Longhorns feiern ungefährdeten Heimsieg gegen München
Viertelergebnisse: 21:13, 24:8, 27:12, 13:21
Herzogenaurach gewinnt am dritten Spieltag der 2. Regionalliga Südost deutlich mit 85:54 – Verletzung von Center Tobias Übbing trübt die Freude.
Die Longhorns Herzogenaurach haben am dritten Spieltag der 2. Regionalliga Südost ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den MTV 1879 München feierte die Mannschaft am Samstag einen souveränen 85:54-Heimsieg. Mit einer aggressiven Verteidigung, einer verbesserten Offensive und einem furiosen dritten Viertel legten die Gastgeber früh den Grundstein für den Erfolg. Überschattet wurde die überzeugende Mannschaftsleistung allerdings von der Verletzung von Center Tobias Übbing.
Die Herzogenauracher erwischten einen Start nach Maß. Bereits nach zwei Minuten lagen die Hausherren mit 10:2 in Führung und schienen das Spiel früh in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch kurz darauf folgte der erste Rückschlag: Übbing verletzte sich an der Hand und musste ausgewechselt werden. Für den Center war die Partie damit vorzeitig beendet. Die Münchner nutzten die kurze Phase der Verunsicherung und verkürzten auf 10:7. Die Longhorns fanden jedoch schnell zurück zu ihrem Rhythmus, erhöhten wieder den Druck und bauten ihren Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels auf 21:13 aus.
Im zweiten Spielabschnitt dominierten die Gastgeber das Geschehen dann nahezu nach Belieben. Vor allem die aggressive Verteidigung stellte den MTV vor große Probleme. Lediglich acht Punkte gestatteten die Longhorns ihren Gästen in diesem Viertel. Gleichzeitig lief es in der Offensive deutlich besser als noch bei der jüngsten Niederlage. Mit 24 eigenen Punkten setzten sich die Herzogenauracher weiter ab und gingen beim Stand von 45:21 mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Longhorns keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend als Sieger vom Parkett gehen wollte. Innerhalb der ersten drei Minuten des dritten Viertels schraubten sie den Vorsprung auf 54:21. Die Gastgeber blieben konzentriert, verteidigten konsequent und kamen immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen. Mit weiteren 27 Punkten in diesem Spielabschnitt wuchs der Abstand bis zum Viertelende auf 72:33 an. Die Vorentscheidung war damit längst gefallen.
Im Schlussviertel ließen es die Herzogenauracher etwas ruhiger angehen. Bis zur sechsten Minute hielten sie ihre Führung und erreichten beim Zwischenstand von 80:40 ihren höchsten Vorsprung von 40 Punkten. In den letzten Minuten kamen die Münchner noch einmal zu einigen erfolgreichen Abschlüssen, sodass der Abstand etwas schrumpfte. Am klaren Erfolg der Longhorns änderte das jedoch nichts. Mit 85:54 sicherten sich die Gastgeber einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.
Erfreulich aus Sicht der Herzogenauracher war neben dem deutlichen Ergebnis vor allem die defensive Leistung über weite Strecken der Begegnung. Die Mannschaft setzte den Gegner früh unter Druck und fand offensiv wieder besser zu ihrem Spiel. Gleichzeitig verschärft sich allerdings die personelle Situation unter dem Korb: Nach der Verletzung von Luis Durner fällt mit Tobias Übbing nun möglicherweise ein weiterer Center aus. Wie lange Übbing pausieren muss, bleibt abzuwarten.
Am kommenden Samstag steht für die Longhorns bereits die nächste Aufgabe an. Am vierten Spieltag gastieren sie bei der DJK SB München. Die Münchner weisen nach drei Spieltagen wie Herzogenaurach eine Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen auf. Die Longhorns wollen an ihre starke Leistung anknüpfen, erneut mit aggressiver Verteidigung Druck aufbauen und den Gegner zu Fehlern zwingen. Daraus sollen Ballgewinne und einfache Punkte im Fastbreak entstehen. Gelingt es den Herzogenaurachern, diese Spielweise auch auswärts konsequent umzusetzen, bietet sich die Chance, den zweiten Saisonsieg einzufahren.
Für die Longhorns spielten: Schlindwein 21 Punkte (1 Dreier), Kaiser 16 (1) Geus T. 13 (1), Geyer 8 (1), Klaußner H. 7, Welke 6, Heßeln 5 (1), Rykunov 4 (1), Ecke 3, Klaußner P. 1, Schorner 1, Übbing.
(JM)
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