jeweils von außen und brachten die Halle zum Kochen. Zwar konnte sich München zwischenzeitlich nochmals auf 34:42 absetzen, doch die Longhorns blieben dran und gingen mit einem knappen 43:46‑Rückstand in die Halbzeitpause.
Das Spiel kippt
Nach der Pause entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Im dritten Viertel wurde um jeden Ball gekämpft. In der fünften Minute sorgten Mike Kaiser (2 Freiwürfe) und Matze Schlindwein für die erste Führung der Longhorns (58:57). Das Spiel blieb bis zur achten Minute völlig offen (60:62).
Dann gehörten die Schlussminuten des Viertels klar den Gastgebern: Ben Heßeln traf einen wichtigen Dreier zur erneuten Führung (63:62), Starchikov legte zwei weitere Dreier nach – plötzlich stand es 69:62. Nach einer Auszeit der Münchner erhöhte Heßeln auf 71:62, die bis dahin höchste Führung der Longhorns. Mit 71:63 ging es ins Schlussviertel.
Krimi mit perfektem Ende
Im letzten Abschnitt hielten die Longhorns ihre Führung zunächst konstant (78:67). Doch München kam zurück und verkürzte innerhalb von 20 Sekunden auf 78:72, was Coach Markus Schönmüller zu einer Auszeit zwang. Es entwickelte sich ein echter Krimi. Zwei Minuten vor Schluss waren die Gäste wieder bis auf einen Punkt dran (85:84).
Doch diesmal blieben die Longhorns nervenstark – anders als in vielen Spielen zuvor. Ein 8:0‑Lauf in den letzten beiden Minuten entschied die Partie. Den emotionalen Schlusspunkt setzte Tim Geus mit einem krachenden Dunk in der letzten Sekunde zum 93:84‑Endstand, der die Halle endgültig zum Beben brachte.
Starke Teamleistung
Neben der kämpferischen Einstellung überzeugten die Longhorns auch statistisch: 10 getroffene Dreier, eine starke Freiwurfquote (17 von 22) und eine geschlossene Mannschaftsleistung waren die Grundlage für den Erfolg. München traf ebenfalls stark von außen (9 Dreier), konnte den Willen der Gastgeber am Ende aber nicht brechen.
Der Sieg ist hochverdient und ein wichtiges Signal im Abstiegskampf. Einsatz, Kampf und Wille wurden belohnt. Nun heißt es regenerieren und Kräfte sammeln, bevor es am 22.02.2026 auswärts zur BG Leitershofen/Stadtbergen geht – mit neuem Selbstvertrauen und Rückenwind aus diesem emotionalen Heimerfolg.
Es spielten für die Longhorns:
Kaiser 21 (1 Dreier), Schlindwein 17, Starchikov 14 (4), Heßeln 11 (3), Welke 11 (1), Durner 10, Geus T. 4, Klaußner H. 3 (1), Geus L., Klaußner P., Naumann
(JM)



