Spurs klettern auf Platz 3

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende holten die Dachau Spurs den vierten Sieg in Folge und kletterten damit auf den dritten Tabellenplatz der 2. Regionalliga Süd – eine schöne Momentaufnahme, die jetzt mindestens bis Mitte Januar Bestand haben wird. Denn das 72:67 (38:36) gegen die Basketballer des TSV Milbertshofen war nicht nur das letzte Vorrundenspiel, sondern auch die letzte Begegnung vor der Weihnachtspause.

„Uff, die haben sich ganz ordentlich gewehrt“, atmete Igor Jurakic nach dem knappen Erfolg im Derby durch. Der Coach verlebte zusammen mit seinem Assistenten Milan Keser wahrlich keinen entspannten Abend in der Jahnhalle. Es war der erwartete Kampf auf Biegen und Brechen. Die beiden Teams, die zu den besten der Liga in punkto Verteidigung zählen, schenkten sich nichts, mit Haken und Ösen wurde da gearbeitet. In allen vier Vierteln überschritten beide Mannschaften so jeweils die kritische Mannschaftsfoulgrenze von vier, nach der es dann Freiwürfe für jedes Foul gibt. Und Spieler beider Seiten standen nicht selten an der Freiwurflinie: Zehn von 23 Versuchen verwandelten die Gäste, 15 von 25 die Spurs.

Gerade in der ersten Hälfte war es ein zähes Ringen, konnte sich keine Mannschaft auch nur einmal absetzen. Man zwang sich zu Fehlern und schwierigen Würfen. Mit 38:36 nahmen sich die 1865-Korbjäger einen denkbar knappen Vorsprung mit in die Pause.

In dieser schien das Trainerduo Jurakic/Keser die richtigen Worte zu finden, denn nach Wiederbeginn waren die Offensivbemühungen der Spurs zunächst sehr viel entschlossener. Mit einem 15:2-Lauf schienen die Dachauer das Kommando zu übernehmen. Gegen die Zonenverteidigung der Milbertshofener traf 1865 nun auch aus der Distanz: Tassilo Matthes, Johannes Schwarz und Corni Glück netzten in kurzer Folge „Dreier“ ein. Doch die Spurs verzettelten sich in der Folge wieder, verhedderten sich in der engmaschigen MIL-Defensive, leisteten sich eine Vielzahl von Ballverlusten. Bis zur letzten Viertelpause war der Gast ihnen wieder unangenehm nah auf den Pelz gerückt (58:57).

Erneut schafften es aber die Hausherrn, sich noch einmal abzusetzen. Das Konzept, alle zwölf Spieler einzusetzen, schien sich wieder auszuzahlen, die Dachauer wirkten frischer als ihre Gegenüber. So bekam man auch Milbertshofens Beste immer besser in den Griff. Die Ex-Spurs, Forward Marco Hillebrecht und Aufbauspieler Nik Syrrakos, rannten sich nun immer wieder in der leichtfüßigen, sich gegenseitig helfenden 1865-Verteidigung fest. Und auch der Kunstschütze Josua Naeger wurde in diesem Schlussviertel endgültig an die Kette gelegt. Zusammen gelangen den drei besten Münchnern in diesen zehn Minuten nur noch fünf Punkte. So konnten sich die Spurs sogar den Luxus leisten, ihre letzten fünf Freiwürfe allesamt zu vergeben.

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