Die Vorzeichen vor dem Spiel des Tabellenführers gegen die Gäste aus der Frankenmetropole waren eindeutig - Tabellenführer gegen Tabellenletzten. Doch diese Spiele sind bekanntlich die schwersten und die Gothaer waren nach dem starken Hinspiel der Nürnberg (knapper 67:75 Sieg der Rockets) gewarnt.
So begannen die Hausherren vor stimmungsvoller Kulisse in der Herzog Ernst Sporthalle hochkonzentriert. Mit einem 17:0 Lauf startete man ins Spiel und ließ gleich zu Beginn keine Hoffnung auf ein neuerliches knappes Spiel aufkommen. Erst in der 5. Minute gelangen den Nürnergern die ersten Punkte und so schloß man den ersten Durchgang mit einem deutlichen 33:12 ab.
Auch im zweiten Viertel blieb besonders die Abwehrarbeit der Hausherren konstant gut und die Gäste haderten zusätzlich mit ihrem Wurfglück. In der Offensive kam jedoch nun deutlich weniger Schwung ins Spiel, denn schon da schafften es die Postler geschickt die Schnellangriffe der Rockets zu unterbinden. (51:23)
In der zweite Halbzeit begann man wiederum defensiv stark, doch Gäste-Coach Ricardo Cabezas schien die richtigen motivierenden Worte für seine Männer gefunden zu haben. Trotz hohem Rückstand kämpften die Gäste weiter und wurden belohnt. Nun war es trotz des konstanten Abstandes ein Spiel auf Augenhöhe, welches dem Zuschauer die ein oder andere spektakuläre Aktion bot. (73:42)
Im letzten Viertel konnten sich alle Spieler der Rockets in die Punkteliste eintragen und damit die Ausgeglichenheit des Kaders von Coach Kemal Velishaev unterstreichen. Nürnberg kämpfte tapfer weiter und konnte das letzte Viertel sogar knapp für sich entscheiden, ohne jedoch am eindeutige Endergebnis von 91:63 etwas zu ändern.