Weil vor allem offensiv in den ersten drei Vierteln nicht viel ging, haben die BAURADO UNIRIESEN das erste Spiel des Play-off-Viertelfinals der Regionalliga Süd gegen den TSV Tröster Breitengüßbach mit 52:67 (14:16, 10:17, 6:20, 22:14) verloren. Mut macht allerdings das vierte Viertel, als die Leipziger endlich ihre Wurfchancen nutzten und den Rückstand noch einmal deutlich verkürzen konnten. Mit 22 Punkten war Mika Siegert der erfolgreichste Werfer bei den UniRiesen.
„Wir hatten viele gute Würfe, haben aber einfach nicht viele getroffen. Wir haben nicht wegen ihrer Verteidigung schlecht gespielt, wir haben einfach nicht gut abgeschlossen. Wenn man 20 Dreipunktewürfe und 17 Freiwürfe verfehlt, ist es schwer, gegen eine gute Mannschaft zu gewinnen. Ich glaube, der Druck unseres ersten Playoff-Spiels hat uns zu schaffen gemacht“, erklärte Head Coach Darren Stackhouse nach dem Spiel: „Wir müssen einen Weg finden, in den meisten Vierteln konstanter zu sein, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Ich glaube weiterhin an meine Mannschaft und ich weiß, dass die Energie aus der Brüderhalle uns im nächsten Spiel helfen wird.“
Dreier-Quote ausschlaggebend
Von Anfang an liefen die UniRiesen nach einem 0:6-Auftakt einem Rückstand hinterher. Sie kämpften sich zwar immer wieder zurück, schafften es aber aufgrund der geringen Wurf-Effektivität nicht, in Führung zu gehen. So gingen sie mit einem 14:16-Rückstand in die erste Viertelpause.
Auch zu Beginn des zweiten Viertels lieferten sich beide Mannschaften ein spannendes Duell. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der Rückstand immer größer – weil die Gastgeber von der Dreier-Linie deutlich effektiver war. Während Breitengüßbach im zweiten Viertel vier Dreier-Würfe verwandelte, trafen die UniRiesen keinen ihrer fünf Würfe von außerhalb der Dreier-Linie. So verkündete die Anzeigetafel zur Halbzeit ein 24:33 aus Leipziger Sicht.
0:11-Lauf zum Start der zweiten Halbzeit
Die Hoffnung, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen, wurde gleich zu Beginn des dritten Viertels zunichte gemacht. Weil die Würfe der UniRiesen weiterhin nicht den Weg in den Korb fanden, bauten die Gastgeber den Vorsprung mit einem 11:0-Lauf auf 44:24 aus. Und es wurde auch im weiteren Verlauf nicht besser. Im gesamten dritten Viertel erzielten die Leipziger gerade einmal sechs Zähler. So ging es beim Stand von 30:53 in das letzte Viertel. Als das Spiel längst vorentschieden war, trafen die Schützlinge von Head Coach Darren Stackhouse endlich und konnten den Rückstand auf 48:59 verkürzen. In der Schlussphase machte sich dann allerdings wieder die Wurfschwäche bemerkbar, sodass am Ende eine deutliche 52:67-Niederlage stand. Entscheidend für die Niederlage war am Ende die Dreier-Quote. Während die Gastgeber 12 ihrer 28 Würfe jenseits der Dreier-Linie trafen, fanden bei den Leipzigern nur drei von 23 Dreier-Würfen ihr Ziel.
Das zweite Play-off-Spiel im Modus „Best of three“ gegen den TSV Tröster Breitengüßbach steht am Samstag, 7. März, in der Sporthalle Brüderstraße (Tip-off: 16 Uhr) auf dem Programm. Ein mögliches entscheidendes drittes Duell würde am 14. März (Tip-off: 18 Uhr) wieder in Breitengüßbach stattfinden.
Für die BAURADO UnRiesen spielten: Mika Siegert (22 Punkte), Abdul Wafa (11), Feliciano Perez Neto (6), Michel Radestock (4), Mohamed Ibrahim (3), Leander Dalchau (3), Peter Zergiebel (2), Sven Papenfuß (1), David Darko, Philippe Rudelle.



