Spielberichte 1. Regionalliga Herren

Auf Tief folgt Hoch

Die Basketballer des TuS Bad Aibling zeigen nach der bitteren Pleite in München die richtige Reaktion und gewinnen zuhause gegen Vilsbiburg mit 94:87 nach Verlängerung.

Die wütenden Worte von Coach Tobi Guggenhuber nach der Partie gegen Hellenen Münchenzeigten wohl Wirkung bei den Spielern der Fireballs Bad Aibling. „Schon alleine an der Intensität im Training war deutlich zu erkennen, dass die ganze Mannschaft an der Niederlage in München zu knabbern hatte. Die Jungs haben das persönlich genommen und genau das wollte ich mit der harschen Kritik erreichen,“ so Aiblings Trainer.

Trotz einem gehörigen Maß an Mehrmotivation war die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Vilsbiburg nicht unbedingt besser. Starting Center Johannes Wießnet war auch in Woche zehn nach seiner Verletzung immer noch nicht einsatzbereit, genau wie seine dauerverletzten Kollegen,Daniel Nimphius, Manuel Hack-Vazquez und Justin Kaifosch. Zudem weilt Valentin Engel noch im Urlaub und so war Mio Mirceta der einzige Rückkehrer aus dem großen Lazarett der Kurstädter. Letzterer sollte sich in der Partie, gegen die favorisierten Niederbayern aber als entscheidender Faktor herauskristallisieren.

Zurück in der Starting Five machte Mirceta mit den ersten Punkten der Partie auf sich aufmerksam. Die Hausherren lagen dann auch schnell mit 7:0 in Front, ehe auch die Gäste zählbares vorweisen konnten. Trotz deutlicher Größennachteile verstanden es die Kurstädteranfangs gut am Brett dagegen zu halten. Vor allem den bärenstarken Lubos Novy wollte manmit aggressiver Defense aus dem Rhythmus bringen. Gleichzeitig sollte der Fokus vor allem auf den Vorteilen im Backcourt liegen um die Nachteile im Frontcourt ausgleichen zu können. Lediglich einige Unkonzentriertheiten kosteten den Fireballs eine Führung zur ersten Viertelpause (19:19). Das Spiel drehte sich mit Beginn des zweiten Viertels. Vilsbiburg zeigte nun mehr Gefahr von außen und der bullige US-Import Stafford bahnte sich vermehrt den Weg durch die Zone. Nur ein kleiner Lauf zum Ende des Viertels, eingeleitet von Simon Bradaric (27/8/9) und Michi Westphal (10), verhinderte einen größeren Pausenrückstand (37:40). Das Spiel nahm nun Fahrt auf. Beide Teams zeigten sich in der Offensive deutlich treffsicherer und trotz kurzer Rotation konnten die Gastgeber die Partie weiter ausgeglichen gestalten. Vor dem Schlussviertel lag der TBA noch einen Punkt in Rückstand. Verantwortlichdafür waren in dieser Phase vor allem Marco (10 Punkte/14 Reb.) & Mario Hack-Vazquez (20/7/3). In der Schlussphase schien den Aiblingern die Partie dann plötzlich aus den Händenzu gleiten. Rund 1:30 Minute vor Schluss lagen die Gäste 79:75 in Front und hatten zudem Ballbesitz, leisteten sich aber kurz vor Schluss einige schlechte Entscheidungen, was in Kombination mit dem eiskalten Mio Mirceta (25/6) letztlich zur Verlängerung führte. Dort machte Bad Aibling durch zwei frühe Dreier schnell den Sack zu und gewann letztlich etwas glücklich aber nicht unverdient mit 94:87.

„Das Team hat heute die richtige Reaktion auf die schlechte Leistung in München gezeigt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Ohne den unnötigen Ausrutscher letzte Woche, hätten wir jetzt vier in Folge gewonnen. Das zeigt welches Potential in der Mannschaft steckt. Gleichwohl müssen wir jetzt auch endlich mal auswärts Punkten und wo könnte das schöner sein als in Rosenheim kommende Woche. Ich Vorzeichen stehen nun gut für das Derby, aber auch Rosenheim hat seine Hausaufgaben gemacht und wieder gewonnen. Die Liga ist dieses Jahr extrem ausgeglichen, das ist Fluch und Segen zugleich. Wir haben nun in den kommenden zwei Wochen die Chance uns im Mittelfeld festzusetzen, dazu brauchen wir aber wieder Leistungen wie heute und nicht wie in München,“ so Guggenhuber nach der Partie.

Personell dezimierte Weimaer müssen sich spät geschlagen geben

Enge Spielausgänge bleiben ein treuer Begleiter der Regionalliga-Riesen von Culture City Weimar. Das personell stark dezimierte Basketballteam aus der Klassikerstadt unterlage dem TSV Breitengüßbach am zurückliegenden Wochenende mit 87:94, musste sich den Gästen aus Franken in der Schlussphase geschlagen geben. Nachdem Culture City aufgrund einer bereits länger feststehenden Belegung der Weimaer Asbachhalle letztmalig auf Jenaer Parkett auswich, das Perspektivteam eine beherzte Vorstellung ablieferte, konnten die tapfer um ihre Chance kämpfenden Ilmstädter die fünfte Niederlage im neunten Spiel nicht verhindern. Zu groß war der Substanzverlust am Ende, nachdem der gehandicapte Regionalliga-Kader von Trainer Marius Linartas über drei Viertel der Partie in Front gelegen hatte. 

Mit einer aus nur acht Spielern bestehenden Rotation lieferte die Thüringer dem neuen Tabellenzweiten am Samstagnachmittag zwar einen großen Kampf, konnten den Ausfall zahlreicher Leistungsträger am Ende jedoch nicht kompensieren. Während der Mannschaft von Trainer Marius Linartas mit Jan Philipp Becker, Lorenz Bank, Vincent Hofmann und Melvin Jostmann bereits vier etablierte Kräfte fehlten, wurde Flügelspieler Dominik Shusel nach einer Disqualifikation in der zweiten Hälfte ebenfalls aus dem Spiel genommen. 

Nachdem die Ilmstädter konzentriert in die Partie starteten, sich nach dem Auftaktviertel eine 22:14-Vorsprung erkämpft hatten, hielt die Weimaer Führung bis zum 42:39-Halbzeitstand. Mit Beginn der zweiten Hälfte kam der TSV Breitengüßbach besser ins Spiel, nutzte die wachsenden Lücken in der Verteidigung der Gastgeber, um bis zur letzten Viertelpause auf 68:68 auszugleichen. Mit größeren Reserven ausgestattet, drehten die Franken das Duell im Schlussabschnitt, um das Parkett im Jenaer metecno court letztendlich als glücklicher Sieger verlassen zu können. Angeführt von Topscorer Erik Land (23 Punkte), der den Spielausschluss von Dominik Shusel provoziert hatte, konservierten die Rand-Bamberger ihren knappen Vorsprung in den letzten Minuten und nahmen beide Pluspunkte mit zurück nach Oberfranken.

Nach dem 9. Spieltag der Regionalliga Südost rangiert Culture City Weimar auf dem 11. Platz im 14er Feld, gastiert am kommenden Samstag um 19.30 Uhr beim Tabellenführer in Ansbach, ehe am 30. November 2019 das Heimspiel in der Asbachhalle Weimar gegen Bayern München bevorsteht. 

CCW: Garrett 27 Punkte, Radojicic 24, B. Linartas 14, Dizdar 11, Shusel 5, A. Linartas 2, Otto 2, Schriewer

2Weimar

TTL Bamberg enttäuscht in Herzogenaurach

TTL BA

Spielbericht Longhorns Herzogenaurach gegen TTL Basketball Bamberg 76:70

Am vergangenen Samstag mussten die Basketballer des TTL Basketball Bamberg bei den Longhorns in Herzogenaurach eine völlig unnötige, aber letztendlich verdiente Niederlage einstecken. Nach fünf Siegen in Folge mit zum teils hervorragenden Teamleistungen erlitten die TTLer somit einen herben Rückschlag im Kampf, sich wieder an die oberen Tabellenplätze heranzuarbeiten. Zu Beginn des Spiels schien noch alles wie gewohnt zu laufen. Nach einer 4:0 Führung der Gastgeber konnten die Bamberger ihrerseits mit einem 9:0 Lauf kontern. Ab diesem Zeitpunkt spielte aber nur noch Herzogenaurach. Die Mittelfranken sorgten mit einer aggressiven Abwehr und vielen zum teil sehr offenen Drei-Punkte-Würfen für einen 24:17 Spielstand nach dem ersten Viertel. Wer nun glaubte, dass die Gäste aus Bamberg aufdrehen und ihrer Favoritenrolle gerecht werden würden, sah sich getäuscht. Einfachste Bälle unter dem Korb nicht verwertet (16/43 aus dem 2-Punktbereich), sich in Einzelaktionen verstrickt und in der Defense immer einen Schritt zu spät, so machte man den Gegner stark. Der wiederum spielte sich in einen Rausch und mit einem 13:0 Lauf stieg der Vorsprung der Longhorns auf 19 Punkte (39:20) in der 14. Minute. Bis zur Pause hatten die Gastgeber bereits 9 ihrer 13 erfolgreichen Dreier im Bamberger Netz eingestreut. Beim Stand von 47:33 wurden die Seiten gewechselt. Im dritten Viertel wurde auf beiden Seiten verbissen gekämpft, doch der Rückstand der TTL Mannschaft blieb bei 14 Punkten (64:50). Mit diesem Rückstand ging es in die letzten 10 Minuten. Hier konnten die Oberfranken Punkt für Punkt aufholen und wieder näher an die Longhorns heranrücken. Durch sieben Punkte in Folge von Rob Ferguson verkürzte der TTL auf 70:74. Doch die Aufholjagd kam zu spät und mit zwei verwandelten Freiwürfen brachte Herzogenaurach das Spiel mit 76:70 über die Ziellinie. TTL-Geschäftsführer Klaus Linsner sagte nach der Partie sichtlich enttäuscht: „Die erste Halbzeit war eine einzige Katastrophe. Nach der Pause haben wir gekämpft, aber nie unsere spielerischen Fähigkeiten wie in den letzten Begegnungen, abgerufen.“

Für den TTL spielten: K. Eichelsdörfer (15/3), Ferguson (14/2), Lachmann (14), Krause (10/2), Walde (8), Rico (7), Eisenhardt (2), Bauer, Dorn, T. Eichelsdörfer, Domes, Loch.

Von Michael Kunz

Nach Sieg in Weimar Tabellenzweiter

breitenguessbachDer TSV Tröster Breitengüßbach steigert sich von Viertel zu Viertel, gewinnt in Jena gegen Culture City Weimar verdient mit 94:87 und ist nun Tabellenzweiter. 

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5. Heimspiel des BC Hellenen München gegen SB DJK Rosenheim und die damit einhergehende siebte Niederlage der Saison

Am vergangenen Samstag, den 16.11 kam es um 20 Uhr zum fünften Heimspiel des BC Hellenen gegen den SB DJK Rosenheim. Dabei waren es vor allem die vielen offensiv Rebounds auf Seiten von Rosenheim und die vielen Fouls der Hellenen, die ihnen letztendlich den Sieg kosteten.

1. Viertel
Sowohl die Hellenen, als auch die Rosenheimer, fanden schwer in die Partie und es kam auf beiden Seiten zu vermehrten Ballverlusten. Vor allem die zwei schnellen Fouls vom Captain des BC Hellenen, Giacomo May, machten dem Heimteam zu schaffen. Das erste Viertel über war die Partie sehr ausgeglichen, dennoch gingen die Hellenen mit einer drei Punkte Führung in das zweite Viertel (15:12).

2. Viertel
Vor allem dem Topscorer der Rosenheimer, Jguwon Brice Hogges, der das Spiel mit 29 Punkten beendete, gelang es besser in die Partie hineinzufinden. Auch die Offense der Hellenen war etwas strukturierter als im ersten Viertel, doch die vielen Fouls in der Defensive führten zu vielen Freiwürfen und so ging Rosenheim mit einer vier Punkte Führung in die Halbzeit (36:32).

3. Viertel
Sowohl die Defensive als auch Offensive auch Seiten der Hellenen fing an runder zu laufen und so konnte man sich zwischenzeitlich eine 10 Punkte Führung sichern, die aber wieder rasant von den Rosenheimern aufgeholt wurde. Trotzdem gelang es den Hellenen mit einer drei Punkte Führung in das vierte Viertel zu gehen (57:54).

4. Viertel
Die ersten fünf Minuten des letzten Viertels fielen wieder ziemlich ausgeglichen aus, doch vorallem ein paar Dreier von Jonas März und Jguwon Brice Hogges verhalfen Rosenheim zu einem kleinen Vorsprung. Diesen Vorgang galt es aufzuholen und man versuchte dies auch mit allen Mitteln, doch letztendlich gelang es den Hellenen nicht den Rückstand aufzuholen und somit verlor man das Spiel 67:77.

Topscorer BC Hellenen:
Luka Maksimovic (20 Punkte),
Aidan Martin Francois-Friis (13 Punkte),
Apostolos Diamantis (10 Punkte)

Bittere Pleite für Kangaroos

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat das Spitzenspiel der 1. Regionalliga Südost gegen HAPA Ansbach klar mit 77:96 verloren. Dabei boten die Kangaroos über weite Strecken der Partie eine wenig berauschende Leistung und werden, auch wenn man nur um einen Platz auf den dritten Rang der Tabelle zurückfiel, in der aktuellen Form im Klassement sicherlich erst einmal kleinere Brötchen backen müssen.

Es war eigentlich alles angerichtet für ein echtes Topspiel. Zweiter gegen Erster im Tableau, über 500 Zuschauer in der Stadtberger Sporthalle, dazu hatten die Leitershofer Spieler über den Tag hinweg auf sozialen Medien Videos gepostet, die vollen Einsatz hatten erwarten lassen. Doch es kam ganz anders: Die Gäste aus Mittelfranken präsentierten sich sofort hellwach, die BG wirkte seltsam uninspiriert. Schnell stand es 11:16 aus Sicht der Leitershofer, da war aber noch nicht viel passiert. Ein 17:5 Zwischensprint der Piranhas sorgte aber bereits nach dem ersten Viertel für einen 16:33 Rückstand aus Sicht der Einheimischen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ansbach bereits sieben Dreier getroffen, da war sicherlich auch der ein oder andere schwierige Wurf dabei, meistens standen die Franken aber mutterseelenallein in Wurfposition. Es ging irgendwie alles viel zu schnell für die BG, und den Ansbacher Topsorer Tylik Evans bekam man ohnehin nicht in den Griff. Die Stadtberger verkürzten dann zwar wieder auf 26:35, gerade als es schien, dass man ins Spiel zurückkehren könnte, vergab man im Angriff fast schon kläglich die Würfe und kassierte daraus resultierend einen weiteren 1:16 Run gegen sich. Und wer gedacht hatte, dass direkt nach der Halbzeitpause (35:51) noch etwas gehen könnte, sah sich auh getäuscht: Denn Ansbach setzte nun seinen dritten Lauf und eröffnete die zweiten zwanzig Minuten wieder mit einem 22:6 Sore. Beim Spielstand von 41:73 (25. Minute) konnte einem schon Angst und Bange um die Kangaroos werden, die es bis dahin an jeglicher Körpersprache hatten vermissen lassen. Ein Debakel gegen die sehr spielfreudigen Gäste, bei denen im Vergleich zur BG der Ball perfekt durch die eigenen Reihen lief, bahnte sich an.

Es sprach zumindest für die Moral des Teams von Coach Nenad Bekic, dass man sich nun endlich aufbäumte. Ob Ansbach nun einen Gang zurück schaltete oder auch das bis dahin gezeigte überragende Niveau nicht mehr ganz halten konnte, sei dahingestellt. Man sah nun, dass man durchaus mithalten kann, wenn man eben aggressiv die Angriffe des Gegners unterbindet. Vor allem Jonas Sauer als jüngster Akteur auf dem Feld und Max Uhlich nach monatelanger Ausfallzeit setzten hier kämpferische Impulse. Endlich bekamen die Fans nun auch eine Leitershofer Serie zu bestaunen: Mit einem 22:4 Zwischenspurt verkürzte man auf 64:77. Die Fans waren sofort hellwach, erhoben sich von ihren Plätzen und feuerten das Team aufopferungsvoll an. Vielleicht wäre gegen eine schlechtere Mannschaft noch eine Sensation möglich gewesen. Nicht aber gegen die routinierten und sehr guten Piranhas. Diese behielten die Nerven und bauten den Vorsprung clever bis zur Schlusssirene wieder aus. 16 Dreier standen am Ende auf deren Scoutingbogen, David Kurpiela und Marcel Koulibaly trafen dabei zehn Mal bei nur zwölf Versuchen! Unabhängig der Leitershofer Vorstellung war jedem in der Halle klar, dass die Meisterschaft in diesem Jahr nur über das Team aus Mittelfrankens Bezirkshauptstadt führen wird.

Am kommenden Samstag treten die Kangaroos beim Tabellenvierten Bayern München 3 an. Mit der Leistung der ersten 25 Spielminuten des Samstags dürfte es auf dem FCB-Campus ebenfalls sehr schwierig werden, bleibt die Hoffnung, dass man sich dann vielleicht von der ersten Minute an etwas kämpferischer präsentiert….

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Brown (20/2 Dreier), Lawson, Sauer (13/1 Dreier), Londene (10/1 Dreier), Hadzovic (7), Tomic (6/2 Dreier), Veney (6), Tesic , Richter (7/1 Dreier).

Beste Werfer Ansbach: Evans (28), Kurpiela (19), Koulibaly (17), Simon (12), Imberi (11)

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Nenad Bekic: „Ich bin heute natürlich sehr enttäuscht, die Kulisse hier hätte eine andere Leistung von uns verdient gehabt. Ich möchte die sehr gute Vorstellung unseres Gegners siherlich nicht schmälern, aber was wir heute geboten haben ist definitiv zu wenig.“

BG-Kapitän Dominik Veney: „Die ersten 25 Minuten, das war gar nichts, ich nehme mich da selbst auch nicht aus. Wir müssen jetzt wieder schnellstens über bedingungslosen Kampf in die Spur zurückfinden, und das von der ersten Spielminute an“.

BG Teammanager Andreas Moser: „Momentan scheinen einige bei uns zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein und wirken wie gelähmt. Darüber müssen wir sprechen. Es bringt jetzt aber nichts, auf alles einzuschlagen, es benötigt positive Motivation. Für die Fans tut es uns natürlich leid, zum zweiten Mal in Folge hatten wir eine tolle Kulisse und es kam nichts dabei heraus. Außer dass der Catering Stand heute komplett ausverkauft war, das war wahrscheinlich Frustbewältigung pur der Zuschauer.“

Nicht schön, aber wichtig

rosenheim sbr neu

SBR-Basketballer siegen in München

Die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim haben in München einen wichtigen Sieg im Kampf um den Ligaerhalt errungen. Trainer Alen Mulalich war zwar natürlich mit dem Ergebnis zufrieden, die Art und Weise des Zustandekommens des 77:67-Erfolgs hatte ihm zuvor aber eher weniger gefallen.

„Wenn der Trainer unmittelbar nach der Partie den Termin für die Video-Analyse in der kommenden Woche bekannt gibt, heißt das für uns, dass es Einiges zu besprechen gibt“, so der verletzte Center Stephan Hlatky, der gleichzeitig eine Vermutung hat, was dem Coach am Auftritt seiner Mannschaft am vergangenen Samstag nicht so gefallen hat: „Eigentlich konnten heute nur Jguwon Hogges und Jonas März überzeugen. Der Rest des Teams blieb teilweise weit unter ihren Möglichkeiten.“ Und das kann einem akribischen Arbeiter wie Alen Mulalich natürlich nicht gefallen. Wie zuletzt war es vor allem die fehlende Konstanz im Spiel des SBR, die an seinen Nerven zehrte. Die Spartans starteten zäh in das Spiel und gaben das schwache erste Viertel mit 12:15 ab. Im zweiten Spielabschnitt besserte sich die Situation etwas, sodass man sich bis zur Pause immerhin eine knappe Vier-Punkte-Führung erkämpfte. Aber erneut schafften es die Grünweißen im weiteren Verlauf nicht, gegen die nicht unbedingt überzeugenden Gastgeber den Sack frühzeitig zuzumachen – im Gegenteil, mit einigen Unkonzentriertheiten ließ man die Hellenen wieder zurückkommen und musste so das Ruder ein weiteres Mal im letzten Spielabschnitt herumreißen, den man dann allerdings gegen einen zunehmend abbauenden Gegner mit 23:10 für sich entschied.

Vor dem wichtigen Lokalderby am kommenden Samstag gegen die Aiblinger, die ebenfalls ihre Hausaufgaben erledigt haben und einen nicht unbedingt zu erwartenden Sieg in Vilsbiburg einfahren konnten, haben die Rosenheimer also noch viel zu tun: Die Konzentration muss hoch gehalten werden und alle Akteure müssen ihr volles Potenzial ausschöpfen, um mit einem weiteren Erfolg wieder am Tabellennachbarn vorbeiziehen zu können.

In München spielten Jonas März (19 Punkte), Hogges (29/13 Rebounds), Schiefer, Brosig, Bastian März (7), Schulezko (5), Weigel (2), Kromah und Kiknadze (15/17 Rebounds).

hapa Ansbach Piranhas bauen Siegesserie aus

Am Samstagabend war es endlich soweit: Das Topspiel der Regionalliga Südost mit dem neuen Tabellenführer, den hapa Ansbach Piranhas, bei der TG Topstar Leitershofen/Stadtbergen stand an. Aufgrund von Verletzungsproblemen der letzten Wochen eine noch größere Herausforderung für die Piranhas.image

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An der Regnitz chancenlos - Culture City unterliegt personell gehandicapt in Bamberg

Mit einer deutlichen Auswärtsniederlage kehrte das personell gehandicapte Team von Culture City Weimar aus Oberfranken zurück. Die Regionalliga-Riesen der Goethestadt unterlagen bei TTL Bamberg nach 40 überwiegend einseitigen Minuten mit 69:108, konnten die Ausfälle zahlreicher Leistungsträger nicht kompensieren. Während Flügelspieler Vincent Garrett in den Kader von Cheftrainer Marius Linartas zurückkehren konnte, war dem US-Amerikaner seine verletzungsbedingte Pause der letzten Wochen noch anzumerken. Neben Vuk Radojicic und Melvin Jostmann, die beim ProA-Team von Science City Jena in Paderborn weilten, hatte Culture City Weimar mit Jan Philipp Becker, Dominik Shusel, Lorenz Bank und Vincent Hofmann auf vier weitere Akteure zu verzichten, die in der Rotation des Perspektivteams fehlten.

„Wir haben gegen einen sehr starken Gegner verloren, der seinen Kader im zurückliegenden Sommer mit Akteuren aus Coburg sehr gut verstärken konnte und im Vergleich zu unserer jungen Mannschaft über deutlich mehr Erfahrung verfügt“, sagte Trainer Marius Linartas nach dem Spiel. „Nach den personellen Ausfällen und Verletzungen der letzten Wochen befindet sich unser Team momentan in einer schwierigen Situation. Wir müssen nach vorn schauen und uns mit Gegner auf Augenhöhe messen. Bamberg gehört aktuell nicht dazu“, so Linartas abschließend.

Nachdem die Gastgeber von der Regnitz bereits im Verlauf des Auftaktviertels mit 24:16 enteilen konnten, blieb Bamberg auch bis zur Halbzeitpause das tonangebende Team. Die zuletzt aufgrund von vier aufeinanderfolgenden Siegen mit deutlichem Rückenwind in das Duell gestarteten Franken erhöhten hatten bereits bis zum Kabinengang vorentscheidend auf 52:27 vorgelegt, knüpften auch nach dem Start in die zweite Hälfte nahtlos an die starke Leistung der ersten beiden Viertel an. Während sich die jungen Thüringer versuchten, kollektiv gegen den anwachsenden Vorsprung zu stemmen, fand Culture City nur selten Antworten, um die offensivstarken Franken am Korberfolg zu hindern. Nachdem Bamberg  das Schlussviertel mit einem komfortablen 83:53-Vorsprung eröffnete, spielten die Franken das Duell in den verbleibenden zehn Minuten routiniert herunter.

Aufgrund des Resultats am 8. Spieltag der Regionalliga Südost zog TTL Bamberg in der Tabelle an Culture City vorbei. Während die Oberfranken auf den 6. Rang im 14er Feld klettern konnten, rangieren die jungen Goethestädter auf dem 9. Platz. Bereits am kommenden Samstag, dem 16.11.2019 bekommt Culture City die die Gelegenheit, um sich für diese Niederlage zu rehabilitieren. Aufgrund der bereits belegten Asbachhalle in Weimar wird der Perspektivkader von Marius Linartas in den metecno court nach Jena-Burgau ausweichen und ab 15.00 Uhr den Tabellenvierten des TSV Breitengüßbach empfangen.

CCW: Garrett 22 Punkte, A. Linartas 17, Dizdar 8, Foerster 6, Walter 6, B. Linartas 5, Schriewer 5, Otto, Teichert, Völcker

Weimar

SBR-Basketballer feiern wichtigen Heimsieg

rosenheim sbr neu

Die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim konnten am vergangenen Samstag vor eigenem Publikum einen wichtigen Heimsieg einfahren. Das Spiel gegen den dezimierten Tabellenzehnten Herzogenaurach geriet allerdings über weite Strecken zu einer Zitterpartie.

Dabei standen die Vorzeichen eigentlich sehr gut: Während bei den Rosenheimern außer dem Langzeitverletzten Johannes Raab eigentlich alle Mann an Bord waren, traten die Herzogenauracher nur zu siebt und ohne einige ihrer Leistungsträger in der Gaborhalle an. Dieser Aufstellungsvorteil schien die Grünweißen allerdings eher zu hemmen, als ihnen das nötige Selbstvertrauen für die anstehende wichtige Aufgabe zu geben. Denn während die Gäste im ersten Viertel zeigten, dass sie nichts zu verlieren hatten und befreit aufspielten, wirkte es bei den Spartans über weite Strecken der Partie, als ob sie die Handbremse nicht vollständig lösen könnten. So stand es nach zehn Minuten 22:17 für Herzogenaurach, ehe die Rosenheimer besser ins Spiel fanden und bis zur Halbzeit eine dünne Drei-Punkte-Führung herausspielten. Jetzt schien sich das Blatt eigentlich zugunsten der Mulalich-Schützlinge zu wenden, doch im dritten Spielabschnitt kamen dann plötzlich wieder die Mittelfranken ins Spiel. Zwar konnte man den Hausherren in kämpferischer Hinsicht erneut nichts vorwerfen, allerdings unterliefen ihnen in der Verteidigung ungewöhnlich viele einfache Fehler und offensiv wirkte an diesem Abend vieles mehr erzwungen als erspielt. So kam es, dass die teilweise entfesselt spielende Rumpftruppe der Herzogenauracher bis weit ins letzte Viertel in Führung lag und bei den Spartans die Nervosität greifbar wurde.

In den Schlussminuten gelang den Spartans dann allerdings der ersehnte Endspurt und sie erzwangen vor den jetzt lautstark anfeuernden Fans den so wichtigen 77:71-Erfolg, der sie vorläufig auf Rang 11 der Tabelle und somit auf einen sicheren Nicht-Abstiegsplatz vorrücken lässt. Für den SBR spielten Jonas März (11 Punkte), Hogges (25/14 Rebounds), Schiefer (1), Brosig (3), Uzunalic (6), Bastian März (7), Schulezko (8), Weigel (6), Kromah (2), Nsingi und Kiknadze (8/18 Rebounds).

Kangaroos unterliegen auch in Breitengüssbach

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat die Auswärtspartie in der 1.Regionalliga Südost beim TSV Tröster Breitengüssbach mit 76:91 (37:48) verloren und musste dadurch nach vier Wochen die Tabellenführung an HAPA Ansbach abgeben.

Die Vorzeichen waren nicht wirklich optimal. Zum ungewohnten Termin am Freitagabend traten nur acht Spieler die Reise nach Oberfranken an. Dazu konnte man sich aufgrund der beruflichen Verpflichtungen einiger Akteure auch erst recht spät in das Verkehrsgetümmel am Freitagnachmittag stürzen. Trotz der beschwerlichen 250 Kilometer langen Anreise kam man ganz gut ins Spiel, führte rasch 11:5 und hielt das erste Viertel beim Spielstand von 18:18 offen. Danach lief es aber nicht mehr so richtig gut. Die Gastgeber trafen hochprozentig von der Dreipunktelinie, unter dem Korb wurde es auch zunehmend schwieriger für die Kangaroos, weil alle großen Spieler bereits frühzeitig mit drei Fouls belastet waren. Die Nordbayern konnten bis zur Halbzeit einen 11-Punkte Vorsprung herausspielen. Die Vorzeichen für die zweite Halbzeit standen also nicht besonders gut für die Stadtberger.

Mit viel Elan kehrte man dann wieder aufs Spielfeld zurück. Die Leitershofer boten dem Gegner jetzt wieder Paroli. In der Verteidigung agierte man jetzt mit geänderter Taktik sehr intensiv und kämpferisch und konnte dadurch einige gute Angriffe einleiten. Mit 21:17 gewann die BG den dritten Abschnitt, war bei nur noch sieben Punkten Rückstand wieder auf Schlagdistanz. Die Breitengüssbaher fanden nach einer Auszeit schnell ins Spiel zurück und konnten die Partie dann in den letzten Minuten klar zu ihren Gunsten entscheiden, auch wenn die BG-Akteure zu keiner Phase des Spiels aufgaben.

Am kommenden Samstag steht dann eine echtes Spitzenspiel  in der Stadtberger Sporthalle an. Dann treffen die jetzt zweitplatzierten Kangaroos auf den neuen Tabellenführer HAPA Ansbach, sind also vom Gejagten zum Jäger geworden.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Brown (21/2 Dreier), Sauer (4), Londene (6), Hadzovic (10), Tomic (5/1 Dreier, Veney (12), Tesic (5), Richter (13/2 Dreier).

Beste Werfer Breitengüssbach: Dippold (28), Land (19), Fuchs (12)

Die zweite Mannschaft erlebte eine Woche nah dem Derby-Erfolg gegen den TVA ebenfalls einen Rückschlag. Gegen die FIBALON Baskets Bamberg unterlag man deutlich mit 59:88 und kannte bei diesem Spiel nicht an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen. Dadurch bleiben die Young Kangaroos erst einmal im hinteren Tabellendrittel stecken.

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Nenad Bekic: „Glückwunsch an den Gegner zum Sieg. Wir sind gut in die Partie gestartet. Nach einem schwächeren zweiten Viertel haben wir nach der Pause gut dagegenhalten, am Ende ist es gerade auswärts aber schwierig, solch ein Spiel zu gewinnen. Jetzt haben wir zwei Mal gegen Spitzenteams verloren, gegen Ansbach nächsten Samstag wollen wir diese Serie natürlich beenden.“

BG Teammanager Andreas Moser: „Wir wollen die gute Leistung des Gegners nicht schmälern. Wenn ich aber unsere Abläufe heute Nachmittag aber mal durchgehe waren die Umstände sehr schwierig. Das ist keine konzentrierte Vorbereitung auf ein Spiel. Daher glaube ich nicht, dass der Freitag ein angemessener Spieltag für eine Regionalliga ist und bin ein absoluter Gegner, dass dieser Unsinn ab nächster Saison nicht nur bei Hallenengpässen wie heute geschehen, sondern sogar offiziell eingeführt werden wird.“

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