Am zweiten Spieltag der Zwischenrunde steht für die Aschaffenburg Baskets das Heimspiel gegen die München Baskets auf dem Plan. Mit den Landeshauptstädtern wartet das vermeintlich stärkste Team der Zwischenrunde. Die Underdog-Rolle könnte den Aschaffenburgern jedoch helfen.
Was für Indiana Jones der verlorene Schatz ist, scheint für die Basketballer aus Aschaffenburg Form und Selbstvertrauen zu sein. Eine Suche mit Hindernissen, Rückschlägen und ordentlich Gegenwind. Doch im Gegensatz zur Filmfigur von Harrison Ford ist für die Baskets noch kein Ende vorgeschrieben. Im Vereinsumfeld wünscht man sich natürlich ein Happy End für die junge Mannschaft rund um Dejan Lukac und Mika Kröner. Doch die Niederlage gegen die bisher sieglosen Neustädter dürfte jedem die Abstiegsgefahr deutlich gemacht haben. Momentan ist die Mannschaft, die in Goldbach zuhause ist, das formschwächste Team der Regionalliga Südost.
Underdog kann man in Aschaffenburg
Gerade jetzt kommt mit dem Heimspiel gegen die München Baskets, die mit drei Siegen die Zwischenrundetabelle anführen, der vermeintlich stärkste Gegner zum schlechtesten Zeitpunkt. Doch wenn die Aschaffenburger diese Saison etwas gezeigt haben, dann dass sie mit dem Rücken zur Wand und in eine Underdog-Position gedrängt, aufblühen können. Das Spiel gegen Breitengüßbach zur Saisonmitte war genau so eine Partie. Nach vier verlorenen Spielen in Serie für Aschaffenburg, wartete der TSV als Tabellenzweiter in der heimischen Halle. In einer Abwehrschlacht setzten sich die Baskets mit der letzten Aktion durch und fassten neues Selbstvertrauen. Trainer Jerome Schaefer versucht seine Mannschaft daran zu erinnern: „Wir sind kein schlechtes Team, wir können alle Basketball spielen.“
Haller verletzt
Bitter ist jedoch die Kadersituation der Aschaffenburger. Nachdem die Position des Centers nach dem Abgang von Profi Robert Brown nur noch dünn besetzt war, scheint ein weiterer Spieler fraglich. Okitasumbu verletzte sich im Spiel gegen Neustadt. Damit bleibt nur noch Samuel Zoller als Spieler unter dem Korb. Doch mit den Hiobsbotschaften ist es noch nicht vorbei. Egert Haller, Dreiergarant der Baskets, verletzte sich an der Hand und muss für eine unbestimmte Zeit mit dem Spielbetrieb aussetzen. Die Last verteilt sich auf immer weniger Schultern. Gerade jetzt bräuchten die Baskets ein Erfolgserlebnis. „Es ist einfach Psychologie, wir brauchen wieder Lockerheit“, so Schaefer. Ob sie diese gegen die Münchner bereits finden werden, zeigt sich am Samstagabend.



