Nicht schlecht, aber auch nicht gut genug

rosenheim sbr neuSBR-Basketballer unterliegen in Bamberg mit 71:80

 „Es ist nicht so, dass wir gekillt werden – wir killen uns eher öfter ein bisschen selbst“, lautete das lapidare Fazit von SBR-Coach Bob Miller nach der 71:80-Niederlage seiner Regionalliga-Basketballer am vergangenen Sonntag in Bamberg. Will heißen: Die Rosenheimer waren erneut das nicht unbedingt schwächere Team, in den entscheidenden Phasen waren die Gastgeber aber genau das Quäntchen besser, das es braucht, um eine enge Partie für sich zu entscheiden.

Dabei waren die Grünweißen stark gestartet und konnten mit einer 8-Punkte-Führung in die erste Viertelpause gehen. Dann kamen die Gastgeber aber deutlich besser ins Spiel. Vor allem der starke Center Robert Ferguson drückte der ersten Hälfte seinen Stempel auf: Er räumte primär in der Verteidigung robust unter dem Korb auf, bereitete den Rosenheimer Angreifern so große Probleme und wusste zudem offensiv zu gefallen. Unter seiner Führung kamen die Bamberger bis zur Halbzeit auf 35:35 heran – die Partie war wieder völlig offen.

Und dann kommt wieder das bereits erwähnte „Quäntchen“ ins Spiel. Die Sportbündler wurden in der zweiten Halbzeit keineswegs von den Bambergern „überfahren“, kamen immer wieder an die Hausherren heran und hielten die Partie bis kurz vor Schluss offen. Aber immer dann, wenn diese auf der Kippe stand, hatten bei den Oberfranken Spieler wie etwa Dippold oder Eichelsdörfer einen Lauf, während bei den Gästen nur Gaizauskas offensiv einen sehr guten Tag erwischte. Kapitän Jguwon Hogges war dagegen gesundheitlich angeschlagen, und auch der Rest der SBR-Mannschaft erwischte nicht unbedingt einen Sahnetag und schaffte es eben nicht, entscheidend zu kontern. „Aber das war uns bereits vor der Saison bewusst: Mit dieser Mannschaft können wir in der Regionalliga nur siegen, wenn alle am oberen Limit spielen und keine Ausreißer nach unten dabei sind“, so Miller. Und das war bisher eben nur im ersten Heimspiel gegen Leitershofen der Fall. Jetzt sieht es der Coach als seine Hauptaufgabe, seine Spieler so zu motivieren, dass sie auch nach den letzten beiden Rückschlägen an sich glauben: „Wir können es uns nicht leisten, die Köpfe hängen zu lassen. Was möglich ist, wenn wir aufrichtig als Team dagegenhalten, haben wir beim Saisonauftakt gesehen“, gibt sich Miller kämpferisch, auch wenn er weiß, dass die kommenden Gegner sicher nicht einfacher werden.

Für den SBR spielten Breitfeld (3), Hogges (11), Fliege (4), Brosig (2), Bekteshi (9), Schulezko (2), Gaizauskas (21), Malpede (11), Raab (5) und Kromah (3).

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