Starker Kampf wird nicht belohnt: MTSV Schwabing unterliegt Nördlingen
Lange Zeit lieferte die junge Heimmannschaft des MTSV Schwabing dem ungeschlagenen Tabellenführer TSV Nördlingen einen packenden Fight auf Augenhöhe. Nach einer starken Aufholjagd und einer verdienten Halbzeitführung mussten sich die Münchner in der 1. Regionalliga Süd am Ende jedoch mit 58:73 geschlagen geben, nachdem eine taktische Umstellung der Gäste im Schlussabschnitt den Rhythmus brach.
Die Partie begann intensiv. Zwar erwischten die erfahrenen Rieser angeführt von Kapitän Josef Eichler und ihrer physischen Präsenz unter den Körben zunächst den etwas besseren Start, doch die Hausherren hielten mutig dagegen: Allen voran Schwabings 18-jähriger Leistungsträger Morris Owusu setzte ein dickes Ausrufezeichen und hielt den MTSV mit bärenstarken zwölf Zählern allein im Auftaktviertel voll im Spiel (15:22 nach zehn Minuten).
Im zweiten Viertel drehten die Schützlinge von Headcoach Alex Arias dann richtig auf. Mit aggressiver, leidenschaftlicher Defense zwang Schwabing die Gäste zu Ballverlusten und überhasteten Würfen. Im Angriff glänzte Georg Renner, der die Lücken der gegnerischen Verteidigung immer wieder clever attackierte und hochprozentig vollendete. Mit einem überzeugenden 22:13-Lauf belohnten sich die Münchner für ihren couragierten Auftritt und sicherten sich eine verdiente 37:35-Führung zur Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es der erhoffte hochklassige Schlagabtausch. Nördlingen fand zwar über Patrick Shelley offensiv wieder besser ins Spiel, doch die Schwabinger zeigten ein großes Kämpferherz: Renner und Owusu stellten die Defensive der Gäste weiterhin vor enorme Probleme, während sich das gesamte Team aufopferungsvoll gegen die Größenvorteile der Gäste stemmte. Beim Stand von 54:55 vor den letzten zehn Minuten war für den MTSV noch alles drin.
Im Schlussabschnitt fand das Spiel dann allerdings eine bittere Wende: Nördlingen stellte defensiv konsequent auf eine massive Zonenverteidigung um. Gegen dieses Bollwerk verlor der Schwabinger Angriff den bis dahin so flüssigen Rhythmus. Die Würfe von außen wollten nicht mehr fallen, die Räume zum Korb waren verriegelt und die resultierenden Ballverluste nutzten die routinierten Gäste eiskalt für einen entscheidenden Run aus. Trotz einer Auszeit von Arias und unermüdlichem Einsatz bis zur Schlusssirene reichten vier Punkte im letzten Viertel nicht aus, um die Partie noch einmal offen zu gestalten.
Trotz der 58:73-Niederlage nimmt das junge Schwabinger Team viel Positives aus dem Duell mit: Über 30 Minuten hat die Mannschaft bewiesen, dass sie selbst mit den Top-Teams der Liga nicht nur mithalten, sondern diese auch vor immense Probleme stellen kann. Auf dieser Leistung lässt sich für die kommenden Aufgaben aufbauen!
Schwabing: Morris Owusu (19), Georg Renner (15), David Pavljak (6), Charles Bieler (5), Jones Ojong (5), Luis Reisewitz (3), Tim Hadzic (2), Irakli Kardava (2), Emanuel Prediger (1), Shadu Lisec, Kelyan Sil Mouil
Nördlingen: Patrick Shelley (19), Josef Eichler (15), Mauro-Linus Gerzke (11), Kristian Orteli (9), Robin Seeberger (9), David Bernhard (4), Benedikt Schwarzenberger (4), Leonhard Schwarzenberger (2), Dylan Brown, Michael Hirsch, Thomas Hirsch, Paul Stoll
#Schwabing #Nördlingen
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