Die Aschaffenburg Baskets starten am Samstag in die letzte Runde der Playdowns. Dabei treffen sie auf die Onlineprinters Neustadt – ein Duell, das die Frage nach dem Abstieg über jeden Zweifel klären wird. Nach der Saison können sich noch Möglichkeiten durch die Lizenzvergabe für die erste Regionalliga ergeben, aber die Niederlage in der letzten Serie besiegelt den Gang in die Zweitklassigkeit entgültig.
Ein Halbfinale, das nachwirkt
Die Neustädter reisen mit einem schmerzhaften Erlebnis im Gepäck nach Aschaffenburg. In ihrem Halbfinale gegen die Haching Baskets verloren sie die Partie im letzten Viertel – und das deutlich. Ein 27:13-Lauf der Hachinger im Schlussabschnitt sorgte dafür, dass Neustadt den Einzug in die dritte Runde als Verlierer antrat. Diese Erinnerung dürfte bei den Onlineprinters noch tief sitzen – und sie gefährlich machen. Zudem fehlte der in der Serie der Topscorer der Neustädter und ehemaliger Bundesligaspieler Manuel Rockmann. Unklar ist, ob er für die Finalserie erneut auflaufen wird.
Bekannte Gegner, neue Brisanz
Neustadt ist für die Baskets kein unbeschriebenes Blatt. Bereits in den vergangenen Saisons trafen die beiden in den Playdowns aufeinander. Auch in diesen Playdowns hatten beide schon das Vergnügen miteinander, am letzten Spieltag der Zwischenrunde schlugen die Baskets die Neustädter und durchbrachen damit eine lange Niederlagenserie.
Bamberg steckt noch in den Knochen
Nach der Niederlage gegen Bamberg hat Schaefer zwei Wochen lang bewusst auf Druck verzichtet – die Mannschaft bekam Ruhe, vollständige Ruhe. „Bamberg war deprimierend. Ich kann über die letzten Wochen ehrlich gesagt wenig sagen – wir haben zwei Wochen komplett runtergefahren, keine Trainings gehabt", so der Coach. Nun aber richtet er den Blick klar nach vorne. Mit Jakob Jeßberger fehlt kurzfristig ein Spieler urlaubsbedingt.
Mit einem Erfolgserlebnis in den Sommer
Das Ziel für die Serie ist klar definiert – sportlich wie emotional. „Wir wollen mit etwas Positivem nach Hause gehen und zumindest Vorletzter werden", gibt Schaefer aus. Nach einer langen und zuletzt zermürbenden Saison soll das letzte Kapitel wenigstens gut ausgehen. Nach dem aktuellen Zeitpunkt steht der Abstieg beider Mannschaften zwar fest. Erhält Würzburg jedoch eine Wildcard für die neue ProB-Saison oder einer der Aufsteiger erhielte keine Lizenz für die Regionalliga, könnte auch nur der Verlierer der letzten Playdownrunde absteigen. Ein Restfunke Hoffnung, den auch die Baskets noch haben.
Das erste Spiel der Serie findet am Samstag in der TV-Sporthalle in Goldbach statt.
Main Echo, Alex Rippberger



