Viertelergebnisse: 15:18, 23:18, 9:19, 24:18
Bitterer kann eine Niederlage kaum sein: Die Longhorns Herzogenaurach haben ihr Auswärtsspiel in der 2. Regionalliga Süd beim direkten Abstiegskonkurrenten TSV Vaterstetten am Samstagabend (31.01.2026, 19 Uhr) dramatisch mit 70:71 verloren. Ein Dreier in letzter Sekunde entschied die Partie zugunsten der Hausherren und verlängerte die Negativserie der Longhorns auf nun acht Niederlagen in Folge.
Die Bedeutung der Partie war von Beginn an spürbar. Beide Teams starteten nervös, die ersten Punkte fielen erst nach zwei Minuten. Dann jedoch übernahmen die Gäste aus Herzogenaurach das Kommando: Nach vier Minuten führten die Longhorns mit 10:2 und kontrollierten zunächst das Spielgeschehen. Vaterstetten kämpfte sich jedoch Schritt für Schritt zurück, sodass die Longhorns mit einer knappen 18:15-Führung in die erste Viertelpause gingen.
Auch im zweiten Viertel blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen (20:24). Anschließend setzte der TSV Vaterstetten ein deutliches Zeichen: Mit einem 13:1-Lauf rissen die Hausherren das Spiel an sich und führten 3:30 Minuten vor der Pause mit 33:25. Doch die Longhorns zeigten Moral, kämpften sich zurück und verkürzten den Rückstand bis zur Halbzeit auf 38:33.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Longhorns deutlich verbessert. Vor allem in der Defensive ließen sie kaum etwas zu und gestatteten Vaterstetten im dritten Viertel lediglich neun Punkte. In der siebten Minute holte sich Herzogenaurach die Führung zurück und ging mit einem knappen 52:47-Vorsprung in das Schlussviertel.
Das letzte Viertel entwickelte sich zu einem echten Abstiegskrimi. Die Longhorns behaupteten ihre Führung meist zwischen zwei und sechs Punkten und lagen zwei Minuten vor Schluss noch mit 68:62 vorne. Doch dann brach der Offensivrhythmus völlig ab: In den letzten zwei Minuten gelang den Gästen kein einziger Feldkorb mehr, die einzigen Punkte kamen von der Freiwurflinie. 30 Sekunden vor dem Ende führten die Longhorns nur noch mit 70:68.
Vaterstetten nahm eine Auszeit und hatte anschließen Ballbesitz. Was folgte, war der Schockmoment für Herzogenaurach: Der Topscorer der Hausherren nahm sich in letzter Sekunde ein Herz und traf den entscheidenden Dreier zum 71:70-Endstand – ein Stich ins Herz der Longhorns und pure Ekstase bei den Gastgebern.
Fazit: Die Niederlagenserie der Longhorns reißt nicht ab. Acht Spiele in Folge gingen nun verloren, die Lage im Abstiegskampf spitzt sich weiter zu. Moral, Einsatz und Defensive stimmten über weite Strecken, doch die schwache Schlussphase kostete erneut wichtige Punkte.
Bereits am kommenden Samstag, den 07.02.2026, bietet sich die nächste Chance zur Wende: In heimischer Halle empfangen die Longhorns den MTV 1879 München. Das Hinspiel konnten die Herzogenauracher knapp mit 77:73 für sich entscheiden – ein Hoffnungsschimmer in einer schwierigen Phase.
Für die Longhorns spielten:
Schlindwein 20 (1 Dreier), Geus T. 16, Kaiser 11 (1), Durner 10, Welke 6, Klaußner H. 5 (1), Heßeln 2, Klaußner P., Schorner, Starchikov
(JM)



