Ein Meister ohne Druck – BG Illertal gewinnt deutlich gegen  Weilheim

Ein Meister ohne Druck – BG Illertal gewinnt deutlich gegen Weilheim

Man merkte diesem Spiel von Beginn an an, dass hier eine Mannschaft auf dem Feld stand, die nichts mehr beweisen musste – und genau deshalb umso mehr zeigte. Beim 122:66 (56:28) gegen den TSV Weilheim präsentierte sich die BG Illertal in der heimischen Halle in Illertissen als Meister, der befreit aufspielt und dabei eine beeindruckende Mischung aus Effizienz und Spielfreude entfaltet. Die Gäste aus Weilheim, als Tabellenzehnter mitten im Abstiegskampf und zudem personell geschwächt, hatten von Anfang an Schwierigkeiten, Zugriff zu bekommen. Illertal dagegen fand sofort seinen Rhythmus – schnell im Umschalten, klar in den Entscheidungen und vor allem bemerkenswert mannschaftsdienlich. Schon im ersten Viertel fiel eine Serie von Dreipunktewürfen, insgesamt neun allein in den ersten zehn Minuten. Was folgte, war eine offensive Demonstration. Am Ende standen 23 verwandelte Dreier auf dem Statistikbogen – ein Wert, der selbst für ein dominantes Team außergewöhnlich ist. Dabei war die Trefferquote nur ein Teil der Geschichte. Entscheidend war die Art und Weise: Der Ball lief, freie Würfe wurden konsequent herausgespielt, und jeder Spieler war eingebunden. Dass alle eingesetzten Akteure punkteten, spiegelte diesen Ansatz eindrucksvoll wider. Ein kurzer Moment des Stockens im zweiten Viertel, als Weilheim auf eine Zonenverteidigung umstellte, blieb die einzige Phase, in der Illertal etwas aus dem Tritt geriet. Doch auch diese Anpassung wurde schnell gelöst – mit klarem Passspiel und Geduld. Zur Halbzeit war die Partie bereits vorentschieden. Nach dem Seitenwechsel setzte der Meister noch einmal nach. Zwei Viertel mit jeweils über 30 Punkten unterstrichen die offensive Durchschlagskraft, die immer wieder aus einer stabilen Defensive heraus entstand. Ballgewinne, schnelle Abschlüsse, klare Entscheidungen – Illertal spielte wie aus einem Guss. Individuell ragte Lucca Bretz mit 27 Punkten heraus, während Leo Vrkas (20) und Paul Schorr (19) ebenfalls zweistellig trafen. Doch auch die Breite im Kader machte den Unterschied: Erdal Kalkan steuerte zehn Punkte bei, darunter zwei Dreier, und zeigte ebenso wie andere jüngere Spieler, dass die zweite Reihe längst bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Die Atmosphäre in der Halle entwickelte sich mit dem Spiel. Anfangs noch ruhig, fast gelöst, wuchs die Stimmung mit jeder gelungenen Aktion – und spätestens im Schlussviertel, als Illertal erneut neun Dreier traf, wurde aus dem Pflichtspiel ein Schaulaufen. Trainer Max Kihm fasste den Abend entsprechend zusammen: „Wir haben verdient gewonnen. Es hat wirklich Freude gemacht, vor allem weil wir unglaublich simpel, aber sehr gut als Team zusammengespielt haben. Dass jeder Punkten konnte, freut mich besonders. Und die Dreierquote war natürlich überragend.“ So bleibt ein Spiel, das weniger durch Spannung als durch Klarheit geprägt war. Die BG Illertal zeigte, dass sie auch nach der bereits gesicherten Meisterschaft ihren Anspruch nicht verliert – im Gegenteil: Ohne Druck wirkt dieses Team noch geschlossener, noch flüssiger. Die nächste Aufgabe wartet bereits auswärts in Schwabing…

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Spannung bis zum Schluß

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