Viertelergebnisse: 24:16 | 20:19 | 17:17 | 19:23
Die Longhorns Herzogenaurach haben in der 2. Regionalliga Süd einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen den Tabellenletzten MTSV Schwabing 2 setzte sich die Mannschaft von Trainer Markus Schönmüller am Samstagabend mit 80:75 (44:35) durch. Nach einem völlig verschlafenen Start und einer spannenden Schlussphase sicherten sich die Gastgeber zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
Personell mussten die Longhorns weiterhin auf die verletzten Tobias Übbing und Luis Durner verzichten. Kurzfristig konnte das Team allerdings mit Jannick Jebens einen neuen Spieler als Verstärkung aufbieten. Dieser sollte sich im Laufe der Partie als echter Glücksgriff erweisen und mit 16 Punkten zum Topscorer der Herzogenauracher avancieren.
Dabei erwischten die Gastgeber zunächst einen katastrophalen Start. Schwabing legte los wie die Feuerwehr und setzte sich innerhalb der ersten vier Minuten mit einem 10:0-Lauf ab. Trainer Schönmüller reagierte früh mit einer Auszeit. Anschließend war es Matthias Schlindwein, der die ersten beiden Punkte für die Longhorns erzielte und damit die Aufholjagd einleitete. Punkt für Punkt kämpften sich die Herzogenauracher zurück ins Spiel. In der siebten Minute gelang beim 14:14 erstmals der Ausgleich, wenig später übernahmen die Hausherren sogar die Führung. In den verbleibenden drei Minuten des ersten Viertels ließen sie nur noch zwei Gästepunkte zu und gingen mit einer 24:16-Führung in die erste Pause.
Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, ohne dass sich eines der Teams entscheidend absetzen konnte. Die Longhorns verteidigten ihren Vorsprung weitgehend konstant und nahmen beim Stand von 44:35 eine Neun-Punkte-Führung mit in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Bis zur sechsten Minute des dritten Viertels hatten sich die Gastgeber beim 54:43 einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Doch Schwabing gab sich nicht geschlagen und verkürzte mit einem 7:0-Lauf auf 54:50. Die Partie drohte zu kippen. Die Longhorns fanden jedoch die passende Antwort und konterten ihrerseits mit einem 7:2-Lauf. So ging es beim Stand von 61:52 in den Schlussabschnitt.
Im Schlussviertel nahm die Partie zunehmend an Intensität zu. Bereits im dritten Viertel war es wiederholt zu Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen gekommen, die insbesondere vom Schwabinger Trainer ausgingen und sich auch im letzten Spielabschnitt fortsetzten. Sportlich erwischten die Gäste erneut den besseren Start. Mit sieben Punkten in Folge verkürzte Schwabing den Rückstand auf 61:59. Die Begegnung war damit wieder völlig offen. In der fünften Minute des Schlussviertels gelang den Gästen beim 63:63 sogar der Ausgleich.
Doch die Longhorns bewiesen in dieser entscheidenden Phase Nervenstärke. Mit einem 8:0-Lauf setzten sie sich bis zur siebten Minute wieder auf 71:63 ab. Schwabing kämpfte weiter und verkürzte rund eineinhalb Minuten vor dem Ende durch einen 7:2-Lauf auf 73:70. In der Schlussphase behielten die Herzogenauracher jedoch die Kontrolle und erzielten die entscheidenden Punkte. 40 Sekunden vor dem Ende stand es 80:72. Ein letzter Dreier der Gäste zum 80:75-Endstand änderte nichts mehr am verdienten Heimsieg der Longhorns.
Mit dem Erfolg gegen den Tabellenletzten sichern sich die Herzogenauracher zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Besonders erfreulich war dabei, dass die Mannschaft trotz des misslungenen Starts und der zwischenzeitlich wieder aufgekommenen Spannung die Ruhe bewahrte und das Spiel letztlich für sich entscheiden konnte.
Es spielten für die Longhorns:
Jebens 16 Punkte (1 Dreier), Rykunov 15 (2), Geus T. 13 (1), Kaiser 13 (1), Welke 9, Schlindwein 8, Heßeln 3 (1), Ecke 2, Klaußner H. 1, Klaußner P., Geyer und Schorner
(JM)



