Spielberichte

Gute Stimmung Trotz Niederlage

Trotz der 87:95-Niederlage (21:19, 11:22, 23:24, 32:30) gegen die Dachau Spurs bleiben die Green Devils Schrobenhausen ein weiteres Jahr in der 2. Regionalliga – und blicken auf eine insgesamt sehr erfolgreiche Saison zurück.

„Unser Ziel war es, neun Saisonsiege zu holen und damit die Klasse zu halten. Das haben wir geschafft“, bilanziert Jörg Weber nach seinem ersten Jahr als Chefcoach der ersten Green-Devils-Mannschaft und betont: „Ich muss meiner Mannschaft dafür ein Riesenkompliment machen. Jeder Spieler kann stolz auf das sein,was wir erreicht haben.“ Individuell und mannschaftstaktisch habe sich sein junges Team in dieser Saison enorm weiterentwickelt.

Natürlich hatte die Saison auch ihre Tiefen, doch in Erinnerung bleiben vielmehr die besonderen Höhepunkte: Der Heimsieg gegen den FC Bayern III beispielsweise vor einer grandiosen Kulisse. Oder der wichtige Auswärtssieg in Passau, kurz vor Saisonende, wo sich die Green Devils im Nachhinein endgültig den Klassenerhalt sicherten. Drei Schrobenhausener Spieler – Claus-Jürgen Ludwig, Timothy Spatschek und Lukas Bäumel – haben es sogar in die Top-Ten der besten Scorer geschafft. Spatschek mit 19, Bäumel mit erst 18 Jahren. Und natürlich gebührt das große Lob am Ende dieser Spielzeit auch wieder den Schrobenhausener Fans. Die Heimspiele vor mehreren hundert Zuschauern sind seit jeher ein Spektakel, zum Auswärtsspiel beim FC Bayern III begleiteten rund 120 Fans ihr Team nach München.

Und so war die Stimmung auch am Samstag, beim letzten Heimspiel, noch einmal richtig gut. Erst recht, als die Green Devils nach sieben Punkte von Spatschek sofort mit 10:2 davonzogen. In der Halle brodelte es zum ersten Mal. Dann aber übernahmen die Dachauer immer mehr die Kontrolle, kämpften sich bis zum Ende des ersten Viertels wieder heran (21:19) und zogen bis zur Halbzeit auf neun Punkte davon (32:41). Den Start in den dritten Abschnitt verschliefen die Green Devils dann komplett. Nach einem Dachauer 12:0-Lauf stand es plötzlich 32:53 aus Sicht der Gastgeber.

Angepeitscht von ihren Fans kämpften sich die Green Devils aber noch einmal heran: Uli Steiner (verletzte sich später schwer am Knie) mit einem erfolgreichen Vierpunktspiel, kurz darauf Spatschek mit einem weiteren Dreier und Simon Ettenreich verkürzten auf 55:62. Letztlich hatten die Spurs aber zu jeder Zeit die passende Antwort parat, um die Halle und die Green-Devils-Mannschaft sofort wieder abzukühlen. „Uns hat dagegen der hundertprozentige Fokus gefehlt, vor allem in der Defense“, moniert Weber.

An der anschließenden Saisonabschlussparty in der Halle und an einer insgesamt guten Spielzeit konnte freilich auch die Niederlage nichts ändern. Alle Schrobenhausener Basketballfans freuen sich schon jetzt auf eine weitere Saison in der 2. Regionalliga.

Topscorer:

Green Devils Schrobenhausen: Claus-Jürgen Ludwig (26), Timothy Spatschek (18), Lukas Bäumel (11).

Dachau Spurs: Milan Keser (20), Igor Jurakic, Cornelius Glück (beide 16).

Leichter Saisonausklang bei den Fröschen

Am letzten Spieltag empfingen die Frösche die bereits abgestiegenen Gäste aus Gröbenzell. Für beide Temas ging es um nichts mehr, trotzdem wurde munter gespielt.

Die Hausherren behielten die Führung während des Spiels bei, die Gäste konnten in der 2. Halbzeit des Ergebnis verbessern. Ein ruhiger Abend für alle Beteiligten.

Die Frösche bedauern, daß ihre Nachbarn aus dem Vorort den Gang in die Bayernliga antreten müssen. 

Die besten Scorer des Abends waren Oliver Russ mit 23 Punkten bei den Hausherren und Lion Gorgas bei den Gästen mit ebenfalls 23 Punkten an diesem Abend

kangaroos unterliegen zum saisonfinale dem fc Bayern

Die zweite Mannschaft der BG Leitershofen/Stadtbergen hielt am letzten Spieltag gegen den Tabellenzweiten Bayern München III von Anfang an gut mit, musste aber meist einem Rückstand von sieben bis zehn Punkten hinterherlaufen. Im letzten Viertel startete man eine Aufholjagd und hatte eine Minute vor dem Ende sogar die Chance zur Führung, ein Dreier verfehlte aber beim Spielstand von 55:56  sein Ziel hauchdünn. Demzufolge galt es dann auch nach dem Schlusspfiff noch ein wenig zu zittern, bis die erlösenden Nachrichten von den Spielausgängen der anderen Partien kamen und dem Unterbau der BG den wichtigen Platz in der 2. Regio Süd sicherte.

Spurs mit Sieg in die Sommerpause

Die Dachau Spurs verabschieden sich mit einem Sieg in die Sommerpause. Beim 95:87 (41:32)-Sieg bei den Green Devils in Schrobenhausen riefen die 1865-Basketballer noch einmal eine Topleistung ab. Und bescherten damit auch dem scheidenden Trainer Werner Mühling ein tolles letztes Spiel.

Eine schnelle 10:2-Führung für den Hausherrn, ein tobendes Publikum in der lautesten Halle der 2. Regionalliga Süd – die Dachauer kamen in Schrobenhausen deutlich zu langsam aus den Startlöchern. Eine Auszeit von Coach Mühling nach nur 180 gespielten Sekunden war nötig, um die Spurs in die Spur zu bekommen. Mit deutlich besserer Verteidigung wurde zunächst der Lauf der grünen Teufel gestoppt. Und vorne landete nun minutenlang jeder Ball beim langen Milan Keser. Der Routinier spielte Katz und Maus mit seinen Gegenspielern, die keine Mittel gegen die Raffinesse des Kroaten fanden, der ja fast 15 Jahre als Profi in der ersten Liga in Bosnien und Kroatien gespielt hat.

Nicht zu stoppen war von Schrobenhausen auch Spurs-Kapitän Corni Glück, der zusammen mit Keser zwischen der 3. und der 13. Spielminute 19 Punkte sammelte. Die 65er holten sich so die Führung und sollten sie bis Spielende nicht mehr hergeben.

Als sich die Gäste nach der Halbzeitpause mit einem 12:0-Lauf eine komfortable 21-Punkte-Führung erspielten, wurde es zwischenzeitlich sogar sehr still im Hexenkessel der Michael-Sommer-Mittelschule. Doch für die Hausherrn ging es um zu viel, als dass sie bereits aufsteckten. Angetrieben von ihrem Topscorer Claus-Jürgen Ludwig (26 Punkte) und dem jungen Distanzschützen Timothy Spaschek (18/4 Dreier) kämpften und warfen sie sich zurück ins Spiel. Und holten auch wieder das Publikum zurück ins Boot. Jeder Korb, jede gelungene Aktion ihrer Mannschaft wurde nun frenetisch bejubelt, nirgends ist die Atmosphäre so dicht wie in Schrobenhausen.

Doch auch die Spurs hatten ihren Spaß in diesem Hexenkessel, fanden stets eine Antwort, wenn der Abstand einstellig wurde. Das Offensivspiel der 1865er lief nun phasenweise wie am Schnürchen, mit sehenswerten Kombinationen wurde die intensive Verteidigungsarbeit der Green Devils immer wieder ausgehebelt. Sie konnten sich oft nur regelwidrig behelten, sammelten insgesamt 31 Fouls an. Und die Spurs hatten diesmal auch mit 66 Pozent eine ordentliche Trefferquote von der Linie. Als die Entscheidung nahte, blieben die Dachauer cool und trafen in den beiden Schlussminuten 9 ihrer 12 Freiwürfe.

Mühling war am Ende nicht nur über den Sieg happy, sondern auch, „weil wir eines unserer Ziele, in der Rückrunde mehr Siege als in der Vorrunde zu sammeln, erreicht haben“. Seine Zeit als Trainer in Dachau endet nach vier erfolgreichen Jahren, und auch einige der erfahrenen Spieler haben ihren Rückzug angekündigt. Mit neuem Trainer und Nachwuchsleuten soll in der kommenden Saison frischer Wind kommen. Mit dem sechsten Platz und elf Siegen in der 2. Regionalliga ist die Messlatte gelegt.

niederlage in freising

Die zweite Mannschaft der BG Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend ihre letzte Auswärtspartie der Saison beim TSV Jahn Freising deutlich mit 59:79 verloren. Die Kangaroos hatten mit Daniel Nimphius und Dennis Behnisch zwei Spieler an die zeitgleich spielende erste Mannschaft abgegeben, welche zur ZEit vom Verletzungspech gebeutelt ist. Dies lohnte sich zumindest für die Erste, die in Rosenheim mit 85:83 den Klassenerhalt in der 1. RLSO sicherte. Die Zweite ist hingegen noch immer nicht gesichert, da mehrere Teams in beiden Staffeln aktuell 16 oder 18 Punkte aufweisen und der vierte von fünf Absteigern noch immer nicht klar ist. Deren 20 Punkte würden sicher zum Ligaerhalt genügen, theoretisch könnte die BG diese am letzten Spieltag gegen Bayern München 3 einfahren. Allerdings haben die Münchner selbst noch Chancen auf den Aufstieg und werden klarer Favorit in dieser Partei sein, die am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in Stadtbergen angepfiffen wird. Am letzten Spieltag müssen alle Spiele zeitgleich beginnen. Beste Werfer in Freising waren Burgemeister (20) und Bobrowski (10).

Regio2 der REgnitztal Baskets verpasst big Point

Mit 75:88 unterlag die 2. Regionalligamannschaft der Brose Bamberg Youngsters am vergangenen Wochenende dem TSV 1861 Nördlingen und rutscht damit auf den elften Tabellenplatz.

Es war ein offensiv gut aufgelegter Nicholas Tischler, der die Partie des 21. Spieltages in der Hauptsmoorhalle Strullendorf eröffnete. Die Regnitztal Baskets fanden folglich gut ins Spiel und erarbeiteten sich – besonders in Person von Nicholas Tischler – eine erste Führung. Nach wenigen Punkten stieg allerdings auch der TSV Nördlingen ins Spiel ein und verkürzte nach zehn Minuten auf 23:19.

Zunächst blieben die Youngsters auch im zweiten Viertel in Führung und ließen die Nördlinger nur selten erfolgreich punkten. Nach dreizehn gespielten Minuten hatte man diese Führung eindrucksvoll auf 36:24 ausgebaut. Doch Nördlingen ließ sich nicht abschütteln, blieb weiterhin im Spiel und setzte die Hausherren mit einem 5:15-Lauf unter Druck. Zur Pause blieb man aber dennoch – wenn auch nur noch knapp – mit 41:39 in Front.

Die Halbzeitunterbrechung und der damit verbundene Seitenwechsel tat dem offenen Schlagabtausch der zwei Mannschaften keinen Abbruch und die rund 50 Zuschauer in der Hauptsmoorhalle sahen ein Spiel auf Augenhöhe. Dies schlug sich auch im Spielstand von 61:61 nach dem dritten Spielabschnitt nieder. Es war also wieder alles völlig offen für die Youngsters, die sich alle Optionen weiterhin bis zur 35. Minute (71:70) offen hielten. Doch dann spielte Nördlingen seine Erfahrung und besonders seine Reboundstärke aus und konnte einen 4:18-Lauf geltend machen. Während die Youngsters also Mühe hatten, mit ihren Gästen in dieser Phase mitzuhalten, setzten sich beim TSV besonders Georgi Krastev und Robin Seeberger erfolgreich durch. Am Ende unterliegen die Regnitztal Baskets mit 75:88 und rangieren damit nun auf den elften Tabellenplatz.

So kommt es am letzten Spieltag in der 2. Regionalliga zum Showdown für die Youngsters, denn am kommenden Samstag tritt man auswärts gegen die BG Litzendorf im Lokalderby an. Ein Sieg ist in diesem Spiel Pflicht.

Für die Brose Bamberg Youngsters (Regnitztal Baskets) spielten: Tischler, N. (21 Punkte  / 3 „Dreier“), Plescher (13/3), Brevet (11/3), Tischler, B. (10), Bulic (9/3), Beck (5), Nicklaus (3), Uysal (3), Bergmann, Saffer, Höhmann

Freisinger HEIMSIEG gegen Leitershofen! DER NACKTE TATSACHENBERICHT. NÜCHTERN UND LANGWEILIG, WIE IMMER..

Servus, Griaß Eich und Ahoi, ihr Landratten! Als Erstes vorweg: Dies ist mein letzter Spielbericht der Saison 2017/2018 und ich bin ziemlich fertig heute. Meine Geheimratsecken vertragen offensichtlich nur mehr gefühlte Milligramm Sonnenschein, weshalb sich besagte Sonnenstrahlen heute bis ins Kleinhirn gebeamt haben und den Schreibfluss eher hemmen als fördern. Darum verzichten wir heute mal auf einen speziellen roten Faden, exotische Vergleiche, aberwitzige Redewendungen, hanebüchene Reime und irre „I bims“-Texte, und kommen dafür gleich zum Punkt: Freising gewinnt das letzte Heimspiel gegen Leitershofen. Zack, aus, Fledermaus.

 

Na gut, ein wenig Details bin ich Euch noch schuldig. Und da ich ja einen Ruf zu verlieren habe, hier der Tagesablauf für Feinschmecker…

Vor dem Spiel: Die Gäste aus Leitershofen hatten wirklich an alles gedacht: Spieler, Pässe, Schuhe, Benzin, Ladegeräte, Haargel - nur beim Textil war die Daumenpeilung etwas unscharf. Ergo: zu wenige Trikots dabei! Die Freisinger aber hatten heute wahrlich ihre Spendierhosen an und gaben nicht nur Freibier, Espresso und BBL-Tickets aus, sondern liehen den Leitershofenern auch noch ihre eigenen dunklen Trikots. Das riecht förmlich nach Friedensnobelpreis, zumindest aber Fairplay-Preis des Deutschen Olympischen Komitees. Hat zufällig jemand deren Faxnummer? Nein? Schade. Aber egal. Witziger Nebeneffekt: Für zuspätkommende Schlachtenbummler spielte nun quasi Freising gegen Freising. Priceless, deren fragende Gesichter in den ersten Spielminuten… Apropos Spiel:

Viertel 1: Der erste Spielabschnitt brannte gleich lichterloh wie ein Feuerwerk aus Fahrkarten - gleich massenweise wurden leichte Punkte vergeben und Hundertprozentige danebengelegt, für Mario-Gomez-Fans (gibt‘s die überhaupt?) ein wahres Freudenfest! Ein Wunder, dass die sündteure Hochleistungs-LED-Anzeigentafel trotzdem Zahlen wie 15 und 9 anzeigen durfte und die Zuschauer nicht scharenweise wieder in die Biergärten zurückströmten - beide Coaches wären zu diesem Zeitpunkt vermutlich gerne mitgegangen, aber die Ordner hatten sicherheitshalber die Türen per Pritt-Stift verschlossen. Gut so.

Viertel 2: Unverhofft wurde plötzlich Basketball gespielt. Auf beiden Seiten! Halleluja! Während bei den Zuschauern langsam das Freibier und die Leberkassemmeln anfingen zu wirken, ging auch der Puls bei den Herren auf dem Spielfeld hoch. Freising navigierte sich oft per TomTom (Nibler und Kahlert) unter den Korb und kam so immer wieder zu eingenetzten Punkten, aber auch Leitershofen blieb trotz heftigstem Frühlingswetter eiskalt und verwandelte nun diverse Leger und Schüsse dank effektivem Zug zum Plexiglas. Dom-City nun zwar auf 10 Punkte weg, aber die Knie waren zur Halbzeit schon weich wie… weich wie… ach, verdammt, mir fällt ums Verrecken kein Vergleich ein! Was ich sagen wollte: Die Freisinger sahen das 3. Viertel vor sich und wussten schon was kommt: 

Viertel 3: Die hübsch-roten LEDs über dem erneut höchst sympathischen und hochzuverlässigen Kampfgericht zappelten für gerade mal 20 Sekunden - schon hatten die Gäste 5 Punkte reingelegt. Einfach so. Ohne Freisinger Gegenwehr. Gastfreundlich, aber durchaus etwas fahrlässig, wenn man die Liga halten will. Relativ ähnlich sah das auch der Freisinger Coach Denis Rühmann, weshalb er schnellstens zum Auszeit-Chai-Tee bat, um seine Sportsfreunde per Dezibel auf die aktuelle Faktenlage hinzuweisen: „Ihr spielt suboptimal. Ich hab ne Idee: Spielt besser!“ Gesagt, getan - fast zumindest. Es dauerte nämlich gefühlte 2 Stunden, bis den Freisinger Athleten die Lage klar wurde und sie endlich den vielzitierten Schalter umlegten - zum Glück den richtigen…

Viertel 4: Als endlich das Freibier alle war, kamen die Freisinger so richtig ins Spiel. (Ob Zusammenhänge bestehen, lässt sich noch nicht genau sagen, die Indizien werden noch untersucht.) Die Verteidigung konnte man endlich auch so nennen, und in der Offensive lief‘s endlich auch so geschmiert wie ((…hier bitte witzigen Vergleich einfügen)). Um exakt 19:49 Uhr und 34 Sekunden leuchtete es 79:59 auf der Luitpoldhallen-Leuchtreklame und ganz Freising (jaaa, gaaaanz Freising) atmete hörbar auf - denn der wichtige Schritt Richtung Klassenerhalt war damit getan. 

Nach dem Spiel: Abklatschen mit Schiris, Gegner, Zuschauern, Sponsoren, Kindern, Hunden und Kühlschränken, Spielergebnis melden, Aufräumen, Trikots von Leitershofen zurückfordern (ungewaschen!) und mit dem anwesenden verantwortlichen Sport-Redakteur des Bayerischen Fernsehens quatschen, der mitsamt TV-Crew anwesend war und möglicherweise die eine oder andere Fernseh-Sekunde für einen Bericht über dieses Spiel und/oder unsere Spielberichte verbraten wird. Danke Andi, danke RLSO, danke Chuck Norris, und danke Euch allen… Mit diesen Worten geht‘s für mich ab in die Sommerpause. Ächz, Ahoi, Salute und Servus, Euer Stefan! 

 

PS: Noch a bisserl Fakten, Fakten, Fakten…
Freising: Nibler(20/2), Weiß (17/3), Kock (14)

Leitershofen: Burgemeister (20/1), Bobrowski (10/2), Kaufeld (8)

Zuschauer: handgeschätzte 150

Heimerer Schulen Baskets schlagen nächsten Tabellenführer

Nach Passau und Bayern München verliert auch Bad Aibling als Tabellenführer in Landsberg

Gastspiele der jeweils aktuellen Tabellenführer sind für das Team der Heimerer Schulen Baskets offensichtlich die richtige Motivation. Im Oktober kam Passau als Tabellenerster nach Landsberg und verlor. Den Bayern aus München erging es vor vier Wochen ebenso. Am Samstag kam Bad Aibling als haushoher Favorit ins Landsberger Sportzentrum und wurde mit 99:89 geschlagen.

Die Schützlinge von Michi Teichner und Sascha Khartchenkov hatten sich gut vorbereitet. Sie hatten sich vorgenommen, die beiden Aiblinger Schlüsselspieler Bradaric (Pointguard) und Mirceta (Shooter) so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen. Darauf hatten sie die ganze Woche hingearbeitet. Doch schon vor dem Anpfiff gab es die erste Überraschung Aiblings zweitbester Scorer Mirceta war nicht mit angereist. Aber auch ohne ihn ist Bad Aibling immer noch ein übermächtiger Gegner.

Dass die Teichner-Truppe sich viel vorgenommen hatte, zeigte Sie von der ersten Sekunde an. Die Starting-Five J.Fiebich, S.Hudson, F.Ristau, N.Brakel und L.Schwinghammer legten aggressiv los und setzen die Gäste sofort unter Druck. Direkt in der ersten Minute trafen Fabian Ristau und Sharif Hudson von der Dreierlinie. Eine Minute später legte Jonas Fiebich den nächsten Dreier nach. In der dritten Minute legte Hudson noch zwei Punkte drauf. Die Gäste befanden sich mit 2:11 im Rückstand, wovon sie sichtlich überrascht waren und wovon sie sich das gesamte Spiel nicht mehr erholten. Auf der anderen Seite gab dieser Traumstart den Hausherren zunehmend Sicherheit und steigerte den Glauben an das schier Unmögliche. Angefeuert vom begeisterten Landsberger Publikum hielten sie den Tabellenführer durch hervorragende Abwehrarbeit und gut vorbereitete eigene Punkte auf Abstand. Auch Nicki Brakel und der inzwischen eingewechselte „Miga“ Migala trugen sich in die Schützenliste ein. Zur ersten Viertelpause führte Landsberg 22:15.

Im zweiten Viertel ging es richtig zur Sache. In Summe vielen 62 Punkte. Die von Sascha Khartchenkov hervorragend gecoachten Landsberger legten sofort wieder los und bauten ihre Führung auf 12 Punkte aus. Doch Bad Aibling hielt dagegen traf von der 3er-Linie, aus dem Feld und von der Freiwurflinie. Trotz weiterer Punkte von Hudson, Fiebich und Ristau war der Vorsprung zur Mitte des zweiten Spielabschnitts wieder auf fünf Punkte geschmolzen - 37:32. Die drei genannten Spieler erzielten dann in den verbleibenden fünf Minuten bis zur Halbzeit weitere 20 Punkt während die Landsberger Defense nur 10 der Gäste zulies. Mit 57:42 ging es in die Halbzeitpause. Wie wenig die Favoriten aus Bad Aibling mit einem solchen Spielverlauf gerechnet hatten zeigten die drei technischen Fouls, die sie allein in diesem Abschnitt kassierten. Ein starkes Viertel der HSBler, das sie mit 35:27 für sich entschieden!

Das dritte Viertel ist bei den Heimerer Schulen Baskets berüchtigt. Sind in dieser Phase nach der Halbzweit doch schon viele Spiele gekippt. Und auch diesmal wurde dieser Abschnitt der am härtesten umkämpfte. Zwar legten die Lechstädter wieder die ersten Bälle in den Korb und erhöhten auf 64:42, doch dann wurde es zäh. Aibling stellte auf Zonenverteidigung um, womit Landsberg zunächst gar nicht zurechtkam. Die Truppe von Trainer Sovarzo legte 13 Punkte in Folge in den Korb und verkürzte auf 55:64. Aber Spielertrainer Teichner traf zwei Freiwürfe und leitet damit wiederum einen 10-Punktelauf seines Teams ein – 19 Punkte Vorsprung. Dann waren wieder die Aiblinger am Drücker. Neun Punkte in Folge. Quasi mit der Pausensirene traf Sharif Hudson das nächste Mal von der Dreierlinie und sicherte den 77:64 Vorsprung vor dem letzten Abschnitt. Das Viertel war mit 22:20 an die Gäste gegangen, bei denen inzwischen auch der Trainer noch ein technisches Foul kassiert hatte. Die Nerven lagen auf beiden Seiten blank.

Wohl jeder in der Halle fragte sich, ob die Heimerer Baskets den Vorsprung über die Zeit bringen könnten oder ob der Favorit das Spiel noch drehen würde. In den ersten Minuten des letzten Viertels ging es stetig hin und her. Der Vorsprung der Hausherren pendelte zwischen 11 und 16 Punkten. Dabei steuerte auch Willi Dressler, der inzwischen viel auf dem Feld stand und mit seiner Erfahrung half, einige Punkte bei. In der 36. Minute gab es eine „Vorentscheidung“: Der Aiblinger Topscorer und Spiellenker Bradaric, der bis dahin schon 26 Punkte erzielt hatte und viele aufgelegt hatte, musste nach seinem fünften persönlichen Foul das Spielfeld verlassen. Zu diesem Zweitpunkt lagen die HSBler mit 19 Punkten vorn. Das sollte doch reichen. Und es reichte auch. Zwar liesen die Landsberger in den letzten Minuten noch einige Punkte zu, wodurch das Viertel mit 25:22 an Bad Aibling ging. Doch am Ende stand ein hochverdienter 99:89 Erfolg für die Heimerer Schulen Baskets im letzten Heimspiel der Saison.

Nächste Woche geht es zum letzten Saisonspiel nach München zu den München Baskets. Zwar sind die München Baskets „nur“ Tabellendritter, aber es wird schwer genug auch dort den dringend erforderlichen Sieg zu holen. Ob es am Ende reicht, um in der Regionalliga 2 zu bleiben steht erst Ende Mai fest.

LL: N.Brakel (2), P.Brakel, W.Dressler (7), J.Fiebich (23), D.Geiger, S.Hudson (33), P.Migala (6), F.Ristau (26), L.Schwinghammer, M.-O.Siegwart, M.Teichner (2), D.Titz

BA: S.Bradaric (26), V.Engel (15), M.Hack-Vazquez (21), M.Hack-Vasquez (3), O.Ihenacho, F.Kristian, S.Lautner (7), D.Nimphius (2), A.Stahl, Q.Stolle (2), J.Uzunalic (11), K.Weiß (2)

Green Devils siegen im Wolfsbau

passauDas hatte man sich im Lager der White Wolves Passau etwas anders vorgestellt. Das letzte Heimspiel gegen den vor dem Spiel immer noch abstiegsbedrohten SSV Schrobenhausen – die Green Devils – sollte ein erfolgreicher Abschluss „dahoam“ werden. Aber man traf auf einen bestens vorbereiteten Gegner, dessen Topspieler Claus – Jürgen Ludwig nicht zu stoppen war und dessen Centerhühne Lukas Bäumel einen Sahnetag erwischte, verschlief die erste Halbzeit und konnte das Match trotz Aufholjagd nicht mehr drehen. 72:82 das ernüchternde Endergebnis mit jubelnden Gästen und etwas „bedröppelten“ Wölfen. Kein Beinbruch, nur ein kosmetischer Fehler einer von White Wolves – Seite hervorragenden Saison. Verabschiedet wurden nach dem Spiel Aufbau Ferdinand Schütze und Flügel  Valentin Kraft, die aus Studiengründen das Team verlassen werden.

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Spurs verlieren Derby in den Schlusssekunden

Sie spielten sich in die Herzen der Zuschauer, ein Erfolg war den Spurs diesmal aber nicht vergönnt: Mit 80:84 (38:39) zogen die 1865-Basketballer in der 2. Regionalliga gegen München Basket erst in den Schlussekunden eines spannenden Derbys. Ein „Dreier-Regen“ der Münchner brachte die Wende, nachdem die 65er lange Zeit geführt hatten.

Es steht 77:69 für Dachau, noch knapp vier Minuten sind in diesem packenden Derby zu spielen. Corni Glück hat gerade zwei Freiwürfe versenkt. Sollten die Spurs die Überraschung in diesem Spiel schaffen?

Zwei Dreier des Münchners Alek Pikl und ein Dreipunktspiel des 1865-Hünen Milan Keser später führen die Dachauer immer noch 80:75. Gut zwei Minuten Spielzeit fehlen noch zum Sieg. Würde es reichen?

Weitere Punkte von Pikl, darunter wieder ein Dreier, und ein Korbleger von Nicolas Schwartz bringen München Basket zum erstenmal seit Beginn der zweiten Halbzeit mit 81:80 in Führung. Es sind nur noch zehn Sekunden zu spielen. Doch die Hausherren haben den Ball und dürfen ihn nach einer von Spurs-Interimscoach Torge Wester genommenen Auszeit in der gegnerischen Hälfte wieder ins Spiel bringen. Würde der in der Auszeit besprochene Spielzug funktionieren?

Er tat es nicht. Die Münchner triumphieren in den Schlussminuten mit einer beherzten Verteidigungsanstrengung und verwandelten Freiwürfen nach taktischen 65er-Fouls doch noch. Sie bringen das Spiel in den letzten 120 Sekunden mit einen 9:0-Lauf, bei den Dachauern will der Ball einfach nicht mehr in den Korb.

Nach dem obligatorischen Dank-Applaus für die Zuschauer, die die Jahnhalle am Samstagabend tatsächlich in einen kleinen Hexenkessel verwandelt hatten, versammeln sich die unterlegenen Spurs am Mittelkreis zur kleinen Schlussbesprechung. „Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Ihr habt das Spiel verloren, aber die Herzen der Zuschauer gewonnen“, betonte Wester in der Runde.

Denn die Korbjäger von der Jahnstraße hatten einen leidenschaftlichen Kampf abgeliefert und sich würdig von ihren Fans verabschiedet. „Alle haben heute voll mitgezogen, es gab keinen einzigen Ausfall“, freute sich Wester, der den verhinderten Werner Mühling an der Seitenlinie vertrat. „Am Ende hat uns ein wenig die Cleverness und auch Glück gefehlt, um uns selbst mit einem Sieg zu belohnen.“

Ganz am Ende nicht mehr mitwirken konnte Spielmacher Karol Firek. Mitte des Schlussviertel knickte der 20-Jährige um und zog sich eine Bänderverletzung zu. Er wird den Spurs beim letzten Spiel in Schrobenhausen sicher fehlen.

Sieben Minuten Paroli geboten

Sieben Minuten lang währte die Illusion bei den Spurs, beim Tabellenführer der 2. Regionalliga Süd etwas reißen zu können. Angeführt vom langen Milan Keser, erspielten sich die Gäste tatsächlich eine 21:12-Führung. Doch die ersten Wechsel bei Dachau brachten ebenso Sand ins Getriebe wie eine Umstellung der Aiblinger auf Zonenverteidigung. Die Folge war ein aus Spurs-Sicht ernüchternder 16:0-Lauf der Fireballs, der die Kräfteverhältnisse im Handumdrehen wieder zurechtrückte.


Zwar machten die Aiblinger nach der Pause da weiter, wo sie aufgehört hatten – sie schenkten den Dachauern mal schnell einen weiteren 10:1-Lauf ein – doch die Spurs erinnerten sich nun wohl an die Halbzeitansprache von Coach Werner Mühling, der sein Team an der Ehre gepackt und gefordert hatte: „So wollen wir nicht nach Hause fahren!“ Die Spurs nahmen ihren Coach beim Wort und schafften es – wieder in einer siebenminütigen Zeitspanne – sich mit einem 20:8-Zwischenspurt etwas heranzuarbeiten.


Der 58:72-Zwischenstand nach dem dritten Viertel ließ das Handvoll mitgereister Spurs-Fans auf der Tribüne wieder ein wenig hoffen. Doch im Schlussviertel wollte bei den Spurs weder im Angriff noch in der Verteidigung noch recht viel gelingen. Fireballs-Kunstschütze Miodrag Mirceta spielte nun mit seinen jeweiligen Verteidigern Katz’ und Maus, er erzielte in dieser Phase 15 seiner insgesamt 28 Punkte. Er war es auch, dem es mit zwei Freiwürfen in der Schlussminute gelang, den „Hunderter“ für sein Team voll zu machen.

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