Alles oder nichts in Goldbach

Alles oder nichts in Goldbach

Auf die Aschaffenburg Baskets wartet die wohl schwerste Aufgabe der 1. Regionalliga-Saison. In den Abstiegsspielen stehen sie nach dem verlorenen ersten Spiel gegen Bamberg mit dem Rücken zur Wand. Das Team der Aschaffenburger will die Oberfranken um jeden Preis ins dritte Spiel zwingen.

Die gesamte Saison der Baskets ist von Tiefschlägen geprägt – Zwei Siege aus 20 Partien sprechen für sich. Kurz vor Beginn der Playdowns einigten sich Profi-Center Robert Brownund die Baskets auf eine frühzeitige Vertragsauflösung und Top-Schütze Egert Haller fehlt nach wie vor mit einer

Handverletzung – wahrlich keine optimalen Vorzeichen. In den Playdowns erkämpfte sich das Team rund um Mika Kröner und Dejan Lukac ihren ersten Sieg seit November. Das Problem ist nur, es blieb der einzige Erfolg der Post-Season. Nachdem bereits die erste Runde der Playdowns mit null zu zwei an die Dresden Titans verloren ging, begann auch das Halbfinale gegen die Baskets alles andere als optimal. Für die Baskets geht es am Samstagabend ums nackte Überleben in der 1. Regionalliga. Es ist nämlich noch unklar, ob aufgrund der Aufstiegssituation aus der 2. Regionalliga und der Absteigern

aus der Pro-B, am Ende beide Finalisten der Playdowns absteigen. Ihre Chancen auf den Nichtabstieg können die Baskets nur wahren, wenn sie am Samstag gegen Bamberg gewinnen.

 

Wer soll es richten?

Im ersten Spiel gingen die Baskets in Bamberg, ohne eine einzige Führung, unter. Gerade die eigentlichen Leistungsträger Obanor, Kröner und Lukac blieben blass. Der Coach der Aschaffenburger hatte durch eine durchwachsene Trainingswoche bereits eine üble Vorahnung. Auf die Frage wie die Chancen für die zweite Begegnung stehen antwortete er: „Die Trainingswoche war deutlich besser, wir sind heiß darauf das dritte Spiel zu erzwingen.“ Vergangene Woche bekamen die Baskets Darius Yohe und Christoph Dippold kaum in den Griff – die Defensive stehlt sich dieses Jahr als Schwachstelle der Baskets heraus. Gerade die mangelnde Präsenz und Effizienz, sowohl unter dem eigenen als auch unter dem gegnerischen Korb, fällt auf. „Wir wissen, dass wir gerade auf der Fünf zu dünn besetzt sind, aber auffangen können wir das nur als gesamte Mannschaft – es kommt auf das Kollektiv an“, so Schaefer. Über eine Einzelleistung könne das Spiel nicht entschieden werden, deshalb wollen die Baskets auch ihr Offensivspiel anpassen.

 

Defensiv-Schwäche erklärbar

Entgegen den Vorsaisons kassieren die Baskets dieses Jahr deutlich mehr Körbe. Vier Gründe machte de Trainer der in Goldbach ansässigen Basketballer dafür aus:

„Wir sind schwächer bei den Box-Outs, verlieren zu häufig im Eins-gegen-Eins,liefern uns Offensiv zu viele einfache Ballverluste und die Gegner treffen dieses Jahr auch einfach besser.“ Kompensieren soll es seine Mannschaft über Leidenschaft und Einsatz. Getreu dem Motto ‚die Defensive beginnt in der Offensive‘, wollen die Baskets ihren Größennachteil, in einen Vorteil verwandeln. Am Samstagabend um 19 Uhr wollen die Baskets in der Goldbacher Sporthalle bewusst auf Small-Ball setzen, also einen Big-Man gegen einen weiteren Guard austauschen, um so mit mehr Geschwindigkeit zu mehr Würfen von außen und aus dem Feld zu kommen. Um ihre Chance im Abstiegskampf am Leben zu halten, muss der Ansatz greifen.

 

Main Echo, Alex Rippberger

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