IN 3,6 SEKUNDEN zum GLÜCK

USV VIMODROM Baskets gewinnen durch den letzten Wurf gegen Marktheidenfeld

Nach einer weiteren intensiven Trainingswoche heiß es am Sonntagnachmittag zum ersten Mal in dieser Saison: Willkommen in der USV Sporthalle. Zu Gast war eine der besten Mannschaften der letzten beiden Jahre, der TV Marktheidenfeld. Auch wenn man erneut mit 11 Akteuren im Kader antrat, so waren einige Spielerinnen angeschlagen und konnten nicht voll trainieren. Dennoch war man voll motiviert, nach dem Sieg in München nachzulegen.

Die Universitätssportlerinnen begannen das Spiel hoch konzentriert und führten schnell mit 7:2. Die Gäste fanden Mitte des ersten Viertels aber langsam ins Spiel und konnten den Rückstand auf 11:10 verkürzen, bevor Hausherrinnen den Spielabschnitt mit fünf Punkten in Folge und einer 16:10 Führung beenden konnten.

Das zweite Viertel verlief auf beiden Seiten sehr inkonstant. Zunächst glichen die Mädels von Trainer Fabian Barthel das Spiel aus, dann zogen die Gastgeberinnen wieder auf 21:16 davon. Ein weiterer Run führte zur einzigen Führung von Marktheidenfeld (22:21), die ganze 9 Sekunden hielt. Denise Alkewitz aus der Halbdistanz und Alex Ruppe per Dreier stellten wieder auf vier Punkte Vorsprung. Die Gäste verkürzten per Freiwurf auf 26:23 zur Halbzeit.

Klar war, dass der Meister der Saison 2016/2017 in der zweiten Hälfte mehr offensive Power aufs Feld bringen würde. Man musste aus einer flüssigen Offensive heraus gute Würfe kreieren und Ballverluste minimieren, um Marktheidenfeld nicht die Chance auf schnelle Punkte zu geben. Am offensiven Brett wollte man sich weiterhin viele zweite Wurfchancen erarbeiten. Das dritte Viertel war in den ersten drei Saisonspiele bisher die Schwachstelle im Jenaer Spiel, das sollte sich aber ändern.

Bis Mitte des dritten Viertels konnten die USV VIMODROM Baskets die Führung auf 40:31 ausbauen. In der Folge ließ man allerdings etliche Punkte an der Freiwurflinie liegen und Marktheidenfeld kam kurz vor Ende des Spielabschnitts auf vier Punkte heran, ehe Lilly Feistkorn per Dreier auf 47:40 vor dem letzten Viertel stellte.

Bis Mitte des Schlussviertels konnte der Gast im Stil einer Spitzenmannschaft den Rückstand Punkt für Punkt verkürzen. Nach einem technischen Foul erzielten Giulia Zöllner und Eva Barthel die 57:55 Führung für ihr Team, die Kapitän Denise Alkewitz ausgleichen konnte. In der Folge schaffte es Marktheidenfeld immer wieder, zwei Punkte vorzulegen, die jeweils von Sandra Amoah ausgeglichen wurden.

40 Sekunden vor Spielende holte man einen wichtigen Stop, verlor allerdings im Gegenzug den Ball. Eva Barthel konnte davon nicht profitieren und so hatte man mit zu spielenden 27 Sekunden eine Auszeit und wollte das Spiel entscheiden. Vanessa Kajans Zug zum Korb konnte nur mit einem Foul gestoppt werden, sie sorgte per Freiwurf für die 62:61 Führung. 13,7 Sekunden waren da noch zu spielen und der Gegner nahm eine Auszeit. Man spielte eine richtige starke Defense, hatte den Ball schon fast erobert, da fand er doch noch den Weg zu Lena Zwiers, die mit 3,6 Sekunden auf der Uhr das 62:63 aus Jenaer Sicht erzielte.

Jetzt hieß es, Nerven bewahren und das System durchspielen. Alex Ruppe bringt den Ball auf Sandra Amoah, die ihn sofort weiter auf Denise Alkewitz passt. Jenas Nummer 14 zieht zum Korb und kann auch von drei Gegenspielerinnen nicht dran gehindert werden, den Ball mit der Sirene im Korb unterzubringen. Dann brechen alle Dämme, die Mitspielerinnen begraben ihren Kapitän unter sich.

Mit 64:63 gewinnt man am Ende dieses hoch dramatische Spiel. Die Grundlagen dafür hat man in den letzten Trainingswochen gelegt, in denen man auch nach den ersten beiden Niederlagen nie den Kopf hängen ließ, sondern umso intensiver arbeitete.

Nun steht ein freies Wochenende an, danach warte Weimar im Pokal. In drei Wochen reißt man dann zum Aufsteiger nach Regensburg. Intensiv und konzentriert wird man weiter trainieren, um mit den Top Teams der Liga mithalten zu können.

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