Nach dem Urteil am Grünen Tisch gegen Veitshöchheim wollten die Nördlinger Basketballer sportlich antworten – und lieferten in der Hermann-Kessler-Halle eine überzeugende Vorstellung. Trotz der Ausfälle von Bene und Leo Schwarzenberger entwickelte sich nach verhaltenem Beginn ein intensives Spiel, in dem Kapitän Josef Eichler früh Akzente setzte. Mit zunehmender Dauer fand der TSV offensiv immer besser in seinen Rhythmus. Vor allem Daniele Minguillon überzeugte mit hoher Trefferquote, während Maurice Delage unter dem Korb kaum zu stoppen war. Ein starker Lauf im zweiten Viertel sorgte für eine deutliche Pausenführung (52:37).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Nördlingen dominant. Die Defensive stand sicher, offensiv wurde der Vorsprung konsequent ausgebaut. Vor dem Schlussabschnitt war die Partie praktisch entschieden. Kristian Ortelli lenkte das Spiel klug und glänzte am Ende mit einem Double-Double. Nachwuchsspieler erhielten ebenfalls Einsatzzeit und trugen zum klaren 102:70-Erfolg bei – eine gelungene Revanche für die vorausgegangene Wertungsniederlage.
Nur zwei Tage später wartete in Leipzig eine völlig andere Aufgabe. Wie schon im Hinspiel entwickelte sich eine intensive Defensivpartie mit wenigen Punkten. Zur Halbzeit lag der TSV knapp in Führung (37:36), auch vor dem letzten Viertel behauptete man einen Vorsprung (56:53). Zunächst schien Nördlingen auf Siegkurs, doch Leipzigs Topscorer Radestock traf in der entscheidenden Phase mehrere Dreier in Serie und kippte die Partie. Nach dem kräftezehrenden Wochenende fehlten dem TSV die letzten Reserven, sodass man sich mit 73:81 geschlagen geben musste.
Trotz dreier sportlich gewonnener Spiele beendet Nördlingen die Platzierungsrunde aufgrund des Punktabzugs auf dem letzten Tabellenrang und trifft nun in der ersten Playoffrunde auf Spitzenreiter Ansbach. Die gezeigten Leistungen lassen dennoch auf spannende Derbys hoffen.
(MS)



