Spielberichte 1. Regionalliga Herren

TROPICS ERLEIDEN RÜCKSCHLAG IM TITELKAMPF – NIEDERLAGE GEGEN JENA

Die Truppe von Trainer Mario Matic tat sich von Anfang an äußerst schwer gegen die aggressiven Gäste aus Thüringen. Wie bereits im Hinspiel, als Jena noch ohne Vuk Radojncic und US-Boy Vince Garrett agierte, erwies sich die schnelle und aggressive Spielweise der Bundesligareserve als großer Stolperstein für John Boyer und sein Team.

Centerspieler Melvin Jostmann, der bereits eine Woche zuvor gegen Schwabing mit 33 Punkten glänzte, zeigte bei den Gästen erneut eine bärenstarke Leistung. Traf 11 seiner 15 Wurfversuche und war von der Defense der Gastgeber über das ganze Spiel nicht zu stoppen. Die über die Woche über mehrmals angesprochene Transitiondefense war der größte Knackpunkt der schlechten Verteidigung der Gelbhemden. Schlechte Absicherung und langsames Umschalten in die Defense gestattete der jungen Truppen von Marius Linartas immer wieder einfache Punkte. Auch mit der aggressiven Manndeckung von Science City Jena kamen die Tropics nicht zurecht. Man verzettelte sich oft in Einzelaktionen und fand zu keinem Zeitpunkt des Spiels in den Rhythmus. Zur Halbzeit lagen Kögler und Co. mit 35-38 im Rückstand.

Im dritten Viertel schienen die Gelbhemden nun etwas besser in die Partie zu kommen und kamen aggressiver aus der Kabine. Doch sowohl im Angriff als auch in der Defense, vor allem in der Rückwärtsbewegung, machte man einfach zu viele Fehler. Folgerichtig setzten sich die Jenaer viertelübergreifend auf 51-64 ab.

Nun folgte die einzige starke Phase der Gelben. Angeführt von Zoric und Grujic starteten die Gastgeber eine fullminante Aufholjagd. Innerhalb von nur knapp vier Minuten verkürzte man den Rückstand auf nur einen Punkt (65-66). Nach dem 5.Foul von Grujic kippte das Momentum jedoch wieder auf die Seite der Thüringer. Garrett und Radojncic trafen nun schwierige Würfe und entschieden die Partie zu Gunsten ihres Teams.

Die Tropics fanden, abgesehen auf die Aufholjagd im letzten Viertel, nie zu ihrem Spiel und mussten fairerweise anerkennen, dass Jena an diesem Tag die bessere Mannschaft war. Der Vorsprung auf den Verfolger Leitershofen beträgt nur noch zwei Siege. Kommenden Samstag muss die Matic-Truppe beim Auswärtsspiel in Bamberg wieder in die Erfolgsspur finden.

Mario Matic: ”Glückwunsch an Marius und seine Mannschaft erstmal. Der Charakter eines Trainers und auch von Spielern zeigt sich immer erst dann, wenn es mal nicht läuft. Es ist sehr einfach ein Team zu sein, wenn man ein Spiel nach dem anderen gewinnt und alles von selber läuft. Gerade jetzt nach so einem schwachen Auftritt müssen wir ein Team sein und Charakter zeigen. Die Veranwortung für die Niederlage übernehme ich und bin selber gefordert, das Team wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Von meinen Spielern erwarte ich im Gegenzug aber eine Reaktion. Wir haben immer noch eine super Ausgangslage im Kampf und die Meisterschaft. Abhaken und am Samstag in Bamberg besser machen.”

Punkteverteilung: Wohlers 17, Grujic 16, Kögler 11, Zoric 9, Boyer 8, Nibler 6, Hustert 5, Walter 2, Stolte, Pethran, Ivancic, Bode

Der TV Goldbach verliert gegen Rosenheim

1.Regionalliga Männer:
TV 1897 Goldbach – SB DJK Rosenheim
62:74 (6:17, 28:38, 41:61)
Mit viel Zuversicht ging Goldbach gegen den
Tabellenelften ins Spiel. Doch durch eine
unterirdische Wurfquote hatte der TV nach dem
1. Viertel gerade 6 magere Punkte auf dem Konto.
Bei Rosenheim dagegen, angetrieben von dem starken
Hogges (23) sowie dem Scharfschützen Gaizauskas (18),
fiel alles ins Netz. Im 2. Viertel spielte Goldbach wieder
auf Augenhöhe. Statt diesen Schwung nach der Halbzeit
mitzunehmen, gönnte man Rosenheim einen 13:0 Run.
(37:61). Im letzten Viertel zeigten die Goldbacher Spieler
nochmals Moral. Unterstützt von einem tollen Publikum
wurde bis zum Schluss gekämpft, doch der
Vorsprung der Gegner aus dem 3. Viertel war zu hoch,
so dass es lediglich zu einer Ergebniskosmetik reichte.
Eine schwache Wurfquote (29%), fehlende Aggressivität in
der Defense sowie zu wenige Offensivrebounds waren
die Ursache für die heutige Niederlage urteilte Coach Schaefer.
Doch man werde weiter hart arbeiten, um in den letzten
Spielen die nötigen Punkte einzuholen. 
Es spielten: T. Jagela (20), Kodet (13), Jeßberger (9),
Strecker (7), M. Jagela (5), Sattler (3), Akbayir (2),
Staab (2), Maciejewski (1) u. Flade

hapa Ansbach Piranhas unterliegen hauchdünn in Treuchtlingen

Es war wieder alles angerichtet für ein packendes Mittelfranken- Derby. Beide Fanlager sorgten wie immer für eine klasse Stimmung. Ohne Tim Eisenberger, der Treuchtlingen im Dezember Richtung Würzburg verließ und sich der Bundesliga- Reserve der s.Oliver Würzburg anschloss, waren die Karten vor der Partie neu gemischt.

 

 

Von Anfang an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Wie bereits vergangenes Wochenende startet das Big Man Duo um Walter Simon und Paul Nzeocha stark in die Partie und bereitet der Treuchtlinger Verteidigung enorme Probleme. Über das ganze Spiel zeigen die Piranhas guten Einsatz am Brett und können das Rebound-Duell am Ende mit 42 zu 30 für sich entscheiden (davon 13 Offensiv- Rebounds). So können sich die Piranhas durch einige zweite Chancen leicht absetzen und das erste Viertel mit fünf Punkten für sich entscheiden (22:27 1. Viertel). Nach der Viertelpause kann Treuchtlingen schnell wieder komplett aufschließen. Das Spiel bleibt weiterhin tempo- und punktereich, bei neun Führungswechseln in der 1. Halbzeit (51:51 Halbzeit).

Die Piranhas erwischen einen guten Start in die 2. Halbzeit, können sich ein wenig absetzen und das komplette 3. Viertel in Führung bleiben. Weiterhin wird das Big Man Duo um Simon/Nzeocha von ihren Mitspielern gut in Szene gesetzt (am Ende mit 17 und 18 Punkten). Zudem legen die Piranhas in der Verteidigung eine Schippe drauf und halten die Treuchtlinger bei 14 Punkten. Einziger Wehrmutstropfen: Walter Simon bekommt sein 4. Persönliche Foul kurz vor Viertelpause (65:68 3. Viertel). Sechs Minuten vor dem Ende gehen die Treuchtlinger das erste Mal seit langer Zeit durch zwei Freiwürfe wieder in Führung. Die Piranhas lassen sich jedoch nicht abschütteln und können sich die Führung durch 5 Punkte in Folge von Christian Imberi, bei noch 3 Minuten zu spielen, wieder zurückholen. Ohne den bereits ausgefoulten Walter Simon übernimmt Christian Imberi in der Offensive (11 von 20 Punkten im 4. Viertel), muss aber zusehen, wie Treuchtlingen durch Freiwürfe und einen Dreier wieder in Führung kommt und das dünne Polster über die Ziellinie retten kann (88:86 Endstand).

Schlüsselstatistiken:

  • 20 Ansbacher Ballverluste (vs. 14 Treuchtlingen)
  • 42 Ansbacher Rebounds (vs. 30 Treuchtlingen)

OSB Hellenen verliert gegen LEitershofen

Am 16.03 hatte OSB Hellenen, BG Leitershofen zu Gast im Hellenendome. Trotz einem sehr guten Spiel der Hellenen, konnte Leitershofen durch Leichtsinnige Fehler der Hellenen das Spiel am Ende gewinnen.

1 Viertel
Das Spiel begann schleppend für OSB Hellenen. Nach sieben Minuten stand es 6:16 für die Gäste. In den letzten Spielminuten des ersten Viertels verhalfen zwei Körbe von Omari Knox und einer von Apo Diamantis den Hellenen den Spielstand zu verkürzen. Das erste Viertel endete mit 17:21 für Leitershofen.
2 Viertel
Im zweiten Viertel spielten die Hellenen ganz stark. 14 Punkte von JJ Lippert und 6 von Kamillo Rosenthal brachte den Hellenen eine 8 Punkte Führung zum Ende des zweiten Viertels. OSB Hellenen ging mit 43:35 in die Halbzeitpause.
3 Viertel
Im dritten Viertel spielten die Hellenen weiter, wie sie im zweiten aufgehört haben. Hier halfen 12 Punkte von Omari Knox die Führung beizubehalten. Aber auch Leitershofen spielte stark, sodass es am Ende bei der acht Punkte Führung für die Hellenen blieb, 64:56.
4 Viertel
Im letzten Viertel hatten die Hellenen einige Probleme. In den ersten drei Minuten des vierten Viertels gelang den Leitershofenern ein 14:3 lauf, wodurch sie das Ergebnis ausglichen. Bis zur letzten Spielminute punkteten beide Teams ausgeglichen. Jedoch machten die Hellenen in der letzten Minute zu viele Fehler und Leitershofen bestrafte dies mit 6 Punkten in der letzten Minute. OSB Hellenen hat das Spiel leider mit 78:86 verloren.

Topscorer OSB Hellenen: J. Lippert (26 pkt.), O. Knox (22 pkt.), W. Bessoir (10 pkt.)

Topscorer BG Leitershofen: M. Carr (27 pkt.), B. Benke (17 pkt.), N. Hadzovic (14 pkt.)

Misel Lazarevic:
„Glückwunsch an Leitershofen zum Sieg. Sie spielten im letzten Viertel klug und gewannen schließlich das Spiel. Es gibt nicht viel zu sagen, wir haben die offenen Würfe nicht getroffen, als es wichtig war und das hat das Ergebnis beeinflusst. Genau in diesem Moment mussten wir in der Abwehr besser spielen, um die Rebounds zu holen. Aber wir waren nicht genug Konzentriert, was dazu führte, dass wir im letzten Viertel 30 Punkte kassiert haben. Unter diesen Umständen ist es für jedes Team, nicht nur für uns, schwierig das Spiel zu gewinnen."

Heimsieg gegen starke Aiblinger

breitenguessbachDer TSV Tröster Breitengüßbach besiegte am vergangenen Samstag vor 150 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle den TuS Bad Aibling mit 84:75. 

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Niederlage in Breitengüßbach

Die Herren der Fireballs Bad Aibling mussten am 22. Spieltag der 1. Regionalliga Süd-Ost beim Tabellendritten eine 84:75 Niederlage hinnehmen. Die Kurstädter boten dem Tabellendritten über weite Strecken des Spiels Paroli, mussten sich letzten Endes aber dem starken Team um Topscorer Erik Land geschlagen geben.

Zu Beginn der Partie zeigte der Aufsteiger auch nach einem schnellen 7-2 Lauf der Gastgeber, sich durchaus Chancen auf einen Sieg auszurechnen. Flugs glich man den Rückstand aus und bot sich nun mit den Oberfranken einen offenen Schlagabtausch. Auf Seiten des TSV überzeugte vor allem Erik Land, der zehn seiner 25 Punkte direkt im ersten Viertel erzielte. Aibling suchte vor allem den Weg zum Brett und überzeugte durch ausgeglichenes Scoring.

Im zweiten Viertel konnte sich keines der Teams absetzen, den Gästen gelang durch zwei Dreier von Marco Hack Vázquez sogar die erste Führung in der Partie (30:31). Mit zunehmender Spieldauer in den zweiten zehn Minuten geriet Aibling jedoch auf den kleinen Positionen immer mehr in Foulprobleme, Justin Kaifosch und Mario Hack Vázquez waren schon vor der Pause mit je drei persönlichen Fouls belastet, was sich später als Knackpunkt entpuppen sollte. Breitengüßbach übernahm nun wieder mehr das Spiel und so gingen beide Teams mit 38:33 in die Halbzeit.

Die Gastgeber starteten stark in das dritte Viertel, wieder war es der starke Land, der den Aiblingern Sorgen bereitete. Mit einem Korbleger erzielte er die höchste Führung für den TSV beim Spielstand von 57:40. Doch die Fireballs kämpften sich wieder heran und mit einem Korbleger von Johannes Wießnet plus Foul zur Sirene konnte der Vorsprung der Oberfranken auf zehn Punkte verkürzt werden (63:53).

Im letzten Viertel setzte Breitengüßbach den Aiblingern vor allem nun über Flügelspieler Sven Lorber zu, der durch gute Aktionen die Gäste immer wieder auf Abstand hielt. Bei den Kurstädtern machten sich nun die Foulprobleme bemerkbar, erst musste mit Mario Hack Vázquez der erste Spielmacher mit fünf Fouls vom Feld, ihm folgten in kurzer Zeit ebenso Simon Bradaric und Justin Kaifosch, sodass Coach Tobi Guggenhuber nunmehr mit den fünf verbleibenden Spielern agieren musste. Die erfahrenen Oberfranken nutzten die Situation und konnten sich nun entscheidend absetzen, nachdem Aibling sogar bis auf sieben Punkte herangekommen war und brachten den letzten Endes verdienten Sieg nach Hause.

„Breitengüßbach war heute ein starker Gegner, aber ich denke, wir haben ihnen dennoch viel abverlangt. Vor allem Erik Land hat uns heute unter dem Korb Probleme bereitet, wir haben nicht wirklich ein Mittel dagegen gefunden. Alles in allem muss ich der Mannschaft erneut Respekt zollen, kämpferisch waren wir auch heute auf der Höhe. Wir haben jetzt zweimal in Folge gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze gute Leistungen gezeigt und müssen diesen Schwung mitnehmen, um nächsten Samstag einen wichtigen Heimsieg einzufahren.“, so Coach Tobi Guggenhuber nach der Partie.

TTL BaMberg in Schwabing unterlegen

Der TTL Basketball Bamberg war nur mit einem Rumpfteam zum Tabellennachbarn nach München angereist. Neben den Spielern Rob Ferguson, Felix Loch und Kevin Eichelsdörfer musste auch noch Headcoach Rainer Wolfschmitt kurzfristig die Fahrt nach München absagen, so dass das Team unter der Verantwortung von Assistant-Coach Michael Kunz stand.
Von Beginn an war die körperliche Überlegenheit der Hausherren spielbestimmend. Die Bamberger ihrerseits kamen im ersten Viertel nur zögerlich ins Spiel und mussten den Spielabschnitt relativ deutlich mit 23:11 abgeben. Im zweiten Viertel agierten die Mannen um Kapitän Michael Lachmann dann in der Verteidigung deutlich engagierter und konnten sich nun in der Offense erfolgreicher durchsetzen. Die TTLer haben diesen Spielabschnitte mit 24:18 gewonnen und den Rückstand zur Halbzeit auf 41:35 verkürzt.
Im dritten und vierteln Abschnitt gelangen den Schwabingern dann mehrere 3-Punkte-Würfe, womit sich von den Bambergern immer mehr absetzten. An den Brettern konnten die Gäste nun nicht mehr dagegenhalten, was eine deutliche Reboundüberlegenheit (33/21 )für die Münchner zur Folge hatte. Der Bamberger Coach Michel Kunz nach dem Spiel: „Wir mussten hier enorm ersatzgeschwächt mit nur acht Spielern angetreten, haben tapfer gekämpft und gegen eine gute Schwabinger Mannschaft am Ende vielleicht etwas zu hoch verloren.“

TTL BA:
Lachmann 17/2, Eisenhardt 16/0, Dippold 15/0, Schmitt 12/2, Jefferson 7/1, Kohn, Biedermann, Eichelsdörfer

Logo TTL

 

Kangaroos siegen bei Hellenen München

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat in der 1. Regionalliga Südost am Samstagabend die Auswärtshürde beim OSB Hellenen München erfolgreich übersprungen. Nach einer furiosen Aufholjagd gewann man das Spiel mit 86:78 (35:43). Dadurch sicherte man den zweiten Tabellenplatz zunächst ab und kam auch Tabellenführer TSV Oberhaching nach dessen überraschender Heimniederlage gegen Science City Jena wieder zwei Punkte im Klassement näher.

Bei den Leitershofern waren gegenüber der Vorwoche Milan Tesic und Jonas Zink wieder ins Team zurückgekehrt, für Dennis Behnisch kam ein Einsatz noch zu früh, Michael Dorsch fällt ohnehin bis Saisonende aus. Und die Partie begann auch entsprechend gut für die Gäste, rasch führte man 10:2, kurz darauf 16:6 und zum Ende des ersten Viertels noch immer mit 21:17. Allerdings gelang es der BG nicht, den guten Lauf mit in die weitere Partie zu nehmen. Stattdessen agierte man nun plötzlich in der Defensive sehr lethargisch, dementsprechend trug man dann auch die Angriffe etwas zu langsam vor, es fehlte das Tempo im Spiel. München um seine beiden Topscorer Lippert und Knox nutzte dies sofort, ging ab der 15. Minute in Führung und hatte zur Halbzeit sich bereits einen Acht-Punkte Vorsprung erarbeitet. Dementsprechend verlief auch die Halbzeitansprache der Leitershofer. Trainer Ian Chadwick wurde sehr emotional, entsprechend lange dauerte seine Appell an das Team und erst ganz knapp vor dem Sprungball zum dritten Viertel kehrten die Seinen entgegen der sonstigen Gewohnheit auf das Spielfeld zurück, verzichteten dadurch auf das Einspielen zur zweiten Halbzeit.

Von nun an entwickelte sich ein packendes Spiel. Stadtbergen steigerte sich nun wieder, doch die Hellenen bewiesen ihre Klasse und zogen sogar auf 58:46 davon, der höchste Vorsprung des Heimteams an diesem Abend. Als Lippert und Knox eine kleine Verschnaufpause auf der Bank benötigten, kamen die Kangaroos sofort auf 58:54 heran. Als die beiden Protagonisten aber schnell wieder aufs Feld zurückkehrten, war die alte Differenz schnell wieder hergestellt. Keine allzu guten Aussichten also für die Leitershofer im Schlussviertel, denn da war auch noch das „Phantom“ der Kangaroos in Person von Kamillo Rosenthal. Unzählige Male hatte dieser Akteur trotz seines fortgeschrittenen Alters in den diversesten Farben Münchener Mannschaft der BG schon Probleme bereitet – und auch zu diesem Zeitpunkt schon wieder acht Punkte und zwei Dreier auf seinem Konto. So richtig war den Leitershofern wohl gar nicht bewusst, dass dieser Akteur mit Vorliebe für Spiele gegen die BGauf seiner x-ten Station inzwischen das Hellenen Trikot trug…

Doch es kam dann ganz anders. Die Gäste legten jetzt eine kräftige Schippe oben drauf. Emanuel Richter nahm den Amerikaner Knox in den letzten Minuten komplett aus dem Spiel und hielt ihn in dieser Phase bei null Punkten. CJ Carr traf wichtige Dreier. Dominik Veney wurde zum Energizer im Angriff und Lippert wurde von den BG-Centern so lange zermürbt, bis er mit zwei unsportlichen Fouls kurz vor Schluss ausscheiden musste. Emanuel Richter per Dreier zum 70:67 sorgte für die erste BG-Führung nach langer Zeit und auch der verletzungsbedingte Ausfall des bis dahin überragenden Bernhard Benke (Bänderverletzung) konnte den Leitershofen-Express nicht mehr stoppen. Der starke Nedim Hadzovic zunächst per Korbleger und dann mit einem tollen Assist auf Richter und ein weiterer Zweipunktwurf von Youngster Lewis Londene sicherten dann letzten Endes den etwas glücklichen, aber sicherlich nicht unverdienten Sieg.

Am kommenden Samstag geht es dann für die BG in eigener Halle gegen den TV Goldbach aus Unterfranken weiter. Mit einem weiteren Sieg wollen die Kangaroos dann die Verfolger Breitengüssbach und Treuchtlingen erneut auf Distanz halten und falls möglich natürlich auch Tabellenführer Oberhaching noch einmal näher rücken, sollte dieser erneut straucheln.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Carr (27/4 Dreier), Zink, Fiebich (3/1 Dreier), Londene (6/1 Dreier), Benke (17), Hadzovic (14), Veney (7), Tesic (4), Richter (8/2 Dreier)

Beste Werfer Hellenen München: Lippert (26/4 Dreier), Knox (22/3 Dreier), Bessoir (10)

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Ian Chadwick: „Glückwunsch an meine Jungs. Mit dem ersten und letzten Viertel war ich sehr zufrieden, dazwischen war heute aber auch Leerlauf. Wir haben aber erneut große Moral gezeigt und das Spiel gegen einen starken Gegner drehen können. Man sieht, wie ausgeglichen die Liga ist, wenn ein Team wie Hellenen nur im Mittelfeld der Liga platziert ist. Bei Bernie hoffe ich, dass die Verletzung nicht so schwer ist, er war zuletzt in toller Verfassung und Ausfälle sowie angeschlagene Spieler haben wir schon genug. Jetzt müssen wir bis Saisonende noch vier Mal richtig beißen.“

BG-Kapitän Dominik Veney: „Wir haben Omari Knox und Jermaine Lippert lange Zeit nicht im Griff gehabt und es ihnen zu einfach gemacht. Nach der Halbzeit wollten wir es aber nochmals wissen, die Intensität in der Abwehr wurde erhöht und wir haben dann auch die Geduld behalten. Am Ende war es wie bereits im Hinspiel das erwartet harte und bis zum Schluss ausgeglichene Match auf Augenhöhe, mit dem besseren Ende für uns“.

BG-Teammanager Andreas Moser: „Nach langer Zeit wieder einmal ein Auswärtssieg für uns. Im Kampf um Platz zwei waren dies heute zwei absolute Big-Points. Darauf fokussieren wir uns weiter. Wir wissen aber auch, dass Oberhaching noch ein schweres Restprogramm hat. Ich gehe nicht davon aus, dass die ihre aktuelle Mini-Krise fortsetzen. Sollte es aber passieren wollen wir im Fall der Fälle da sein“.

Pflichtaufgabe souverän gelöst

rosenheim sbr neu

SBR-Basketballer siegen in Goldbach 74:62

Keine Blöße gaben sich die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim am vergangenen Samstag beim Tabellenletzten Goldbach. Ihr 74:62-Erfolg war nie gefährdet und lässt die Miller-Schützlinge weiterhin den Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten.

Zwei Dinge hatten sich die Rosenheimer für das Spiel bei den Unterfranken vor allem vorgenommen: ein kämpferisches und selbstbewusstes Auftreten und wieder etwas mehr Struktur im Angriff. Dass diese Vorhaben gut umgesetzt wurden, kann der Basketball-Kenner allein beim Blick auf die Statistik erkennen: Die ausgewogene Punkteverteilung spricht für eine gut organisierte Offensive und die Zahl der Rebounds für eine hervorragende kämpferische Einstellung. Ganze 46 Abpraller sicherten sich die Grünweißen, deutlich mehr als die Heimmannschaft, die es nur auf deren 29 brachte. Allein 15 davon pflückte Roberto Malpede  – ein absoluter Spitzenwert, der einmal mehr den vorbildlichen Einsatz des Italieners im SBR-Dress unterstreicht!

Gleich von Beginn an ließen die Rosenheimer so beim Tabellenletzten keinen Zweifel aufkommen, wer an diesem Abend die Favoritenrolle innehatte: Sie erzielten im ersten Viertel zwar nur 17 Zähler, erlaubten den Hausherren dafür aber in den gesamten 10 Minuten nur ganze zwei Korberfolge aus dem Feld sowie zwei erfolgreiche Freiwürfe – das 17:6 war bereits der Grundstein für den Auswärtserfolg. Die Goldbacher kamen dann im zweiten Abschnitt etwas besser ins Spiel und gestalteten diesen immerhin ausgeglichen, im dritten Viertel legten die Rosenheimer aber nochmals eine Schippe drauf und erzwangen damit bereits früh die Vorentscheidung: Das 61:41 nach 30 Minuten ließ den Gastgebern kaum mehr Optionen für den Schlussabschnitt, in dem die Grünweißen den Sieg letztendlich auch souverän ins Ziel brachten.

Somit bleibt die Tabellensituation in der 1.Regionalliga Südost weiter spannend. Der Zwölftplatzierte Jena hält mit einem weiteren Sieg an diesem Wochenendeden Anschluss an die Rosenheimer, die ihrerseits punktgleich mit dem Achtplatzierten den 11. Rang belegen. Für den SBR spielten Breitfeld, Hogges (23 Punkte), Bekteshi (9), Schulezko (9), Gaizauskas (18), Laubert, Malpede (8), Raab (6) und Kromah (1).

 

Starkes Comeback leider nicht belohnt

Am 21. Spieltag der 1. Regionalliga Süd-Ost unterlagen die Herren der Fireballs Bad Aibling nach einer sensationellen Aufholjagd dem Tabellenführer TSV Oberhaching knapp mit 67:70. Die Kurstädter kämpften sich nach einem Rückstand von 27 Punkten bis in Schlagdistanz heran, konnten aber den Dreier zum Ausgleich in letzter Sekunde nicht verwandeln.

Die Oberhachinger starteten stark in die Partie, allen voran Miljan Grujic bereitete den Aiblingern Sorgen. Diese fanden anfangs nicht in ihre Offensive, erst nach sieben Punkten der Tropics gelang Marco Hack Vázquez der erste Korberfolg. Die Kurstädter agierten nervös gegen den Tabellenführer, welcher die Unsicherheit der Fireballs im Stil einer Spitzenmannschaft gnadenlos ausnutzte und zum Viertelende mit 9:24 davonzog.

Im zweiten Viertel fand der Gastgeber weiterhin kein Mittel gegen die beiden Center der Oberhachinger, die den Ball aus der tiefen Position unter dem Korb gut verteilten und so den Schützen von draußen freie Würfe verschafften. Aibling fand offensiv nicht ins  Spiel, sodass der Vorsprung immer größer wurde. Der Aufsteiger leistete sich zahlreiche unnötige Ballverluste, und als Spielmacher John Boyer zwei Freiwürfe verwandelte, mussten die zahlreich erschienen Fans einen bangen Blick auf die Anzeigetafel nehmen. 20:47 nach 18 gespielten Minuten ähnelten einem ähnlichen Ausgang wie im Hinspiel. Mit zwei guten Aktionen gelang es, den Vorsprung zumindest auf 23 Punkte zur Halbzeit zu verkürzen (26:49).

Doch die zweite Halbzeit bot für die Fans nun Basketball der besonderen Art. Die Heimmannschaft zeigte sich wie ausgewechselt, kämpfte nun um jeden Ball in der Defensive und agierte auch offensiv um Weiten intelligenter als in Halbzeit eins. Johannes Wießnet leitete mit einem sehenswerten Dunk nach einem misslungenen Korbleger von Simon Bradaric die Aufholjagd ein. Angetrieben durch die Fans ging ein Ruck durch die Aiblinger, die nun Punkt um Punkt verkürzten und mit einem Korbleger durch Michi Westphal zum Viertelende plötzlich nur noch mit dreizehn Punkten zurücklagen (47:60).

Als im letzten Abschnitt im ersten Angriff Mario Hack Vázquez einen Dreier verwandelte, tobte der Firedome. Ganz im Gegensatz zum Hinspiel fightete Aibling nun und glaubte an die eigene Stärke. Drei Minuten vor Ende netzte Marco Hack Vázquez den nächsten Dreier für Aibling ein, Simon Bradaric klaute den Ball vom Oberhachinger Spielmacher und erzwang das unsportliche Foul, im Anschluss verwandelte Johannes Wießnet zwar nur einen Freiwurf, doch Aibling war zurück. Oberhaching war die Nervosität anzumerken, den letzten Korb erzielte der Tabellenführer vier Minuten vor Schlusspfiff. 44 Sekunden vor Ende war Aibling auf drei Punkte herangekommen, konnte sogar den folgenden Angriff der Tropics stoppen, doch der letzte Wurf von Steffen Lautner fand sein Ziel nicht, sodass sich die Fireballs am Ende nach einer sensationellen Aufholjagd nicht belohnen konnten.

„Ein wahnsinniger Fight der Mannschaft. Die Fans haben uns heute nach einer verschlafenen ersten Halbzeit wieder voll nach vorne gepeitscht. Gegen so eine erfahrene Mannschaft einen 27-Punkte Rückstand aufholen ist überragend, leider hat es am Ende nicht gereicht. Wir müssen zusehen, von Anfang an wach zu sein, dann wäre hier die Sensation drin gewesen. Oberhaching hat zu Beginn unsere Fehler rigoros bestraft, aber die zweite Halbzeit ist das, was wir mitnehmen müssen. Heute hat am Ende jeder ein starkes Spiel abgeliefert, auch die Bankspieler haben überzeugt und gekämpft“, sagte Coach Tobi Guggenhuber in der Ansprache nach dem Spiel.

Der TV Goldbach verliert in Ansbach

Von Personalproblemen geplagt musste der TV Goldbach auf die Leistungsträger Can Akbayir und Lucas Schütz verzichten, sodass man mit nur sieben Stammspielern in die Partie ging.

In den ersten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams über ihre erfahrenen Offensivkräfte punkteten. Kurzzeitig bestand die Gefahr für den TVG, dass sich Ansbach beim Stand von 20:13 absetzen würde – die Goldbacher hielten als Team jedoch dagegen und konnten auf 21:20 zur Viertelpause verkürzen.

Das zweite Viertel verlief aus Goldbacher Sicht durchwachsen. Der Offensivspezialist Tadas Jagela (27 Punkte, 4 Dreier)  verstand es nun immer besser, die Ansbacher Defense zu knacken, und Fouls zu ziehen. Gleichzeitig entstanden dadurch die Räume für den US-amerikanischen Scharfschützen Jimmy Kodet (17 Punkte), der den TVG mit zwei Dreiern in Folge zum ersten Mal in Führung brachte (28:30). Jetzt war der TVG am Drücker – mit konzentrierten Teamplays und kämpferischem Einsatz konnte die Führung ausgebaut werden. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff stand die höchste Führung des TVG (35:44) auf der Anzeigetafel. Die Freude hielt jedoch nicht lange. Sichtlich unbeeindruckt von dem Rückstand hielt hapa Ansbach dagegen und kam wieder heran. Dabei lieferte der TVG noch eifrig Schützenhilfe – Fehlpässe, Ballverluste, Unachtsamkeiten und individuelle Fehler luden die Gastgeber ein ums andere Mal zu leichten Körben ein. Ein Buzzer Beater zum 41:40 zur Halbzeitpause war wie ein Stich ins Herz und ließ die Köpfe hängen, während die Ansbacher durch den 14-2 Lauf in 1,5 Minuten mit viel Energie in die Kabine gingen.

Entsprechend machte Ansbach dort weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört hatten. Insbesondere die Routiniers Simon und Koulibaly konnten den TVG durch Distanzwürfe immer wieder vor Probleme stellen. Auf Seiten des TVG ging es durchwachsen weiter. Gleich vier einfache Wurfmöglichkeiten konnten nicht verwertet werden. Doch dann kamen tolle Würfe und Aktionen von Tadas Jagela und Leonard Sattler (16 Punkte). Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels konnte sich der TVG in einem Spiel auf Augenhöhe noch einmal auf 61:61 herankämpfen, und ging mit nur 4 Punkten Rückstand in das letzte Viertel – noch war alles drin.

Das Ziel, durch schnell Punkte wieder heranzukommen wurde in den ersten Minuten vom TV Goldbach nicht erreicht – dafür gelang den Ansbachern dafür jetzt alles. Nicht zuletzt machten sich nun die tiefere Bank der Ansbacher einerseits, sowie der Aderlass in Goldbach andererseits bemerkbar. Nach 2,5 Minuten war der Rückstand auf 10 Punkte angestiegen – die Vorentscheidung war gefallen. Über den Verlauf des letzten Viertels fehlten dem TVG die Kraft, Kreativität und Konzentration, das Spiel noch einmal herumzureißen.

Aller Motivation und Kämpfermentalität zum Trotz musste der TVG auch am 21. Spieltag eine Niederlage hinnehmen, die vermeidbar war. Im Abstiegskampf hat die heiße Phase längst begonnen, in der man sich in dieser Liga einfach keine Ausrutscher mehr erlauben darf.

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