Spielbericht: Jahn im Finale

Spielbericht: Jahn im Finale

TS Jahn München schlägt Ansbach 84:81 (24:22; 46:40; 62:67)

Die TS Jahn München macht die nächste Basketballsensation perfekt und zieht erstmals in der Vereinsgeschichte ins Finale der 1. Regionalliga Südost ein. Gegen Vorjahresfinalist Ansbach gab es am vergangenen Samstag im dritten Spiel der Halbfinalserie einen verdienten Auswärtssieg. Das Münchner Ausbildungsprogramm folgt damit Culture City Weimar/Jena 2, die ihrerseits Vorjahressieger Breitengüßbach im dritten Spiel 82:78 überwanden.

Vor rund 800 Ansbachern und gut 80 mitgereisten Fans entspann sich ein würdiges drittes Halbfinale. Nach einer starken ersten Führung der Gäste, die sowohl aus der Distanz als auch am Korb erfolgreich waren, kamen die Hausherren in Schwung und es gestaltete sich eine ausgeglichene Partie. Vor allem die jungen Jahnler hielten ihre Mannschaft im Rennen, während bei den Mittelfranken die Routiniers wichtige Punkte erzielen konnten.

Im zweiten Viertel konnten die Münchner zwar nicht wie in den ersten beiden Spielen enteilen, hielten die wurfgewaltigen Ansbacher jedoch bei nur sieben Dreierversuchen, von denen auch keiner seinen Weg in den Korb fand. Der Spielabschnitt ging ebenfalls an Talentschmiede aus der Landeshauptstadt, welche zunehmend an den Brettern dominierte und zwischenzeitlich mit 12 Punkten führte. Die Gastgeber fanden jedoch zunehmend Antworten auf die Münchner Innenspieler und lagen zur Halbzeit nur knapp zurück.

Bereits in der Vergangenheit war das dritte Viertel der traditionell stärkste Spielabschnitt der Vorjahresfinalisten und der vom Trainergespann Hagen Schmidt und Flemming Stie antizipierte Sturmlauf sollte sich erneut bewahrheiten. Angeführt von einem mit allen Wassern gewaschenen Basti Doreth und einer ausgeglichenen Punktebilanz des tiefen Ansbacher Kaders rissen die Hausherren die Partie an sich und gingen verdient in Führung. München konnte jedoch weiterhin das Reboundduell und die Turnoverbilanz dominieren und verhinderte einen schlimmeren Einbruch, auch durch beherzte Offensive und erfrischendes Teamplay. Nach 30 gespielten Minuten stand eine 5-Punkte-Führung zu Buche.

Der letzte Spielabschnitt begann aus Sicht der Jungs von der Zwuck mit einem katastrophalen 0:7-Lauf, der den Gastgebern ihrerseits ein 12-Punkte-Führung bescherte. Nach Auszeit und Rückbesinnung auf die eigenen Qualitäten lief Jahn München zu gewohnter Form auf und zog unweigerlich davon. Der Vorsprung schmolz dahin und in der Weinberghalle machte sich zunehmend Unsicherheit breit. Getragen von konsequenter Defense, tollem Passspiel und überragenden Abschlüssen durch den Energizer Jannis Grußendorf und den athletischen Allrounder Daniel Urbano eroberte Jahn München die Führung zurück und fuhr mit Disziplin und sicheren Freiwürfen den verdienten Sieg ein.

Führende Zoologen überzeugt: Bienen gefährlicher als Piranhas

Retrospektiv steht eine würdige Halbfinalserie, in der sich stets die Auswärtsmannschaft durchsetzen konnte und die Erkenntnis, dass diese Begegnung auch gut und gern ein Finale hätte darstellen können. Beide Mannschaften überzeugten mit tiefen Rotationen, hohem Tempo und viel Spielwitz. Auf Ansbacher Seite dominierten Erfahrung und die konstante Gefahr eines „Extragangs“ in der Offense, bei Jahn München die jugendliche Energieleistung, starke Dreier und resiliente Innenspieler.

In der zweiten Halbfinalserie setzte sich Topfavorit Culture City Weimar/Jena 2 gegen Breitengüßbach mit 82:78 durch. In den beiden Begegnungen mit Jahn München in der Zwischenrunde dominierten die Weimarer die Partien und warten mit einer eingespielten athletischen Mannschaft und einem überragenden Dmonte Teron Brown (41 Punkte im dritten Spiel) auf. Das erste Spiel der Finalserie steigt am Samstag, dem 18.04.2026 um 20:00 Uhr an der Weltenburger Straße, bevor am darauffolgenden Wochenende am Freitag Spiel 2 und am Sonntag das mögliche Spiel 3 folgen.

Stimmen zum Spiel:

Hagen Schmidt (Trainer Jahn München): „Kompliment an Coach Nico Probst, Basti Doreth und eine bockstarke Ansbacher Mannschaft, die uns alles abverlangt hat. Unsere Jungs sind über sich hinausgewachsen und konnten für ihre noch jungen Karrieren sehr viel mitnehmen. Persönlich freue ich mich sehr, dass wir allen Zweiflern vor der Saison und vor den Playoffs zum Trotz unser Potenzial abrufen konnten, weitermarschieren und uns jetzt das Finale verdient haben. Klar ist aber auch: Weimar ist das Maß aller Dinge und Favorit, wir werden uns aber vorbereiten und die ein oder andere Überraschung parat haben.“

Jannis Grußendorf (Spieler Jahn München): „Heute lief nicht alles reibungslos und trotzdem stehen wir im Finale. Die Mannschaft verfügt über enorme Comeback-Qualitäten und ist in einer schwierigen Phase ruhig geblieben. Das lag nicht nur an unserer tiefen Bank, sondern auch an unseren Fans, die Halle irgendwann übernommen haben. Wir freuen uns wahnsinnig auf das Finale und unser Heimspiel und werden wieder alles in die Waagschale werfen.“

Related Articles

Vorbericht: Vollgas in Richtung Finale

Vorbericht: Vollgas in Richtung Finale

Spielbericht: Halbfinalschlappe daheim

Spielbericht: Halbfinalschlappe daheim

Vorbericht: Playoff-Halbfinale in München

Vorbericht: Playoff-Halbfinale in München

Information

Die RLSO ist der Zusammenschluss der Landesverbände Bayern, Sachsen und Thüringen. Er ist als eingetragener Verein tätig und gleichzeitig Veranstalter der Spiele der Regionalliga in verschiedenen Ligen.

 bbv logo  logo bvs 100  logo tbv 100

 Die RLSO ist jetzt auch erreichbar unter der Adresse https://rlso.basketball

Wir betreiben ...

 smc logo