Geduld statt Glanz: BG Illertal besteht Auswärtstest in Schwabing

Geduld statt Glanz: BG Illertal besteht Auswärtstest in Schwabing

Die Basketballer der BG Illertal haben sich beim MTSV Schwabing 2 nicht von ihrer besten Seite gezeigt – und dennoch gewonnen. Beim 82:76-Erfolg in München offenbarte der frisch gekürte Meister der 2. Regionalliga Süd ungewohnte Schwächen, bewies am Ende aber genau jene Qualität, die Spitzenteams auszeichnet: Ruhe, Anpassungsfähigkeit und defensive Disziplin im entscheidenden Moment. Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Schwabing, bekannt für seine intensive Nachwuchsarbeit und athletische Spielweise, suchte konsequent das Eins-gegen-eins und attackierte aggressiv den Korb. Immer wieder fanden die Gastgeber Lösungen, während Illertal phasenweise Schwierigkeiten hatte, den eigenen Matchplan umzusetzen. „Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht“, bilanzierte Trainer Max Kihm später treffend. Zur Halbzeit stand ein folgerichtiges 44:44 auf der Anzeigetafel – Ausdruck eines Spiels, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: viele Führungswechsel, wenig Kontrolle, dafür hohe Intensität. Illertal fand offensiv zwar immer wieder Lösungen – unter anderem durch Patrick Antic (18 Punkte), Lucca Bretz (15) und Johannes Zeidler (11) –, doch die defensive Stabilität, die das Team über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hatte, stellte sich zunächst nicht ein. Erst im Schlussabschnitt gelang die entscheidende Anpassung. Illertal stellte defensiv um, verzichtete auf das bisherige Switching-Konzept gegen den Big Man und setzte stattdessen auf klarere Zuordnungen. Gleichzeitig verkürzte Kihm die Rotation und vertraute auf jene Spieler, die in dieser Phase defensiv den Ton angaben. Die Wirkung war spürbar: Schwabing verlor an Durchschlagskraft, Illertal gewann Kontrolle.
Offensiv fand der Meister nun ebenfalls zu mehr Klarheit. Das Spacing wurde verbessert, die Angriffe geduldiger ausgespielt – und schließlich auch konsequent zu Ende gebracht. Der entscheidende Moment folgte kurz vor Spielende: Nach einer Ballzirkulation wurde der Illertaler Schütze, Patrick Antic in der Ecke freigespielt und verwandelte einen wichtigen Dreier, der den Gästen den entscheidenden Vorsprung verschaffte. In der Schlussphase spielte Illertal die Partie routiniert herunter, unterstützt von einer soliden Freiwurfquote (17 von 22, 77 Prozent) und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Neun Spieler trugen sich in die Scorerliste ein – ein weiterer Beleg dafür, dass die Entscheidung letztlich im Kollektiv fiel. So blieb am Ende ein Arbeitssieg, der weniger durch spielerische Dominanz als durch Anpassungsfähigkeit geprägt war. Oder, wie Trainer Kihm es formulierte:

„Wir sind froh, dass wir das Spiel am Ende gewonnen haben. Allerdings haben wir unseren Matchplan nicht wirklich gut umgesetzt. Gegen Rosenheim müssen wir nächste Woche defensiv und als Team deutlich besser performen.“

Ein Satz, der zeigt: Auch ein Meister bleibt im Lernprozess.

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