TROPICS GEWINNEN NACH ÜBERRAGENDER VERTEIDIGUNGSLEISTUNG GEGEN LEITERSHOFEN

Oberhaching neuEs wurde wie erwartet das schwere Spiel gegen einen unangenehmen Gegner. Schließlich wurde Leitershofen mit dem Großteil dieser Mannschaft unter Adnan Badnjevic, einem der unbestritten besten und erfolgreichsten Trainern in der Region, vor zwei Jahren Vizemeister der Regionalliga. Der Tabellenstand spiegelt also in keinster Weise die Spielstärke der Augsburger wider. Die Kangaroos, die ehemalige Bundesligaprofis und exklusive Importspieler im Kader haben, wurden nicht ohne Grund vor der Saison von vielen Experten als einer der Favoriten auf den Titel gehandelt. Umso wichtiger war es, dass sich Kapitän Moritz Wohlers und seine Mannschaft den wichtigen Heimsieg sicherten.

Bis Mitte des dritten Viertels taten sich die Tropics offensiv äußerst schwer ihren Rhytmus zu finden. Die Schwaben wurden von Coaches Chadwick/Hamberger hervorragend eingestellt und machten den Gelbhemden das Leben schwer. Am starken Gameplan der Leitershofener hat sicherlich auch der serbische Trainer, der vom Vorstand Santiago zur Untersützung des Trainerduos verpflichtet wurde, mitgewirkt.

Einzig Janosch Kögler war von den tapfer kämpfenden Gästen nicht in den Griff zu bekommen und wurde mit 21 Punkten am Ende der Topscorer der Partie. Eine Spitzenmannschaft, wie es die Oberhachinger zweifelsohne in dieser Saison sind, zeigte heute eindrucksvoll wie man Spiele gewinnt auch wenn man in der Offensive einen gebrauchten Tag erwischt.

Co-Trainer Philipp Först: “Wenn man im Angriff nicht trifft, muss man die Ärmel hochkrempeln und dafür sorgen, dass der Gegner eben noch weniger Punkte macht. Ich muss das Team und jeden einzelnen Spieler für die bärenstarke Defense loben. Einen solch starken Gegner auf 61 Punkte zu halten, ist wirklich eine Topleistung.”

Der slowenische Musterprofi Emanuel Richter, der als Profi sowohl in der italienischen ersten Liga als auch in Slowenien gespielt hat, wurde von Torsten Walter und Christian Hustert komplett an die Kette gelegt. Dem ausgewiesenen Distanzwerfer wurde so wie kein einziger offener Wurf gestattet. Auch unterm Korb kämpfte die große Garde der Tropics wie verbissen um jeden Ball in der Zone. Auch hier haben die Kangaroos bekanntlich einige bundesligaerfahrene Spieler aufzubieten. Nicht anders ist zum Beispiel die Wurfqoute des ehemaligen Ludwigsburger BBL Spielers Nedim Hadzovic zu erklären. Dank tollem Stellungspiel zwangen Grujic und Co den Bosnier zu schwierigen Würfen in der Zone und der 206cm Center traf lediglich drei seiner insgesamt 12 Wurfversuche.

Will man überhaupt einen Spieler auf Seiten der tollen Defensivleistung der Gelbhemden herausheben, dann ist das John Boyer. Mit mehreren stark antizipierten Steals sorgte der Wirbelwind immer wieder für Unruhe. Dank agressiver Teamdefense zwang man die Kangaroos insgesamt zu 20 Turnover und nutzte die Ballgewinne immer wieder zu einfachen Punkten im Schnellangriff. Das Selbstvertrauen war nun auch in der Offense da und man erspielte sich Ende des dritten Viertels erstmals einen zweistelligen Vorsprung. Im letzten Viertel verwaltete man gekonnt den Vorspung und siegte am Ende hochverdient dank einer starken kämpferischen Leistung des kompletten Teams.

Kommende Woche reisen Zeis und Co. nach Jena. Nach der Verpflichtung von US-Boy Justin Smith konnten die Thüringer eine starke Siegesserie starten und man darf die junge Mannschaft von Coach Schreiber auf keinen Fall unterschätzen.

Trainer Mario Matic: “Erstmal gute Besserung an den Gästespieler Behnke. Wir hoffen, dass es nichts schlimmeres ist und er bald wieder spielen kann. Ich muss die Defenseleistung meines Teams sehr loben heute. Wenn man einen Gegner, der über viele starke Spieler verfügt, auf 61 Punkte halt, braucht man dem nicht mehr viel hinzufügen. Meinem ehemaligen Verein drücke ich die Daumen, dass man nicht noch weiter hinten reinrutscht. Ein Klub wie Leitershofen, mit so einem starken Manager wie Andres Santiago, so einer tollen Halle, klasse Jugenprogramm mit Stefan Goschenhofer an der Spitze, Zuschauerpotential usw. sollte eigentlich mindestens in der Pro B spielen. Unter meinem Coachingfreund Adnan Badnjevic ist man zwei Saisons in Folge fast aufgestiegen und nur knapp gescheitert. Ich finde es super, wie man auch in so einer schwierigen Situation die Ruhe behält und bin mir sicher, dass am Ende ein sicherer Mittelfeldplatz herausspringt. Ich wünsche Ian und dem Team viel Erfolg für den Rest der Saison. Es wäre schade, wenn so ein Verein den Weg in die zweite Regionalliga antreten müsste.”

Punkteverteilung: Kögler 21, Wohlers 13, Zoric 12, Zeis 9, Boyer 8, Grujic 5, Walter 3, Pethran 2, Hustert 2, Ivancic, Hübner

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