Max Kihm geht – und er geht als Meister.
Max Kihm, Trainer der BG Illertal, wird den Verein nach der Spielzeit verlassen – als Meister der 2. Regionalliga Süd, drei Spieltage vor Schluss. Ein Abgang, der nicht laut wirkt, sondern bewusst gewählt ist.
„Dass wir so früh Meister geworden sind, ist etwas Besonderes“, sagt Kihm. Doch es ist nicht der Titel allein, der für ihn im Vordergrund steht. „Die Entwicklung des Teams – angefangen mit einem Workshop, in dem wir Ziele und Regeln definiert haben – war entscheidend. Am Ende hat man gespürt, dass sich die Mannschaft mehr über Siege gefreut hat als zu Beginn.“
Dass dieser Weg nicht immer geradlinig verlief, gehört dazu. Neue Ansätze, unterschiedliche Vorstellungen, Anpassungen – all das wurde Teil eines Prozesses, der am Ende funktionierte.
„Ich habe gelernt, mich auf das einzulassen, was das Team braucht“, sagt Kihm. „Und die Dinge in den Vordergrund zu stellen, die uns gemeinsam erfolgreich machen.“
Vielleicht war genau das der entscheidende Schritt: nicht an einem festen Plan festzuhalten, sondern gemeinsam einen Weg zu entwickeln.
Früh wurde intern eine klare Richtung formuliert. „Mission Aufstieg“ – so hieß es in der Teamgruppe. Ein Ziel, das Orientierung gab. Und auch wenn es Momente gab, in denen nicht alles perfekt lief, wuchs daraus mit der Zeit ein gemeinsames Verständnis.
Spätestens mit den Siegen gegen direkte Konkurrenten Treuchtlingen und Chiemgau wurde deutlich, dass diese Mannschaft mehr hatte als nur Qualität: Sie hatte den Willen, gemeinsam erfolgreich zu sein.
Dass Kihm nun geht, wirkt deshalb nicht wie ein Bruch, sondern wie ein runder Abschluss.
„Ich habe mich voll auf diese Mission konzentriert – und wir haben sie erreicht“, sagt er.
Was bleibt, ist mehr als nur ein Titel, sondern eine Zeit, die auch ihn geprägt hat. Es ist die Entwicklung eines Teams – und die Erfahrung, gemeinsam etwas aufgebaut zu haben.
Auch für Kihm persönlich beginnt nun ein neues Kapitel. Der Blick richtet sich nach vorne, über den Basketball hinaus. „Ich wollte immer begeisternde Momente schaffen – für Spieler, für Zuschauer“, sagt er. „Diese Energie möchte ich jetzt in einem anderen Umfeld weitergeben.“
Mit seinem Podcast „Feel it Max – Inspiring Moments, unplanned“ und seiner Arbeit rund um Identität und Erlebnisse will er genau daran anknüpfen – Menschen erreichen, Verbindungen schaffen, Wirkung erzeugen.
Und doch bleibt eine Tür offen. „Vielleicht führt mich der Weg auch wieder zurück zum Basketball“, sagt Kihm. „Dann aber in einem anderen Kontext.“
Sein Wunsch für die BG Illertal ist klar formuliert: Erfolg, Entwicklung – und vor allem Freude an dem, was man gemeinsam tut.
Oder, wie er seine Zeit selbst beschreibt: „Eine gemeinsame Reise, die herausfordernd war, viele Dynamiken hatte, schöne Momente – und am Ende vor allem erfolgreich.“
Ein Satz, der bleibt. Und der zeigt, dass dieser Abschied kein Ende ist – sondern der nächste Schritt.
Die Abteilungsleitung und die gesamte Mannschaft möchten sich bei Max dafür bedanken, die BGI ein Stück auf ihrer Reise begleitet und nachhaltig geprägt zu haben. Er hat sich mit seiner mitreißenden Art und dem Meisterschafts-Erfolg einen großen Platz in der Historie der BG Illertal gesichert.



