Tropics gewinnen erneut nach sensationeller Aufholjagd – 84:83 Sieg über Rosenheim

Oberhaching neuDie Oberhachinger Basketballer drehen erneut ein verloren geglaubtes Spiel und setzen sich am Ende glücklich gegen einen starken Gegner aus Rosenheim durch. Mitte des dritten Viertels lag man bereits mit 16 Punkten hinten und stellte den Spielverlauf anschließend dank einer furiosen Aufholjagd völlig auf den Kopf.

 

Trainer Mario Matic: „Rosenheim hat heute ein bärenstarkes Spiel abgeliefert und den Sieg mindestens genauso verdient gehabt. Langsam bekomme ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Trainerkollegen, weil wir derzeit in jeder Schlussphase das Glück auf unserer Seite haben. Ähnlich wie in Ansbach haben wir heute nur vier Minuten geführt und sahen über weite Strecken des Spiels wie der sichere Verlierer aus. Das wir zum x-ten Mal so ein Spiel drehen ist nicht mehr normal.“

In der ersten Halbzeit waren es die Rosenheimer, die der Partie Ihren Stempel aufdrückten. Von Trainerikone Bob Miller sehr gut eingestellt, erwischten die Alpenvorländer den besseren Start in die Partie. Neben den wurfstarken Gaizauskas und Bekteshi sorgte vor allem der kampfstarke italienische Brettcenter Malpede für viel Unruhe in der Tropics Defense. Angetrieben von Wirbelwind Jguwon Hogges sorgte der Sportbund immer wieder mit Schnellangriffen für Tempo und kam zu vielen einfachen Punkten. Schlechte Entscheidungen der Tropics an beiden Enden des Felden wurden eiskalt von der Miller-Truppe bestraft. Der Halbzeitrückstand von sieben Punkten (33-40) war die logische Folge der schwachen Vorstellung der Tropics.

Auch im dritten Spielabschnitt kein verändertes Bild. Die Gäste spielten sich nun in einen Rausch und erhöhten den Vorsprung auf 16 Punkte (41-57). Doch nun wachte die Truppe um Kapitän Moritz Wohlers aus dem kollektiven Tiefschlaf auf und fand immer besser in die Partie. Vor allem Wohlers zeigte seine Führungsqualitäten und ging mit bestem Beispiel voran. Mit einer Karrierebestleistung von drei geblockten Würfen riss er seine Teamkollegen mit und war auch in der Offense nicht zu stoppen. Immer wieder verwertete der 203cm Hüne die Traumpässe von John Boyer und holte zudem wichtige Offensivrebounds.

Als die Sportbund Defense das Pick and Roll von Boyer/Wohlers stoppte, setzte Boyer nun seine Schützen gekonnt in Szene. Hustert, Nibler, Zoric, Kögler und Walter trafen nun eiskalt aus allen Lagen. Die Gelbhemden verkürzten den Rückstand in der 33. Spielminute bis auf vier Punkte (58-62). Einem kurzen Zwischenspurt der Gäste, die nochmal aufdrehten und die Führung auf sieben Punkte (63-70) hochschraubten, konterten die Tropics nun ihrerseits mit einem 10-0 Lauf und trafen in dieser Phase gefühlt jeden Wurf. Vor allem Hustert und Zoric waren nun heiß wie Frittenfett und nagelten die Dreier ein ums andere Mal in den Korb.

Die Tropics zeigten in einer wilden Schlussphase an der Freiwurflinie keine Nerven, doch Rosenheim gab nicht auf und traf nun schwierige Würfe. Bei einer Führung von drei Punkten versäumten es die Gelbhemden Jguwon Hogges rechtzeitig zu foulen. Bei 1,2 Sekunden auf der Shotclock hatte der US-Boy die Möglichkeit sein Team mit drei Freiwürfen in die Overtime zu bringen. Doch der sympathische Aufbauspieler zeigte Nerven und verwandelte lediglich zwei Versuche. Die gut 100 Zuschauer am Kyberg feierten ihre Mannschaft mit Applaus und würdigten das unglaubliche Comeback ihres Teams.

Kommende Woche gastieren die Tropics beim Meisterschaftsfavorit in Leitershofen. Will man beim Topteam der Liga bestehen, muss es die Matic-Truppe endlich schaffen über 40 Minuten Konstanz aufs Feld zu bringen.

Moritz Wohlers: “ Wenn wir in Leitershofen so spielen wie die ersten 28 Minuten heute, kriegen wir mit 20 Punkten auf den Sack. Es kann nicht sein, dass wir erst immer dann aufwachen wenn es fünf vor 12 ist. Wir können uns nicht darauf verlassen jedes Spiel nach 15 Punkten Rückstand zu drehen und mit verrückten Aufholjagden zu gewinnen. Wir sollten unser Glück nicht überstrapazieren. Trotzdem bin ich sehr stolz, wie wir als Team immer an uns geglaubt haben und uns zurückgekämpft haben.“

Punkte: Wohlers 24, Zoric 15, Hustert 14, Boyer 10, Nibler 7, Walter 5, Kögler 4, Pethran 4, Ivancic

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