Derby-schlappe nach Verlängerung

Sie sahen lange Zeit wie der klare Sieger aus. Doch am Ende gaben die Spurs den Sieg beim Derby gegen München Basket noch aus der Hand. Mit 79:83 (43:33) zogen die Spurs nach Verlängerung den Kürzeren – der erste Dämpfer der noch jungen Regionalligaspielzeit.

Es lief zunächst wie am Schnürchen. Mit schnellem Umschalten nach guter Verteidigung bekamen die Spurs immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten und setzten sich besonders dank eines starken Auftakts von Corni Glück und Johannes Schwarz erstmals Ende des ersten Viertels ab (24:16). Die Fans in der gut gefüllten Jahnhalle waren begeistert. „Da haben wir richtig attraktiven Basketball gespielt“, freute sich Spurs-Coach Igor Jurakic.

Auch die gelegentliche Ganzfeldpresse der Münchner hebelten Sam Scheurich und Co. immer wieder aus und überrumpelten die Gäste wie schon Weilheim in der Vorwoche mit hohem Tempo. Youngster Sebastian Wolf (18) feierte zudem einen gelungenen Einstand in der ersten Mannschaft, legte seine Anfangsnervosität schnell ab und sammelte neben starker Defensiv- und Reboundarbeit auch seine ersten Punkte im Spurs-Dress.

Zur Pause war der Vorsprung der 65er beim 43:33 komfortabel. Und bis zur 26. Spielminute ging das erstmal so weiter, Corni Glück und Steffen Haberland verwandelten nun sicher, und Dachau setzte sich scheinbar vorentscheidend ab (55:38). Viertel um Viertel hatten die Jurakic-Schützlinge für sich entschieden, doch im letzten Abschnitt riss plötzlich der Faden. In der Verteidigung war nun in der ein oder anderen Szene Bruder Leichtfuß ein schlechter Ratgeber, und im Angriff verkrampften die 1865er zusehends. „Es sind uns nun gar keine einfachen Punkte mehr gelungen, jeden Korb haben wir uns schwer erarbeiten müssen“, sagt Igor Jurakic.

Die Münchner arbeiteten sich nun Punkt um Punkt heran, ohne dabei besonders zu glänzen oder in der Verteidigung spürbar zuzulegen. Die Gäste glichen erstmals in der 39. Spielminute aus (70:70) und ihr Bester, Sebastian Ebertz, schaffte mit seinem Korb in den Schlusssekunden erneut den Ausgleich zum 73:73. Die Münchner hatten im gesamten Spiel kein einziges Mal geführt und zwangen dennoch die Spurs in die Verlängerung.

Und da war das Momentum endgültig auf ihrer Seite und Luft bei den Dachauern raus. Die Art und Weise der Niederlage sei „sehr, sehr, sehr bitter und unnötig“ erklärte Igor Jurakic zwar, betonte aber zugleich, „der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen“ zu wollen. Am Einsatz habe es wahrlich nicht gelegen.

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