Nach der Halbzeit aufgedreht

Nach der Halbzeit aufgedreht

Der TSV Tröster Breitengüßbach gewinnt Spiel 1 gegen die Haching Baskets vor knapp 150 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle mit 86:63 und hat damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch um 20 Uhr in Unterhaching. 

Sieben Wochen sind nach dem letzten Spiel gegen Regnitztal am ersten Februarwochenende vergangen, ehe die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer ihr erstes Playoffspiel absolvieren konnten. Nachdem vor knapp zweieinhalb Wochen im Team das Corona-Virus ausbrach, war an Basketball vorerst nicht zu denken. Am vergangenen Samstag standen dem Trainerduo Völkl/Lorber zwar alle Spieler wieder zur Verfügung, allerdings merkte man dem ein oder anderen die Nachwirkungen der Infektion noch spürbar an. Engel eröffnete die Partie per Dreier, danach dauerte es knapp fünf Minuten, bis die Gastgeber erneut punkten konnten. Man sah zu Beginn deutlich, dass der Tröster-Truppe die Spielpraxis fehlte. Doch in der Verteidigung stand man gewohnt kampakt und ließ nur fünf Zähler der Gäste in den ersten sechs Minuten zu, 3:5. Kurze Zeit später glich Dippold zum 7:7 aus, ehe Raab und Kropp eine kleine Führung für den Viertplatzierten der Südgruppe herausspielten. In den letzten dreieinhalb Minuten des ersten Viertels starteten die Güßbacher durch Fuchs und Kaiser aus der Nahdistanz sowie Engel und Reichmann von der Dreierlinie einen 12:2-Lauf, was für eine 19:13-Führung nach 10 Minuten sorgte.

Unterhaching variierte im zweiten Spielabschnitt häufig seine Verteidigung, was die Oberfranken phasenweise vor Probleme stellte. Dies war die Grundlage für die Baskets, dass sie durch Gebray, Hohn und Kropp in der 14. Spielminute mit 22:23 in Führung gehen konnten. Anschließend übernahmen die Guards Fuchs und Dippold in der Tröster-Offensive, stemmten sich gegen den Rückstand und sorgten in der 18. Minute erneut für einen Führungswechsel, 31:26. Kropp und Wohoswky hielten für Haching dagegen, wodurch zur Halbzeit eine knappe 35:32-Führung auf der Anzeigetafel stand.

In die zweite Halbzeit starteten die Oberfranken dann wie ausgewechselt. Der stotternde Motor aus den ersten 20 Minuten war repariert und sowohl defensiv als auch offensiv fand man viel besser ins Spiel. Sieben Punkte von Nieslon und ein Dreier von Engel brachten in der 23. Spielminute erstmals eine zweistellige Führung. Bei den Oberbayern hielt anschließend fast ausschließlich nur noch Kropp dagegen, der meist nur mit Fouls zu stoppen war. Am Ende gelangen ihm starke 34 Punkte. Allerdings konnte auch er nicht verhindern, dass die Gelbschwarzen sich offensiv in einen Rausch spielten und nahezu jeden Wurf trafen. So bauten Dippold, Kaiser und Fuchs den Vorsprung auf 61:44 aus, 27. Min. Zwei Dreier von Engel, zwei Freiwürfe von Hubatschek und ein Korbleger von Fuchs brachten zum Viertelende gar eine 71:50-Führung. Damit gelangen den Hausherren mehr Zähler im dritten Viertel (36) als in der ersten Halbzeit (35). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt entschieden, es ging nur noch darum ein möglichst großes Punktepolster für das Rückspiel herauszuarbeiten.

Im Schlussabschnitt nahmen beide Mannschaften etwas das Tempo aus der Partie, was den noch von Corona geschwächten Güßbachern ganz gelegen kam. Dippold, Kaiser und Fuchs konterten alle Bemühungen von Kropp, Raab und Hohn den Rückstand zu verkürzen, sodass der TSV-Vorsprung ständig über 20 Zählern lag. Schlussendlich stand ein verdienter 86:63-Heimsieg auf der Anzeigetafel, der eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in Unterhaching ist. Dort dürfte man sich theoretisch eine Niederlage mit 22 Punkten erlauben, was trotzdem für die Qualifikation fürs Halbfinale reichen würde. Aber wie man die Breitengüßbacher kennt, wird man auch zu ungewohnter Zeit unter der Woche voll auf Sieg spielen.

Breitengüßbach: Engel (21/5 Dreier), Dippold (18), Fuchs (17), Kaiser (8), Nieslon (7/1), Feuerpfeil (6), Reichmann (5), Hubatschek (2), Klaus (2), Hockgeiger, Schmidt, Wagner

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