Spielberichte

Regensburgerinnen gewinnen Kellerduell

In einer nervenaufreibenden Partie gewinnen die Regensburger Damen gegen die Baskets aus München endlich ihr zweites Saisonspiel mit 52:57.

Im Vorletzten Spiel der Saison reisten die Baskets am Samstag zum Tabellennachbarn aus München. Mit dem festen Ziel vor Augen endlich den zweiten Sieg der Saison einzufahren starteten die Regensburgerinnen engagiert in die Partie – von gegenseitigem Abtasten keine Spur. Allen war jedoch klar, die bisher noch sieglosen Gastgeberinnen waren nicht zu unterschätzen. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen behielten die Baskets aber einen kühlen Kopf, ließen sich nicht schnell überrumpeln und punkteten in der Offensive konstanter als sonst. Dass das Team und allen voran vor allem Charlotte Schomburg heute einen guten Tag erwischt hatte, zeigte auch die Statistik mit bereits zwei verwandelten 3-Punkte-Würfen im ersten Viertel und einer einhergehenden 9:16 Führung nach 10 Minuten.

„Ich bin heute total stolz auf unsere Mannschaft! Dass wir uns nach so vielen verlorenen Spielen nicht aufgegeben haben, weiter an uns geglaubt haben und uns heute mit einer tollen Teamleistung in einem wirklich spannenden Spiel endlich belohnen konnten finde ich überragend!“ gibt Kapitän Angelika Kumicic zu Wort.

Das zweite Viertel startete zäh und eher punktearm. Erst gegen Spielminute 15 bäumten sich die Münchnerinnen plötzlich auf und rochen Lunte – mit 8 Punkten in Folge vernichteten sie das Regensburger Punktepolster innerhalb von 3 Minuten und glichen zur Halbzeit gar zum 23:23 aus. Bedingt war der Ausgleich vor allem auch durch die an diesem Tag eher maue Freiwurfquote – 13/27 (48.1%) Freiwürfe waren der Regionalliga nicht ganz würdig. Die kämpferisch hart geführte Partie machte den Schützen wohl hier zu schaffen.

So starteten die beiden Teams nach den Halbzeitansprachen wieder bei einem ausgeglichenen 0:0. Dass in diesem Spiel noch alles möglich ist konnten die beiden Coaches wohl nicht oft genug wiederholen. Auch in Hälfte zwei war Regensburg der unbedingte Wille zum Sieg anzumerken. Sie starteten furios mit 8 Punkten in Folge. In der schnellen Partie wurde um jeden Quadratmeter Parkett gekämpft, was die Ballverlustquote auf beiden Seiten nach oben trieb. Einfache Korbaktionen meist Mangelware! Ohne Kontakt kein Korbleger, bis auf ein paar wenige gut herausgespielte Fastbreakaktionen.
Regensburg zeigte sich im ganzen Spiel willensstark und gab die erspielte Führung kein einziges Mal her. Insgesamt konnte München nur 3 mal ausgleichen. Andererseits waren die Gäste auch nur maximal 9 Punkte in Front – eine absolut enge Geschichte also.

„Bedanken dürfen wir uns heute trotz der guten Teamleistung vor allem bei Charly, sie hat uns, nach den letzten sehr turbulenten Wochen, heute wirklich getragen und in ganz wichtigen Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen und die Punkte gemacht“

Die zahlreich aus allen Ecken Bayerns angereisten Fans der Regensburgerinnen erlebten dann ein regelrechtes Herzschlagfinale in den letzten Minuten der Partie. Beide Mannschaften agierten langsam nervöser und die Freiwurfaktionen nahmen zu. Wie anfangs beschrieben ja leider an diesem Tag nicht das Steckenpferd der Baskets. Ganz im Gegensatz zur sonst eher niedrigen Dreierquote (bisher 42 3-Punkte-Treffer in 18 Spielen (Team), Niedrigste Quote der Liga) glänzte jemand heute förmlich hinterhalb der 6,75m. Insgesamt sechs „3er“ fanden an diesem Tag ihr Ziel. Davon ein ganz wichtiger 16 Sekunden vor dem Ende der Partie.

Nach einem Ballverlust und zwei verworfenen Freiwürfen auf Regensburger Seite erzielten die Münchnerinnen den Ausgleich zum 52:52. Trainer Markus Höß nimmt eine Auszeit um den Plan für den Sieg in den letzten Sekunden des Spiels an seine Schützlinge weiterzugeben. Ein Einwurfplay in der gegnerischen Hälfte soll es sein. Die an diesem Tag überragend aufgelegte Charlotte Schomburg (20 Punkte, 5 3er, 1/1 Freiwürfe) erhält den Ball für einen schnellen Abschluss frei an der Dreipunktelinie und zieht geistesgegenwärtig ab – swish! Drei Punkte in Front – 9 Sekunden zu spielen. Jetzt einen kühlen Kopf bewahren! Den Ausgleich nicht mehr zulassen! Ein letzter Versuch des Gegners – vorbei – Rebound bei Regensburg, das schnelle Foul der Hausherrinnen, zwei wichtige Punkte an der Freiwurflinie später – 52:57 für Regensburg! Unglaublich.

So gewinnen die Domstädterinnen endlich ihre zweite Partie in der Regionalliga und können das vorerst letzte Spiel der Saison am kommenden Wochenende (23.03. 19 Uhr) gegen den TV Marktheidenfeld in der Königswiesener Sporthalle genießen. Dem Tabellendritten wird man wie im Hinspiel eine kämpferisch starke Partie liefern auch wenn die Siegaussichten hier wieder nicht ganz so rosig aussehen werden – aber man weiß ja nie – vielleicht klappt ja doch noch ein Überraschungscoup!

Gute vorstellung beim letzten Heimspiel der Saison

Der Beginn des Spiels war geprägt von vergebenen Chancen. So fiel der erste Korb des Spiels erst in der 5. Minute. Jena konnte sich dann innerhalb von 2 Minuten auf 2:10 absetzen. Die BG-Mädels kamen mit der Ganzfeldpresse von Jena immer besser zurecht und konnten den Abstand bis zum Ende des ersten Viertels auf 13:16 verkürzen. Durch weiterhin schönes Mannschaftsspiel konnten die Gastgeberinnen sogar mit 21:16 in Führung gehen (13.Minute). Bis zur Halbzeit konnte Jena wieder auf 29:29 ausgleichen. Wie auch zu Beginn des Spiels setzte sich Jena mit 7 Punkten ab, ehe die BG-Mädels bis zum Ende des 3. Viertels durch schön herausgespielte Angriffe und die Unterstützung der Fans wieder bis auf 2 Punkte herankamen. Die BG-Mädels gaben sich zu keiner Zeit des Spiels geschlagen. Die Verteidigungsform wurde während des Spiels 3x gewechselt. Doch die punktbeste Spielerin der Liga in Reihen von Jena konnte nie so richtig unter Kontrolle gebracht werden. So ging eines der stärksten Spiele der BG-Mädels leider trotzdem mit 59:68 verloren.

Wichtige Punkte in Elsenfeld

Zu einer der längsten Auswärtsfahrten brachen die USV VIMODROM Baskets am Samstag nach Elsenfeld auf. Im Hinspiel konnten die Jenaer Damen mit einem Lauf zum Ende des dritten Viertel einen entscheidenden Vorsprung erzielen und das Spiel letztlich souverän gewinnen. Doch in Elsenfeld zu gewinnen war noch nie einfach und auswärts tun sich die USV Damen in dieser Saison ohnehin etwas schwer.

Beide Teams starteten nicht gerade hochklassig ins Spiel, Defense und viel Kampf bestimmten das Spiel. Die Jenaer Damen konnten sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten, hatten aber etwas zu wenig Bewegung offensiv. Sie attackierten zwar den Korb, schlossen aber oft zu hektisch ab. Mit 16:13 ging es ins zweite Viertel.

Auch hier setzte sich der Trend fort. Das Spiel war umkämpft, der Gastgeber konnten zwischenzeitlich sogar die Führung übernehmen. Die Jenaer Ladies kämpften sich aber zurück und glichen zum 29:29 aus. In der Kabine wurde an das Selbstvertrauen appelliert. Dazu sollten gute Entscheidungen getroffen und keine zweiten Würfe zugelassen werden.

Und die USV Damen begannen wie die Feuerwehr. Ein 7:0 Lauf zwang den Gastgeber zu einer Auszeit, aber entschieden war noch lange nichts. Denn Elsenfeld kam zurück ins Spiel, konnte bis zum Viertelende wieder auf 41:43 aufschließen.

Im Schlussviertel sollte Jena dann zur eigentlichen Stärke zurückfinden, der Offensive. Aggressive Penetrations sorgten immer wieder für Rotationen in der Defense und zu offenen Würfen, die endlich fallen sollten. Denise Alkewitz und Ina Elsner streuten wichtige Dreier ein, Sandra Amoah und Alex Ruppe schlugen ihre Gegenspielerinnen immer wieder im 1:1. Doch das Heimteam gab nie auf. Katharina Vogel sorgte mit sechs Punkten in Folge dafür, dass ihr Team im Spiel blieb. Am Ende sicherten die VIMO Ladies den Sieg aber an der Freiwurflinie.

So sichert man sich zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz 4. Da duelliert man sich mit Litzendorf und Nördlingen, hat aber mit Würzburg und Jahn München das schwerste Restprogramm. Aber mit dem Gefühl, endlich auch ein schweres Auswärtsspiel gewonnen zu haben kann man die letzten zwei Spiele mit viel Selbstvertrauen angehen.

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