Kangaroos springen auf Platz zwei

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend in einem äußerst hart umkämpften Spitzenspiel der 1. Regionalliga Südost gegen den Tabellenfünften TTL Basketball Bamberg mit 61:56 die Oberhand behalten. Dadurch rücken die Kangaroos nun mit 8:2 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz der Liga vor und können von einem gelungenen Saisonstart sprechen.

Die gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel, denn mit Emanuel Richter, Bernhard Benke und Dennis Behnisch kehrten die drei verletzten Akteure der letzten Woche, wenn auch teilweise noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, ins Team zurück. Und dies war auch dringend notwendig, denn es sollte sich ein Abnutzungskampf über 40 Minuten hinweg entwickeln. Von Beginn an standen die Defensivreihen beider Teams im Vordergrund. Es wurde gut und hart verteidigt, allerdings zu Lasten von Korberfolgen. So stand es nach dem ersten Viertel gerade einmal 10:13 aus Sicht der BG, den Rückstand holte man auch in den zweiten 10 Minuten nicht auf und ging beim Spielstand von 23:26 zum Pausentee. Betrachtet man den Score war dies kein klassisches Halbzeitergebnis im Basketball, im Fußball wäre es eher weniger als ein 0:0 gewesen. Die Trefferquote der Leitershofer war demzufolge auch wenig berauschend, nur 3 von 11 Freiwürfen traf man in der ersten Halbzeit und keinen einzigen Dreier, ansonsten eigentlich eine Paradedisziplin der Stadtberger.

Die zweite Halbzeit eröffnete erneut Bamberg mit einem Dreier zum 29:23, danach kam die BG dann aber besser in Fahrt. In der 26. Minute traf CJ Carr den ersten Dreier für seine Farben, was gleichbedeutend mit der 32:31 Führung war. Es war Emanuel Richter zu verdanken, der mit einem weiteren Dreier und drei verwandelten Freiwürfen zum Ende des dritten Abschnittes für eine 44:37 Führung sorgte, nach einem weiteren Dreier von ihm stand es dann sogar 51:39 (34. Minute). Eine Vorentscheidung, noch dazu bei einem solchen Low-Score Game? Mitnichten, Bamberg um seinen überragenden Spieler Kevin Jefferson, der auch nach zwei Verletzungen immer wieder aufs Feld zurückkam, hatte noch keinesfalls aufgegeben. Der Ball lief weiter sehr flott durch die Reihen der Nordbayern und demzufolge  traf man plötzlich 5 herrlich herausgespielte Dreier in Folge bei nur 5 Wurfversuchen, zwei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Die Kangaroos behielten aber die Nerven, stellten von Zonen- auf Manndeckung um, gewannen nun wieder die Oberhand beim Rebound und sorgten durch noch intensivere Verteidigung dafür, dass weitere Dreier der Oberfranken dann gegen eine gut postierte Verteidigung nicht mehr den Weg in die Reuse fanden. Am Ende stand ein vielumjubelter Sieg, durch den Sprung in der Tabelle war die Freude bei den Fans noch größer. Diese hatten zwar kein Offensivspektakel erlebt, aber eine intensive, spannennde und packende Partie.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (17/2 Dreier), Zink, Fiebich,  Londene (9), Hadzovic (7), Veney (3), Tesic (6), Hoedt, Behnisch, Richter (16/2 Dreier), Benke (3).

Beste Werfer Bamberg: Jefferson (18), Ferguson (15), Dippold (14).

Im Vorspiel unterlag die zweite Garnitur der Leitershofer in der 2. Regionalliga Tabellenführer Bayern München 3 mit 50:88. Gegen die Münchner, die auch Anleihen aus der Zweitligamannschaft genommen hatten, war man dabei von der ersten Minute chancenlos.

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Ich hatte mit solch einer hart umkämpften Partie gerechnet, auch der niedrigere Score überrascht nicht, wenn man die Defensivstärke des Gegners vorab im Video studiert hat. Solche Spiele wird es in der Liga immer wieder geben, und dann muss man den Kampf und die Intensität bedingungslos annehmen. Das haben wir eindrucksvoll gemacht und dadurch heute die ein oder andere spielerische Schwäche im Spiel kompensiert. Respekt hierfür an das Team“.

BG-Co-Trainer Daniel Hamberger: „Die Rückkehr von Emanuel Richter war heute ein Faktor, man hat gesehen, wie wichtig seine Routine für die Mannschaft war. Unter den Körben haben unsere vier großen einen unglaublichen Fight geliefert. Das war der Ausschlag für den Erfolg gegen einen wirklich sehr guten Gegner“.

BG-Kapitän Dominik Veney: „Platz zwei ist eine tolle Sache, aber natürlich nur eine Momentaufnahme. Wir können aber die beiden nächsten Spiele in Schwabing und dann zu Hause gegen Tabellenführer Oberhaching ohne Druck angehen, wollen die Serie aber auf jeden Fall ausbauen. Danke an die Fans für das zahlreiche Kommen und die Unterstützung, gerade bei so einem Fight ist das ein Faktor und setzt auf dem Feld neue Kräfte frei“.

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