Baskets nun mit dem Rücken zur Wand

Baskets nun mit dem Rücken zur Wand

Langsam wird es richtig brenzlig bei den Aschaffenburg Baskets. Im Halbfinale der Abstiegsspiele gastierten die Aschaffenburger Korbjäger bei Ligakonkurrent Bamberg. Ein Auswärtssieg wäre, wohl auch für den Teamgeist, wichtig gewesen.

Lange Zeit war man sich in Aschaffenburg sicher, dass der Abstieg trotz der horrenden Saison in der Hauptrunde der 1. Regionalliga Südost abgewendet werden kann. Doch nach dem Abgang von Profi-Center Robert Brown und dem langzeitverletzten Top-Shooter Egert Haller fehlt es den Baskets an der nötigen Durchschlagskraft. Unterm Korb fehlt ein zuverlässiger Spieler und außen ein klassischer Shooter. Der Rest des Teams müsste diese Lücken gemeinsam schließen, doch es fehlt an Verantwortung. Gegen den TTL aus Bamberg wollte die Mannschaft um Kapitän Jeßberger einen Sieg mitnehmen. Das Projekt ist jedoch mit der 67:86 Niederlage deutlich gescheitert.

Defensive bröckelt, Offensive ohne Durchschlagskraft

Lange Zeit galt die Defense als das Herzstück der Aschaffenburger Mannschaft. Diese Saison sollte der Umbruch zu einem offensiveren, attraktiveren Basketball gelingen. Doch der Versuch ging, auch aufgrund der Ausfälle, gänzlich schief. Eine schwache Freiwurfquote und der erneut uneffektiven Dreierausbeute sorgt im eigenen Scoring für Ernüchterung. Auch gegen Bamberg trafen die Baskets nur fünf von 20 Versuchen von außen. Besonders, die in der Zwischenrunde formstark aufspielenden, Kröner und Lukac blieben auch gegen den TTL weit hinter ihren Möglichkeiten. Beide trugen lediglich 14 Punkte bei – nur drei ihrer kombiniert 16 Würfe Würfe fanden ihren Weg ins Ziel.

In den vergangenen Saisons konnte die fehlende Offensive Wucht mit einer geschlossenen Verteidigung kompensiert werden, Spiele mit mehr als 80 kassierten Punkten waren die Ausnahme. Diese Saison kassieren die Aschaffenburger im Schnitt 85 Punkte pro Spiel – ein deutlicher Einbruch.

Abstieg immer konkreter

Die Baskets brauchen ein kleines Regionalliga-Wunder um die Serie noch zu drehen und den Abstieg in letzter Sekunde abzuwenden. Aufgrund der Abstiege aus der Pro-B, sowie der Aufstiege aus der 2. Regionalliga könnte es passieren, dass beide „Finalisten“ der diesjährigen Playdowns absteigen und bereits dem nächsten Spiel gegen Bamberg ein Endspielcharakter zukommt. Wenn sich die Mannschaft von Jerome Schaefer noch gegen den Abstieg stemmen will, wird es bereits im Rückspiel Zeit für ein letztes Aufbäumen.

Punkte Aschaffenburg: Rafail Khrysostomidi 19, Isaac Obanor 14, Dejan Lukac 10, Jakob Jeßberger 8, Raamzi Toure 8, Mika Kröner 4,  Jeremie Okitasumbu 4  

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