Raus mit Applaus: UniRiesen verlieren gegen Breitengüßbach

Raus mit Applaus: UniRiesen verlieren gegen Breitengüßbach

Auch wenn der erhoffte Sieg gegen den TSV Tröster Breitengüßbach am Samstag in der heimischen Sporthalle Brüderstraße ausblieb, konnten sich die BAURADO UniRiesen am Ende von den Fans feiern lassen. Zwei Viertel lang war das Team um Head Coach Darren Stackhouse im zweiten Spiel des Play-off-Viertelfinals der Regionalliga Süd gegen das Team aus Oberbayern auf Siegkurs. Am Ende stand aber dennoch eine 72:87-Niederlage (20:17, 21:17, 13:23, 18:30) und damit Aus im Play-off-Viertelfinale.

„Ein Spiel dauert 40 Minuten, in denen man konstant gut treffen muss. Wir hatten im dritten Viertel eine Phase, in der wir nicht gut getroffen haben und der Gegner es gut gemacht hat. Das hat am Ende den Unterschied gemacht“, resümierte Coach Darren Stackhouse.

Erst offener Schlagabtausch, dann UniRiesen-Führung

Dabei hatte alles zunächst richtig gut ausgesehen für die Leipziger. Im ersten Heimspiel gegen Breitengüßbach in der Sporthalle Brüderstraße seit fast 20 Jahren lieferten sich beide Mannschaften in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch. Dank einer aufmerksamen Defense und einer treffsicheren Offense konnten sich die Schützlinge von Darren Stackhouse Ende des ersten Viertels mit einem 7:0-Lauf eine Führung erarbeiten. Beim Stand von 20:17 ging es in die erste Viertelpause.

Im zweiten Viertel knüpften die Leipziger an die Leistung aus der ersten Halbzeit an und stellten die Gäste dank einer aufmerksamen Defense vor große Probleme. Während sie in der Offense immer wieder punkteten, kam Breitengüßbach fast nur noch durch verwandelte Freiwürfe zu Punkten. Weil sie auch das zweite Viertel mit 21:17 gewinnen konnten, gingen die Gastgeber mit einer 41:34-Führung in die Halbzeitpause.

Nach 9:0-Lauf folgt der Einbruch

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war den UniRiesen das gestiegene Selbstvertrauen auf dem Parkett deutlich anzumerken. Mit einem 9:0-Lauf bauten sie den Vorsprung auf 50:36 aus – sehr zur Freude der lautstarken Fans. Doch dann drehte sich das Spiel. Während die Gastgeber den Korb mit ihren Würfen plötzlich reihenweise verfehlten, fanden die Gäste schrittweise ihre gewohnte Treffsicherheit wieder. Die Folge: Mit einem 12:0-Lauf verkürzte Breitengüßbach auf 50:48 und machte das Spiel wieder spannend. Ein von den UniRiesen-Fans lautstark bejubelter erfolgreicher Dreier von Mika Siegert zum 53:48 unterbrach den Negativlauf nur kurz. Dann leistete der bis dahin stark aufspielende USC-Center Feliciano Perez Neto (12 Punkte, 8 Rebounds) sich und seinem Team mit einer groben Unsportlichkeit kurz vor Ende des dritten Viertels einen Bärendienst. Seine Disqualifikation und die entstandene Unruhe nutzten die Gäste zu weiteren Punkten, sodass die Anzeigetafel nach dreißig gespielten Minuten ein 54:57 verkündete.

Dominantes Schlussviertel der Gäste

Wie sehr die Szenen vom Ende des dritten Viertels an den Nerven der UniRiesen genagt hatten, zeigte sich zu Beginn des letzten Viertels ganz deutlich. Denn da waren die Gastgeber völlig von der Rolle, während bei den Gästen weiter jeder Ball im Korb landete. Nach einem 0:14-Lauf zum 54:71 war das Spiel zu Ungunsten der Leipziger vorentschieden. Auch wenn sie weiter um jeden Ball kämpften und den Rückstand zwischenzeitlich auf elf Punkte verkürzen konnten (62:73), war das Ausscheiden aus den Playoffs nicht mehr zu verhindern. So stand am Ende der Saison eine deutliche 72:87-Niederlage für das Leipziger Team. Die Gäste feierten den verdienten Einzug ins Halbfinale.

Resümee des Trainers

„Am Ende konnten wir die Disqualifikation unseres ‚Bigman‘ nicht kompensieren. Das war für die Jungs auch mental schwierig“, erklärte Darren Stackhouse nach dem Spiel. Im Rückblick auf die Saison zieht der Head Coach ein positives Fazit: „Insgesamt war es von uns eine Top-Saison. Wir haben uns im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert. Wir haben den Einzug in die Play-offs geschafft und hatten nichts mit dem Abstieg zu tun. Außerdem haben wir gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können. Jetzt geht es für uns erstmal darum, nach dieser langen Saison zu regenerieren. Dann bereiten wir uns auf die nächste Saison vor.“

 

Für die BAURADO UnRiesen spielten: Michel Radestock (15 Punkte), Feliciano Perez Neto (12), Mika Siegert (10), Leander Dalchau (10), Mohamed Ibrahim (9), David Darko (7), Fabian Hahn (4), Noah Spindler (3), Sven Papenfuß (2), Philippe Rudelle, Niklas Radestock.

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