Longhorns verpassen Sprung nach oben trotz starker Aufholjagd

Longhorns verpassen Sprung nach oben trotz starker Aufholjagd

Viertelergebnisse: 13:32, 21:11, 16:20, 15:14

Im letzten Saisonspiel der 2. Regionalliga Süd mussten sich die Longhorns Herzogenaurach am Samstagabend vor rund 180 Zuschauern dem MTSV Schwabing 2 mit 65:77 geschlagen geben. Eine Niederlage mit spürbaren Folgen: Statt eines möglichen Sprungs auf Platz sieben blieb am Ende Rang neun – der Klassenerhalt ist nach aktuellem Stand jedoch gesichert.

Dabei war die Ausgangslage klar: Mit einem Sieg hätten die Longhorns sowohl Schwabing als auch Leitershofen in der Tabelle überholt. Doch ein verschlafener Start machte dieses Vorhaben früh zunichte.

Katastrophales erstes Viertel

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Bereits nach gut einer Minute lagen die Longhorns mit 2:8 zurück. Auch eine frühe Auszeit von Coach Markus Schönmüller beim Stand von 6:14 brachte zunächst keine Wende. Die Gäste aus Schwabing dominierten das Geschehen, nutzten defensive Schwächen konsequent aus und zogen bis zur sechsten Minute auf 28:11 davon. Das erste Viertel endete deutlich mit 13:32 – eine Hypothek, die sich später als zu groß erweisen sollte.

Starke Reaktion vor der Pause

Im zweiten Viertel präsentierten sich die Longhorns wie ausgewechselt. Angetrieben von der heimischen Kulisse kämpfte sich das Team Punkt für Punkt zurück. Vor allem die Defense funktionierte nun deutlich besser: Nur elf Punkte ließ man zu, während offensiv 21 Zähler gelangen. Zur Halbzeit war der Rückstand beim Stand von 34:43 wieder auf neun Punkte geschmolzen.

Hoffnung keimt – und wird wieder gedämpft

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Longhorns zunächst an die starke Phase an. Nach dreieinhalb Minuten im dritten Viertel waren sie beim 42:45 bis auf drei Punkte herangekommen. Die Halle spürte, dass das Spiel kippen könnte.

Doch genau in dieser Phase übernahm Schwabing wieder die Kontrolle. Ein 18:4-Lauf innerhalb von fünf Minuten ließ den Vorsprung der Gäste wieder auf 17 Punkte anwachsen (46:63). Zwar konnten die Longhorns bis zum Viertelende noch etwas verkürzen, doch beim Stand von 50:63 war die Ausgangslage für die letzten zehn Minuten weiterhin schwierig.

Keine Wende im Schlussviertel

Das vierte Viertel verlief ausgeglichen, ohne dass die Longhorns entscheidend näher herankamen. Schwabing verwaltete den Vorsprung souverän, sodass der Auswärtssieg zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in Gefahr geriet.

Verletzungen als entscheidender Faktor

Die personelle Situation verschärfte die Ausgangslage zusätzlich: Mit Mike Kaiser, Ben Heßeln und Eric Naumann fehlten gleich mehrere wichtige Spieler verletzungsbedingt. Luis Durner stand nach seiner Verletzung nur zur Sicherheit im Kader, während Juan Reile angeschlagen ins Spiel ging. Entsprechend eingeschränkt waren die Rotationsmöglichkeiten.

Stimmen zum Spiel

Coach Markus Schönmüller zog ein ehrliches Fazit:
„Leider konnten wir nicht wie letzte Woche in Weilheim konzentriert ins Spiel starten. Hätten wir das erste Viertel nicht so verschlafen, hätten wir sehr gute Chancen auf den Sieg gehabt.“

Mit Blick auf die Saison ergänzte er:
„Es war ein Auf und Ab. Wir hatten viele Verletzungen und einige Spiele sehr knapp und unglücklich verloren. Mit etwas mehr Glück wäre tabellarisch deutlich mehr drin gewesen. Am Ende zählt jetzt der Klassenerhalt und der Blick geht nach vorne.“ Saison zu ziehen und den Grundstein für eine stabilere kommende Spielzeit zu legen.

Für die Longhorns spielten:

Schlindwein 22 Punkte (1 Dreier), Übbing 11, Geus T. 11, Welke 6, Reile 6, Klaußner P 4, Schorner 3, Geus L. 2, Klaußner H., Starchikov und Durner (nicht eingesetzt)

(JM)

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