Vilsbiburg zu stark für den TSV

Vilsbiburg zu stark für den TSV

Mit viel Vorfreude erwarteten die Nördlinger Basketballfans das nächste Heimspiel der jungen Saison, nun in der Hermann-Kessler-Halle. Zu Gast waren die Baskets aus Vilsbiburg, die in ihren ersten drei Spielen, zweimal gewinnen konnten, und damit in der Tabelle knapp über den Nördlingern standen. Nach einer ausgeglichen ersten Hälfte, geriet der TSV nach der Pause mehr und mehr in Rückstand und musste im Schlussviertel endgültig abreißen lassen. Auch ein starker Scottie Stone konnte dabei die dritte Niederlage nicht verhindern. Noch vor Spielbeginn hatte Rieser Basketballfamilie einen großen Verlust zu bedauern. Die gesamte Halle erhob sich in zu einer Schweigeminute, in Ehren von Vereinslegende und Meistertrainer der Damen, Otto Riedelsheimer.

Die Punktejagd des Gastgebers eröffnete Guard Scottie Stone, bevor Aufbauspieler Bene Schwarzenberger sich gleich zwei Offensivrebounds schnappte und sich dafür auch mit eigenen Punkten belohnte. Schnell führte man 6:0 und zwang Trainer Jodi Kreutzer zu einer ersten Auszeit. Diese zeigte Wirkung, seinem Guard Mario Petric gelang es dann mit seiner ersten erfolgreichen Aktion auch die Gäste ins Spiel zu bringen. Beide Teams hatten im Anschluss Schwierigkeiten, sich gute Würfe herauszuarbeiten, auch der guten Defensivarbeiten beider geschuldet. Youngster Julius Kluger, der nach seiner Verletzung erstmals wieder im Kader stand, brauchte nicht lange, um zum Ausdruck zu bringen, was seinem Team ohne ihm fehlte, denn er erzielte schnell zwei Punkte und arbeitete auch in der Verteidigung unermüdlich. In der Folge bekam Nachwuchsspieler Jakob Scherer das Vertrauen von Trainer Imreh und seine ersten Spielminuten in der Saison. Defensiv fiel vor allem Center Robin Seeberger auf, dem bereits im ersten Viertel drei Blocks gelangen und der so die Partie ausgeglichen hielt. Gegen Ende des Viertels schaffte es Stone sowohl innerhalb als auch außerhalb der Dreierlinie zu punkten, wodurch der TSV mit einer knappen 21-20 Führung in die erste Viertelpause ging.

Auch im zweiten Viertel suchten beide Mannschaften nach Rhythmus. Beim TSV war es in dieser Phase häufig das Center-Duo Seeberger und Eichler, das in der Zone nur schwer oder wenn, nur mit Foul zu stoppen war und hauptverantworltich Zähler für den TSV beisteuerte. Seeberger blieb dabei sicher von der Freiwurflinie und konnte erneut seine körperliche Dominanz ausspielen. Doch auch die Baskets ließen nicht locker, ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und erspielten sich so offene Würfe. Gleichzeitig verteidigten sie intensiv und erzeugten einige Ballverluste beim Gastgeber. Diese konnten die Gäste immer wieder nutzen, um einfache Punkte zu generieren. Den Schlusspunkt vor der Halbzeit setzte dann aber Schwarzenberger mit einem wichtigen Dreier, mit dem er auf einen 41:46 Rückstand verkürzte. Obwohl man noch nicht seine beste Leistung zeigte, lag die Imreh-Truppe zu Pause also nur knapp hinten, was die zahlreichen Zuschauer optimistisch stimme, dass ihre Mannschaft das Ruder in den kommenden 20 Minuten noch einmal rumreißen könne.

TSV-Leistungsträger Daniele Minguillon, der leicht angeschlagen war, weswegen er in der ersten Halbzeit nicht gespielt hatte, stand nun aber auf dem Feld und sollte beim Turnaround helfen. Allerdings fand sein Team auch in der Folge nicht zu gewohnter Treffsicherheit. Auf der Gegenseite bestraften die erfahrenen Niederbayern jede Nördlinger Nachlässigkeit eiskalt und setzen sich leicht ab. Minguillon erzielte die ersten Punkte seines Teams in der zweiten Halbzeit, bevor dann Youngster Felix Stoll seine Vielseitigkeit ausnutzte, um sich mit einem Block und Punkten von der Freiwurflinie auszuzeichnen. Er sorgte auch gegen Ende des Viertels nochmal für Aufschwung, als er durch einen Steal ein unsportliches Foul der Gäste provozierte, was zu weiteren TSV-Punkten führte. Stone gelang es abermals zweimal aus dem Spiel heraus erfolgreich abzuschließen, nach dem er perfekt von Kapitän Eichler in Szene gesetzt wurde. Dennoch waren es am Ende, eines von Verteidigung und Intensität geprägten Viertels, nur elf Punkte auf dem Konto der Nördlinger. Die gute Nachricht: die Defensive des Gastgebers machte weiterhin eine gute Arbeit, ließ ebenfalls nur 17 Punkte zu und hatte so mit einem elf Punkte Rückstand, eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe vor sich.

Doch im Schlussviertel legten die starken Gäste nochmals nach und sorgten mit zwei schnellen Ballgewinnen für einen 15 Punkte Vorsprung. Ein weiterer Ballverlust zwang Imreh erneut zu einer Auszeit. Guard Minguillon verkürzte sicher an der Freiwurflinie, allerdings folgten anschließend zwei weitere Schnellangriffe der Gäste, die mit schnellen und einfachen Punkten bestraft wurden. Auch eine erneute Time-Out half nichts, die Vilsbiburger setzten sich nach und nach weiter ab. Selbst zwei erfolgreiche Dreier von Stone brachten nichts mehr, da die Gäste mit starker Wurfquote im letzten Viertel immer eine passende Antwort parat hatten. Dem TSV fehlte die Kraft, um gegen einen guten, abgezockten Gegner noch einmal eine Aufholjagd zu starten, und musste sich daher am Ende deutlich geschlagen geben. Scherer konnte nach einem Foul noch seine ersten beiden Punkte an der Freiwurflinie sammeln, bevor das Spiel zu Ende ging und die Anzeigetafel 67:92 zeigte.

Der TSV konnte gegen körperlich starke und breit aufgestellte Vilsbiburger seine gewohnten Stärken nicht auf das Parkett bringen. Mit 45% Prozent Trefferquote aus dem Feld, dazu 18% von der Dreierlinie, war man weit von der eigentlichen Treffsicherheit entfernt und erwischte einen schlechten Tag. Einzig Topscorer Scottie Stone legte mit starken 29 Punkten gewohnte Zahlen auf, doch letztlich muss sein Team anerkennen, dass die Baskets an diesem Tag schlicht besser spielten. Das junge Nördlinger Team muss sich nun schnell regenerieren, im Training an den Schwächen arbeiten, darf aber auch die phasenweisen starken Leistungen aus den vergangenen Partien nicht vergessen, um mit Selbstvertrauen in die nächste Aufgabe zu gehen. Auch diese wird allerdings nicht leicht, denn am Sonntag wartet bereits der nächste Kracher auf die Rieser Korbjäger. Erneut ein Heimspiel, diesmal gegen den ambitionierten Aufsteiger Jahn München, der mit zwei Siegen, darunter ein deutlicher gegen Topteam Haching, bereits auf sich aufmerksam machen konnte.

Tip-Off ist um 16:00 in der Hermann-Kessler-Halle.

Für Nördlingen spielten:

Scherer (2), Kluger (2), Minguillon (6), Seeberger (8), Stoll (3), Eichler (8), Stone (29), Schwarzenberger, B. (9), Schwarzenberger, L.

Information

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