Glücklicher Sieg in Ansbach – Tropics stellen Spielverlauf völlig auf den Kopf

Oberhaching neuWenn man über 38 Minuten eines Spiels in Rückstand liegt und am Ende trotzdem gewinnt, sollte man sich beim Basketballgott bedanken. An diesem Abend war er den Tropics wohlgesonnen und das Quäntchen Glück, das man im Sport manchmal braucht, war auf Seiten der Gelbhemden. Nach großartiger Aufholjagd drehten die Mannen um Kapitän Moritz Wohlers das bereits verloren geglaubte Spiel und bewiesen einmal mehr den Charakter sowie Gewinnermentalität, die eine Spitzenmannschaft auszeichnet.

 

In den ersten 20 Spielminuten waren die Piranhas die spielbestimmende Mannschaft und bewiesen eindrucksvoll, warum sie so stark in die Saison gestartet sind. Die Gastgeber, die sehr gut von ihrem Trainer Martin Ides eingestellt wurden, spielten aggressiv und ließen die Tropics nicht ins Spiel kommen. Neben Topscorer Walter Simon bereitete vor allem der sehr treffsichere US-Amerikaner Steven Ward den Gelbhemden große Probleme. Nachlässigkeiten im Reboundverhalten ermöglichten den Mittelfranken zudem immer wieder zweite Wurfchancen, die sie oft in Punkte ummünzen konnten. Die fehlende Aggressivität in der Verteidigung übertrug sich auch auf das Angriffsspiel der Tropics. Bis auf Ognjen Zoric und John Boyer, die ihr Team mit Einzelaktionen im Spiel hielten, fand man in der Offense keine guten Lösungen. Völlig zu Recht lag man zur Halbzeit mit zehn Punkten (31-41) hinten.

Im dritten Viertel waren es Anfangs die Gelbhemden, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Angetrieben von John Boyer verkürzte man den Rückstand, dank Punkten des Centerduos Wohlers/Grujic, bis auf zwei Zähler (39-41). Die Gastgeber konterten nun und übernahmen wieder die Spielkontrolle. Bis zur 26. Spielminute erhöhten die Piranhas ihren Vorsprung auf 14 Punkte (39-53) und die ca. 250 Zuschauer verwandelten das Theresien-Gymnasium in einen Hexenkessel.

Doch die Tropics zeigten nun eindrucksvoll warum man sie niemals abschreiben sollten. Wie schon so oft in der letzten Spielzeit, sowie beim diesjährigen Auswärtssieg in Treuchtlingen, zeigten sie großen Charakter und holten einen großen Rückstand auf. Man kämpfte wie verbissen und holte wichtige Offensivrebounds. Dank deutlich verbesserter Abwehrarbeit und defensiven Stops fand man nun auch langsam auch im Angriffspiel den nötigen Rhytmus. Neben Torsten Walter und Ognjen Zoric war es Forward Tommy Nibler, der in dieser Phase wichtige Würfe traf und sein Team auf Schlagdistanz brachte. Bis drei Minuten vor Ende der Partie (60-65) sprach trotzdem noch sehr viel für einen Erfolg, der stark aufspielenden Gastgeber. Doch gerade in der Cruchtime zeigten die Tropics ihren besten Basketball an diesem Abend. Mit einem Dreier von Chris Hustert, der bis zu diesem Treffer nur Fahrkarten geschossen hatte, gingen die Tropics zwei Minuten vor Abpfiff erstmals an diesem Abend mit 66-65 in Führung. Ein Korbleger von Ognjen Zoric und ein Dreipunktwurf von “Mr. Clutch” Torsten Walter sorgten für die Vorentscheidung.  An der Freiwurflinie zeigte man zwar keine Nerven, ermöglichte den Piranhas aber kurz vor Ende durch einen unötigen Ballverlust noch eine letzte Wurfchance. Der Notwurf fand sein Ziel nicht und die Gelbhemden zogen im Stile einer Topmannschaft den Kopf aus der Schlinge.

Trainer Mario Matic: “Respekt an Martin und seine Mannschaft. Sie wollten das Spiel unbedingt gewinnen und haben verdienterweise teilweise mit 15 Punkten geführt. Wir haben das Selbstvertrauen, dass man benötigt um knappe Spiel zu gewinnen, aus der letzten Saison mitgenommen. Wenn du so gut wie alle engen Dinger gewinnst, gehst du mit viel Selbstbewusstsein in so eine Schlussphase rein. Als wir es am allermeisten gebraucht haben, fielen auch endlich die Würfe. Wir hatten heute auch eine Menge Glück und Ansbach hätte den Sieg mindestens genauso verdient gehabt. Kompliment an mein Team, wie wir alle zusammengehalten haben und immer an uns geglaubt haben.”

Punkteverteilung: Zoric 18, Boyer 16, Hustert 9, Walter 9, Grujic 9, Nibler 5, Wohlers 4, Pethran 4, Ivancic

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