Der Abstieg ist besiegelt

Der Abstieg ist besiegelt

Einer skurrilen Ligasituation ist geschuldet, dass am Ende der Saison nicht nur der Verlierer der Playdowns absteigen könnte, sondern auch das Team, welches im Finale gewinnt. Damit war bei Spiel Zwei der Aschaffenburg Baskets gegen den TTL Bamberg ordentlich Druck auf dem Kessel. Ein Verlust der Serie könnte den Abstieg bedeuten.

Den Aschaffenburger Basketballern war die Situation vor dem anstehenden Heimspiel gegen Bamberg klar – ein Sieg musste her. Laut Trainer Jerome Schaefer waren seine Jungs heiß auf das Rückspiel. Doch das startete, wie auch schon das erste Spiel der Serie, alles andere als optimal. Direkt zu Beginn hatten die Baskets eine vier Minuten andauernde Korbflaute und fielen schnell 0:9 zurück. Das schien das Team um Dejan Lukac und Mika Kröner wach gerüttelt zu haben, denn bis zum Ende des Viertels kamen sie auf einen Punkt an die Oberfranken heran. 

Bamberg zu konstant

Die Hoffnung auf ein Comeback währte jedoch nur kurz, denn zu Beginn des zweiten Viertels stellten die Bamberger den Sicherheitsabstand zu den Baskets wieder her. Über den gesamten Verlauf der Partie kamen die Aschaffenburger nicht näher als sieben Punkte an die Gäste aus Bamberg heran. Wie schon in der ersten Partie waren Darius Yohe und Christoph Dippold die beiden herausstechenden Spieler bei den angereisten Oberfranken. Mit 31 Punkten, 14 Rebounds und drei Assists war Center Darius Yohe der maßgebliche Akteur des Spiels und zeigte den Baskets auf eine enorm schmerzhafte Art und Weise was ein talentierter Big-Man in der Regionalliga anrichten kann. 

Bei den Baskets konnte nur einer überzeugen. Mika Kröner stemmte sich mit allem, was er hatte gegen die Niederlage, traf aus dem Feld, aus der Distanz und steuerte am Ende 27 Punkte bei. Besonders die beiden Shooter Raamzi Toure und Rafail Khrysostomidi blieben weit hinter ihren Möglichkeiten und trafen keinen von acht gemeinsam versuchten Distanzwürfen. Für den von Trainer Schaefer vorbereiteten Small-Ball-Spielstil hätten die Baskets eine deutlich bessere Ausbeute von der Drei gebraucht. "Der Abend war total deprimierend für uns - Pech, Nervosität und die mentalen Probleme, die uns die ganze Saison plagen, haben wir auch für diese Woche nicht ablegen können", kommentierte der bediente Trainer der Aschaffenburger die Partie am Samstagabend.

Abstieg besiegelt?

Einer letzten Information der Ligaverantwortlichen der Regionalliga Südost e.V. nach, soll es zwei Absteiger geben – einen Sportlichen und einen Bedingten. Der sportliche Absteiger ergibt sich aus der Niederlage in der Finalrunde der Playdowns. Hier wird der Gegner der Aschaffenburg Baskets aus der Begegnung der Neustädter gegen Anspach ermittelt. Der bedingte Absteiger ergibt sich aus der möglichen Situation, dass mit der Würzburg Akademie ein Absteiger der ProB im Gebiet der Regionalliga Südost liegt, der Sieger der Playoffs die Voraussetzungen für den Aufstieg in die ProB erfüllt und es zwei Aufsteiger aus der 2. Regionalliga gibt. Fakt ist damit: der neu gewählte Modus sorgt für alles andere als Klarheit. Ziel dahinter war einen spannenden Wettbewerb im Abstiegskampf zu kreieren. Durch die verschiedenen Konstellationen könnte dem Endspiel der Playdowns jedoch faktisch keine Bedeutung mehr zukommen. "Seit einigen Wochen hat es sich abgezeichnet, dass wir nicht aus dem Formloch herauskommen werden, aber dennoch ist es sehr sehr bitter", beurteilt Schaefer den Abstieg seiner Baskets. Gänzlich in Stein gemeißelt ist das allerdings noch nicht. Allerdings müsste die Würzburg Akademie eine Wildcard für die ProB erhalten und Aschaffenburg im Finale der Playdowns gewinnen.

Punkte Aschaffenburg: Mika Kröner 27, Dejan Lukac 11, Isaac Obanor 10, Daniel Parker 9, Jeremie Okitasumbu. 6, Raamzi Toure 3, Jakob Jeßberger 2

 

Main Echo, Alex Rippberger

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