Mit einem hart erkämpften Auswärtssieg bei TTL Bamberg setzt München Basket ein wichtiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt. In der Graf-von-Stauffenberg-Halle behielt der Aufsteiger nach intensiven 40 Minuten die Nerven und belohnte sich mit einem verdienten Erfolg.
Starker Start – Bamberg kontert
München erwischte den besseren Beginn und setzte sich früh mit 6:16 ab. Die Gäste agierten konzentriert, verteidigten konsequent und kontrollierten zunächst das Tempo. Doch nach einer Auszeit von Bambergs Headcoach Stephan Harlander kippte die Partie: Ein 12:0-Lauf der Hausherren drehte das Spiel, nach dem ersten Viertel lag München mit 18:16 zurück.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, wobei München zu viele einfache Abschlüsse liegen ließ. Zur Halbzeit stand ein knapper 33:30-Rückstand aus Sicht der Gäste auf der Anzeigetafel.
Umkämpftes drittes Viertel
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunehmend physischer. Viele Fouls unterbrachen den Spielfluss. Auf Bamberger Seite übernahm US-Center Yohe Verantwortung und traf mehrfach auch aus der Distanz. München fand offensiv nur selten gute Lösungen und geriet vor dem Schlussabschnitt mit 49:40 ins Hintertreffen.
Charakter im Schlussviertel
Aufgeben war jedoch keine Option. Angeführt von einem überragenden Marlon Pook (20 Punkte, 13 Rebounds) kämpfte sich München Schritt für Schritt zurück ins Spiel.
Max Radensleben brachte Struktur in den Spielaufbau, Florian Sieg lieferte wertvolle Minuten von der Bank und setzte sich mehrfach entschlossen am Brett durch. Kapitän Max May (11 Punkte, 16 Rebounds) überzeugte vor allem defensiv und hielt den gegnerischen Topscorer weitgehend in Schach. Shooting Guard Jacopo Marchesan sorgte mit aggressiver Verteidigung für wichtige Ballgewinne.
Für den entscheidenden Moment sorgte schließlich Routinier Sebastian Ebertz: Nachdem er über weite Strecken ohne Wurfglück geblieben war, traf er in der Crunchtime den vielleicht wichtigsten Wurf der Partie. Bamberg versuchte in der Schlussphase mit Stop-the-Clock-Fouls das Spiel noch einmal zu drehen – doch München blieb souverän von der Linie und brachte den Sieg (63:68) über die Zeit.
Stimme zum Spiel
Headcoach Philip Gatza zeigte sich nach der Partie zufrieden, aber fokussiert:
„Das war ein echter Arbeitssieg. Kompliment an Coach Harlander und sein Team – sie haben uns das Leben extrem schwer gemacht. Wir freuen uns über diesen wichtigen Erfolg, aber schon morgen gilt der Fokus dem nächsten Samstag. Wir wollen den Klassenerhalt unbedingt in unserer Halle klarmachen und werden alles daran setzen, nachzulegen.“
Mit diesem Erfolg verschafft sich München eine hervorragende Ausgangsposition für das kommende Heimspiel am Samstag, 07.03 um 18:30 Uhr in der Dachauer Straße 98 – und kann den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt aus eigener Kraft gehen.



