Kangaroos unterliegen in Treuchtlingen deutlich

 

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen musste am Samstagabend in der 1. Regionalliga Südost beim Tabellenzweiten VfL Baskets Trechtlingen eine deftige 61:94 Schlappe hinnehmen. Dabei hatte man gegen die gut aufspielenden Mittelfranken über die gesamte Partie hinwegeigentlich fast nie den Hauch einer Chance. Der Sieg für die Franken geht daher auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Kangaroos verweilen weiterhin auf dem achten Tabellenplatz, da die hinter ihnen im Klassement liegenden Teams ebenfalls allesamt verloren.

Bereits nach dem ersten Viertel wies das Spiel an der Altmühl Statistikwerte auf, die auf kein gutes Ende für die BG schließen ließen. Der VfL hatte bereits da sechs Mal von der Dreierlinie getroffen. Die Stadtberger nur deren zwei Mal, auch wenn dies bis dato einer Quote von 100% entsprach. Dazu kamen bereits 11 Ballverluste für die Stadtberger und summa summarum ein 19:27 Rückstand nach den ersten zehn Minuten. Als dann bis zur 14. Minute aber die Dreipunkteversuche drei und vier durch Bernhard Benke und Lewis Londene ebenfalls ihr Ziel trafen und Nedim Hadzovic per Hakenwurf auf 29:32 verkürzte, kam wieder Hoffnung bei den Gästen auf. Doch diese hielt nur kurz an. Treuchtlingen, das gerade begonnen hatte zu wechseln, beorderte sofort wieder seine herausragende Starting-Five aufs Feld und vor allem Simon Geiselsöder stellte mit weiteren Dreipunktewürfen (insgesamt traf er deren 7 in dieser Partie) schnell wieder einen beruhigenden Vorsprung her. Beim Spielstand von 39:53 wurden die Seiten gewechselt.

Einen ähnlichen Spielstand hatte der VfL vor Wochenfrist in Herzogenaurach im dritten Viertel wieder verspielt. Daran schien Coach Harlander die Seinen beim Pausentee erinnert zu haben. Bis in die Haarspitzen motiviert kam sein Team aus der Kabine. Das dritte Viertel wurde zum Desaster für die Leitershofer. Man schien nicht wirklich an seine Chance zu glauben, produzierte weitere Ballverluste und Fehlwürfe en masse. Treuchtlingen hingegen zeigte sich angetrieben von den über 600 Zuschauern bestens inspiriert und gewann dieses dritte Viertel mit sage und schreibe 21:5. Die Franken konnten sich nun auch erlauben, ihre Rotation etwas zu vergrößern, das Spiel war längst entscheiden. Dass die Kangaroos dann am Ende zumindest noch eine dreistellige Niederlage verhinderten, durfte lediglich noch als kleiner moralischer Erfolg an einem gebrauchten Abend verbucht werden.

Die Treuchtlinger untermauerten damit eindrucksvoll ihre Ambitionen als Verfolger Nummer eins von Tabellenführer Vilsbiburg und würden sich sicherlich freuen, wenn die BG exakt diesem Gegner am letzten Vorrundenspieltag kommenden Samstag ein Bein stellen würde. Mit der Leistung vom Samstag wird dies allerdings für die Stadtberger Utopie bleiben. Gleichwohl, in den Heimspielen erlebte man zuletzt eine ganz anders auftretende Leitershofer Mannschaft als bei den Partien in der Fremde. Von den eigenen Fans angetrieben scheint der Ausfall der aktuell verletzten Spieler weniger stark zu wirken, auswärts hingegen fehlt es momentan seit Wochen einfach an der Intensität über 40 Minuten hinweg. Dazuhin scoren die Kangaroos zu wenig, bezeichnend, dass erneut Nachwuchsspieler Lewis Londene bester Werfer seiner Mannschaft war.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Genck (2), Breuer (4/1 Dreier), Tucker (4), Uhlich (4), Londene (15/2 Dreier),  Benke (10/1 Dreier), Veney (7/1 Dreier), Tesic (2), Hadzovic (13).

Beste Werfer Treuchtlingen: Geiselsöder (25), Eisenberger (19), Schmoll (17), Beierlein (16)

Stimmen zum Spiel:

Ian Chadwick, Headcoach BG: „Wir haben in den ersten fünf Minuten des Spiels und in den zehn Minuten im dritten Viertel offensiv definitiv nicht stattgefunden. Dann kann man gegen eine solche Spitzenmannschaft wie Treuchtlingen, die nicht nur in Bestbesetzung sondern auch natürlich in Topform spielen, nicht bestehen. Insgesamt spielen wir auswärts momentan schon eher enttäuschend.“

BG-Co Trainer Daniel Hamberger: „Nach dem Sieg gegen Rosenheim hatten wir uns sicherlich mehr erhofft, auch wenn es klar war, dass es hier schwierig werden wird. 13 erfolgreiche Dreierdes Gegners und insgesamt erneut über 20 Ballverluste von uns gaben den Ausschlag für diese Niederlage.“

Suchen

Benutzeranmeldung

Social Network

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok