Green Devils siegen im Wolfsbau

passauDas hatte man sich im Lager der White Wolves Passau etwas anders vorgestellt. Das letzte Heimspiel gegen den vor dem Spiel immer noch abstiegsbedrohten SSV Schrobenhausen – die Green Devils – sollte ein erfolgreicher Abschluss „dahoam“ werden. Aber man traf auf einen bestens vorbereiteten Gegner, dessen Topspieler Claus – Jürgen Ludwig nicht zu stoppen war und dessen Centerhühne Lukas Bäumel einen Sahnetag erwischte, verschlief die erste Halbzeit und konnte das Match trotz Aufholjagd nicht mehr drehen. 72:82 das ernüchternde Endergebnis mit jubelnden Gästen und etwas „bedröppelten“ Wölfen. Kein Beinbruch, nur ein kosmetischer Fehler einer von White Wolves – Seite hervorragenden Saison. Verabschiedet wurden nach dem Spiel Aufbau Ferdinand Schütze und Flügel  Valentin Kraft, die aus Studiengründen das Team verlassen werden.

 

„Hirrnwirr'n" heißt die Ausstellung von Florian Weber, Jörg Webers (Coach Schrobenhausen) Bruder, die in der Passauer Produzentengalerie zu sehen ist. Es geht um Gebilde, die im Gehirn entstehen und die - übertragen auf das Green-Devils-Team - vor allem dazu führen sollten, dass die Spieler am Samstagnachmittag noch einmal die Köpfe freibekamen. „Wir versuchten es diesmal ein wenig anders, um nicht - wie sonst nach einer langen Autofahrt direkt in die Halle zu kommen und sich eine Niederlage abzuholen", sagte der Gästetrainer. Bilder anschauen, Kaffee trinken, erst danach sollte es an diesem Abend um Basketball gehen. Mit Erfolg. Gleich zu Beginn knirschte es gewaltig für die Hausherren. Man bekam kaum defensiven Zugriff, die vom Start an bissigeren Devils zogen, ehe man es sich versah, einen 10:0 – Lauf ab und brachten gleich einen Vorsprung auf die Anzeige, der auch den Abstand am Ende ausmachte. Die Passauer Basketballer waren nicht bereit, man ließ sich 3 Dreier in Folge einschenken, holte kaum Rebounds und blieb lediglich über Freiwürfe im Spiel. 9 von 18 Punkten im ersten Viertel fielen von der Linie. Ergebnis 18:26.

Im zweiten Viertel lief nun Devils - Topscorer Claus – Jürgen Ludwig heiß und erhöhte den Spielstand schnell auf 22:43 aus Passauer Sicht. Die beiden Wolves - Aufbauspieler Ferdinand Schütze und Maximilian Gentner übernahmen die Offensive mit 3 Dreiern und konnten den Rückstand somit geringfügig verkürzen. Generell war in der ersten Hälfte wenig Wille zu erkennen, man ging in der Defense nicht dorthin, wo es wehtat. Lediglich Alexander Herbort stemmte sich dagegen (13 Punkte in 1. Hälfte). Zur Halbzeit stand es 35:50 (Viertel 17:24). Das war aus White Wolves - Sicht zu wenig.

Im 3. Viertel nun aber ein verändertes Bild. Die Passauer entdeckten ihre Qualitäten und kämpften wieder. Ein 7:0 - Run stellte den Score auf 42:50. Die Zuschauer erwachten und gingen lautstark mit. Jan Köplin markierte 8 Punkte in Folge und nach Freiwürfen von Benni Mayer stand es dann 52:55. Konnte die Wende eingeleitet werden? Aber zum Ende des Abschnitts verursachte man zu viele Freiwürfe über die Teamfouls, wodurch sich Schrobenhausen wieder auf 57:62 absetzen konnte (Viertel 22:12). Dennoch – die Wolves hatten sich herangearbeitet und gebissen.

Das letzte Viertel begann zwar mit 5 Punkten für Schrobenhausen, doch nach 2 Gentner-Dreiern waren die Wölfe auf 3 Punkte dran (66:69; Minute 36). Jetzt kochte die Halle. Leider verlor man nun seinen offensiven Rhythmus und verlegte viele Bälle, sowohl inside, als auch Dreier. Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Die Schrobenhausener bewiesen in den letzten 3 Minuten Nervenstärke von der Linie (9/10 FW) und gingen nach Spielende verdient als Sieger vom Platz, auch weil sie aus der Distanz insgesamt eine sehr gute Trefferquote bieten konnten. Endergebnis 72:82 (4. Viertel 15:20).

Wolves - Coach Jan Köplin: „Heute hat leider die Bereitschaft gefehlt. Während sich Schrobenhausen mit Zusatztrainings vorbereitet hat, hatten wir lange Ferien, was im Endeffekt den Ausschlag gegeben hat. Wir haben den Kampf nicht angenommen, dementsprechend war uns Schrobenhausen in den Bereichen Rebound und Defense überlegen. Dann spielen sie sich in der ersten Hälfte in einen Rausch und wir laufen ständig dem Rückstand hinterher. Ein gutes Viertel reicht am Ende nicht. In der zweiten Hälfte haben wir dennoch gut gespielt, was Auftrieb für das letzte Saisonspiel geben sollte.“

Nach diesem vorletzten Saisonspiel bleiben die White Wolves Passau auf dem 5. Tabellenrang und müssen nun am kommenden Wochenende versuchen, in Milbertshofen ein erfolgreiches Saisonfinale zu erreichen.

Spieler Passau: Alexander Herbort 19, Ferdinand Schütze 15, Benjamin Mayer 11, Maximilian Gentner 9, Kann Köplin 8, Jan – Erik Taubmann 5, Cornelius Ferber 4, Lorenz Dupper 1, Andreas Hugger, Valentin Kraft.

 

Beste Spieler SSV: Claus – Jürgen Ludwig 29, Lukas Bäumel 19, Sebastian Ritzer 10, Timothy Spatschek 10.

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