Spielberichte 1. Regionalliga Herren

Schwabing gewinnt Derby gegen StadtRivalen

Am vergangenen Samstag trafen zwei Münchner Teams der Regionalliga Südost in der Halle der Morawitzkystraße aufeinander: Die BC Hellenen zu Gast beim MTSV Schwabing.

Direkt zu Beginn der Partie ging es zwischen den Teams hin und her. Auf Seiten der Gäste ist es vor allem Julian Jermaine Lippert mit 20 Zählern, der die Hellenen versucht im Spiel zu halten. Doch da bei den Schwabingern gleich vier Spieler mit mindestens 17 Punkten trafen (Bent Leuchten [19], Ralph Hounnou [18], Daniel Perez Palomares [17] und Nicholas Freer [17]), baute sich das Heimteam über die ersten drei Viertel eine 13-Punkte Führung auf.

Im letzten Viertel spielten die Schwabinger ihren besten Basketball und bauten ihre Führung auf 23 Punkte aus, sodass sich am Ende des Spiels die Stadtrivalen mit einem Ergebnis von 99:76 voneinander verabschiedeten.

Culture City Weimar unterliegt Bad Aibling im Schlussviertel

Mit einer 62:73-Niederlage endete am Samstagnachmittag das Basketball-Wochenende für Culture City Weimar. Die Regionalliga-Riesen von der Ilm unterlagen dem TuS Bad Aibling mit einer eingeschränkten Rotation dabei erst auf der Zielgeraden, mussten im Duell gegen die Gäste aus Süddeutschland neben einigen Leistungsträgern auch auf ihren Coach Marius Linartas verzichten, der mit Science City zum Zweitliga-Duell in Bremerhaven weilte, um Jenas Interims-Chefttrainer Steven Clauss zu unterstützen. Nachdem Culture City trotz der Niederlage auf dem 7. Platz der Regionalliga Südost verbleibt, gastieren die jungen Thüringer am kommenden Samstag zum wichtigen Nachbarschaftsduell bei den Longhorns in Herzogenaurach 

Während das durch Verletzungen, Grippe sowie weitere personelle Ausfälle gehandicapte Team der Goethestädter lediglich mit neun Spieler in die Partie gehen konnte, kompensierte der Rumpfkader von Culture City die kurze Rotation zunächst mit einem kollektiv starken Auftritt. So erspielten sich die Weimaer Regionalliga-Basketballer nach einem punktearmen Auftaktviertel einen 16:11-Vorsprung, der bis zum 32:29-Halbzeitstand erfolgreich konserviert werden konnte. Auch nach der Rückkehr in die zweite Hälfte bot Culture City den Gästen aus Bad Aibling kollektiv die Stirn und erspielte sich eine 52:47-Führung, bevor es in das entscheidende Schlussviertel ging. Während im jungen Weimaer Perspektivteam neben der Konzentration nun auch die Kräfte schwanden, nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent und verkürzten kontinuierlich, um das Duell auf den letzten Metern zu kippen. 

„Das war eine sehr ärgerliche und sicher auch unnötige Niederlage, nachdem wir das Spiel drei Viertel lang eigentlich im Griff hatten“, sagte Coach Torsten Rothämel, der Linartas an der Seitenlinie vertrat. „In den letzten zehn Minuten haben wir offensiv den Faden verloren, unsere wichtigen Würfe nicht getroffen. Maßgeblich verantwortlich waren dabei sicher auch zu viele abgegebene Rebounds und Ballverluste, die es Bad Aibling ermöglichten, dieses Spiel auf den letzten Metern zu drehen. Trotz des dezimierten Kaders war heute mehr möglich. Jetzt gilt es Kräfte zu sammeln und die Lehren aus dieser Niederlage zu ziehen, um bei der nächsten Herausforderung in Herzogenaurach bestehen zu können“, so Torsten Rothämel abschließend. 

CCW: Hofmann 20 Punkte (10 Reb.), Garrett 18 (15 Reb.), Walter 7, Dizdar 6, Shusel 4, Mayr 4, Teichert 2, B. Linartas 1, Otto 

Weimar

SBR-Basketballer chancenlos beim Tabellennachbarn VfL Treuchtlingen

rosenheim sbr neuNach 101:76-Niederlage stehen den Rosenheimern schwere Wochen bevor

Chancenlos waren die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim am vergangenen Samstag bei ihrer Auswärtspartie beim Tabellennachbarn VfL Treuchtlingen. Gegen die stark aufspielenden Gastgeber konnten die dezimierten Spartans eigentlich nur in den ersten fünf Minuten mithalten und verloren am Ende deutlich mit 101:76.

Die Partie stand für die Rosenheimer unter einem schlechten Stern, mussten sie doch neben ihren Langzeitverletzten auch noch komplett auf ihren Center Temur Kiknadze verzichten, dessen gesundheitliche Probleme einen sinnvollen Einsatz unmöglich machten. Diesen erneuten Verlust konnten die Mulalich-Schützlinge nicht kompensieren, auch weil außer Kapitän Jguwon Hogges kein SBR-Akteur an diesem Abend eine gute Leistung abrufen konnte. So kam es, dass die heimstarken Treuchtlinger den SBR in der Offensive ein ums andere Mal überraschten und so zu einfachen Korblegern oder freien Würfen kamen, die sie äußerst treffsicher verwandelten: Die vier Topscorer der Treuchtlinger erreichten allesamt eine überragende Wurfquote von über 50 Prozent, so dass das Quartett Geiselsöder, Schmoll, Beierlein und Wörlein allein 86 der insgesamt 101 Punkte ihres Teams für sich verbuchen konnte. Dem hatten die Grünweißen eigentlich nur Jguwon Hogges entgegenzusetzen, der mit 34 Punkten und 11 Rebounds eine bärenstarke Partie ablieferte. Nur war dies eben leider nicht genug, um dem Konkurrenten im Abstiegskampf Paroli bieten zu können. Da ist es auch nur ein schwacher Trost, dass die Niederlage insgesamt um einige Zähler zu hoch ausfiel, weil Trainer Alen Mulalich im letzten Viertel fast ausschließlich Akteuren aus der zweiten Garde Spielpraxis verschaffte, um sich so für die kommenden schweren Wochen zu rüsten. Nach den Siegen von Aibling und Herzogenaurach am Wochenende wird die Tabellensituation nämlich zunehmend prekärer, ein Sieg nächste Woche gegen Schwabing ist fast schon Pflicht, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht frühzeitig zu verlieren.

Für den SBR spielten neben Hogges Jonas März (9 Punkte), Schiefer, Brosig (4), Bastian März (5), Schulezko (9), Weigel (8), Hlatky (8), Kromah und Nsingi.

Regnitztal verliert Derby gegen Breitengüßbach knapp

Regnitztal Baskets vs. TSV Tröster Breitengüßbach 77:81 Es entwickelte sich ein spannendes und teils intensives Derby, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten kamen. Die Partie war, wie im Hinspiel, bis zum Ende völlig offen diesmal mit dem besseren Ende für die Güßbacher Gäste. Im ersten Viertel hatten die Gäste den wesentlich besseren Start. Breitengüßbach baute mit Land und Engel den Vorsprung bis Mitte des ersten Abschnitts auf 17:7 aus. Trainer Mark Völkl war hier bereits gezwungen eine Auszeit zu nehmen und seine Jungs wieder auf Spur zu bringen. Regnitztal konnte jedoch bis zum Ende nicht verkürzen. Der zweite Abschnitt gehörte in den ersten vier Minuten Regnitztal. Mit einigen Schnellangriffen und intensiver Defense konnte der Rückstand durch Tischler, Plescher und Saffer schnell auf 35:36 verkürzt werden. Ab hier war das Match jetzt ausgeglichen und auf Augenhöhe. Zur Halbzeit ging es dann aber wieder mit 48:40 für Güßbach. Mitte des dritten Viertels konnte Regnitztal nach einer weiteren Aufholjagd erstmals in Führung gehen. Die Punkte kamen meist von Plescher und Tischler auf Regnitztaler Seite bei Breitengüßbach waren Land und Jörg Dippold die entsprechenden Verwerter. Ins letzte Viertel ging man mit 60:62 für die Gäste. Im letzten Abschnitt entwickelte sich eine Partie auf Messers Schneide mit ständig wechselnden Führungen, wobei sich keine der beiden Mannschaften nochmal entscheidend absetzen konnte. Die letzten Würfe mussten entscheiden. Hier setzte sich dann die größere Routine der Gäste am Ende durch, da sie einige bessere Entscheidungen trafen. Eine unglückliche Niederlage für Regnitztal, aus der die Youngsters jedoch viel mitnehmen können. Nicholas Tischler als Topwerfer der Partie hatte am Ende noch 9 Vorlagen und 9 Rebounds.

Erster Auswärtssieg

 
 
Endlich hat es für die Basketballer des TuS Bad Aibling auch in der Ferne zu einem Sieg gereicht. In Weimar gewinnt das Team von Coach Guggenhuber mit 62:73 und hält somit Anschluss im Abstiegskampf.
 
Zwei Premieren feierten die FIreballs Bad Aibling am vergangenen Wochenende. Zum ersten Mal seit Saisonbeginn stand der gesamte Kader zu einem Spiel zur Verfügung. Alle Verletzungen sind auskuriert und somit war nach sehr langer Zeit der Trainingsbetrieb wieder in voller Mannstärke darstellbar. So reisten am Samstag zwölf einsatzfähige Spieler guter Dinge nach Weimar, immerhin die längste Auswärtsfahrt der Saison. Gegen den Tabellenachten stand der TBA unter Zugzwang um nicht den Anschluss im Rennen um den Klassenerhalt zu verlieren. Die Voraussetzungen waren also gut um sich für die deutliche Pleite im Hinspiel zu revanchieren.
 
Trotz der guten Ausgangslage begannen die Gäste nervös, vor allem in der Offensive hakte es gewaltig. Zu wenig Bewegung im Spielaufbau und statische Angriffsstrukturen führten zu schwierigen Abschlüssen. Dementsprechend litt auch die Wurfquote und die Punktausbeute, die Kurstädter hatten in dieser Phase aber Glück, dass auch die ersatzgeschwächten Gastgeber nur schwer ins Spiel fanden. Nach einem qualitativ überschaubaren ersten Viertel führte Weimar 16:11. Im zweiten Spielabschnitt lief der Ball dann besser durch die Reihen der Fireballs. Simon Bradaric (24/7/5) sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Partie weiter offenblieb, zumal man in der Defensive immer wieder Probleme hatte, die agilen Big-Man Hofmann & Garrett unter Kontrolle zu bringen. Leider musste Mio Mirceta das Spielfeld nach rund 18 gespielten Minuten mit einer Zerrung verlassen und konnte auch nicht mehr zurückkehren, nur gut, dass eine ausreichend große Rotation zur Verfügung stand. Justin Kaifosch (8) kompensierte den Verlust von Scharfschütze Mirceta durch zwei erfolgreiche Dreier hervorragend und so war der TBA zur Halbzeit weiter in Schlagdistanz (29:32). Nach einer überschaubaren ersten Halbzeit fanden auch die Spielmacher der Aiblinger besser ins Spiel. Mario Hack-Vazquez (10/6/4) legte nun nicht nur den US-Amerikaner Garrett an die Kette, sondern setzte auch offensiv mehr und mehr Impulse und auch Daniel Nimphius (6) machte auf beiden Seiten des Feldes ein gutes Spiel. Hilfe bekamen sie in dieser Phase vor allem von Center Jo Wießnet der mit 13 Punkten und 12 Rebounds wieder ein bärenstarkes Double-Double ablieferte. Trotzdem lagen die Hausherren nach dreißig gespielten Minuten mit fünf Punkten in Front. Nun sollte sich die lange Bank der Aiblinger auszahlen. Weimar war die kurze Rotation nun deutlich anzumerken und der TBA konnte den Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts schnell egalisieren. In der entscheidenden Phase sorgte Rückkehrer Marco Hack-Vazquez (5) mit zwei Big-Plays dann für die erste Führung der Fireballs, die sie in der Folge nicht mehr abgeben sollten. Am Ende hatte das junge Wiemarer Team nichts mehr entgegenzusetzen und so siegten die Gäste am Ende verdient, aber vielleicht etwas zu deutlich mit 62:73.
 
Coach Guggenhuber nach der Partie: „Endlich haben wir auswärts gewonnen, das wurde auch langsam Zeit. Man hat heute deutlich den positiven Effekt eines vollständigen Kaders und einer langen Rotation gemerkt. Das hat uns am Ende das Spiel gewonnen. Wir müssen diesen positiven Trend nun nutzen um auch bei den Bayern einen Sieg mitnehmen zu können.“

TTL Bamberg sichert sich in Vislbiburg den Sieg

Logo TTL

Baskets Vilsbiburg gegen TTL Basketball Bamberg 81 : 83

Der TTL Bamberg musste am vergangenen Samstag in der gut gefüllten Ballsporthalle in Vilsbiburg antreten. Die heimstarken Gastgeber legten einen guten Start hin und führten schnell mit 11:4. Bereits in der 6. Spielminute sah sich TTL Headcoach Rainer Wolfschmitt zu seiner ersten Auszeit genötigt. Acht Punkte in Folge von Steffen Walde (19 Punkte) brachten den TTL wieder auf zwei Zähler heran (14:16). Danach verzettelten sich die Bamberger in vielen Einzelaktionen und fanden keinen Rhythmus im Angriff. Der erste Abschnitt ging mit 17:23 verloren. Die Hausherren spielten nun wie aus einem Guss und konnten viertelübergreifend einen 11:0 Lauf hinlegen (17:31). Die Halle bebte. Maßgeblichen Anteil an der 14 Punkte Führung hatte der beste Werfer der Vilsbiburger Kendall Stafford (21 Punkte). Ein Dreier vom bärenstarken Rückkehrer Rob Ferguson (22 Punkte, 9 Rebounds) und ein gut aufgelegter Kevin Jefferson, der 13 seiner 20 Punkte im zweiten Viertel erzielte, sorgten dafür, dass der TTL nicht den Anschluss verlor. Mit vier Punkten Rückstand (39:43) ging es in die Halbzeitpause. Im dritten Abschnitt entwickelte sich ein spannendes und ausgeglichenes Spiel. Die Gäste aus Oberfranken fanden im Angriff zu einem teamorientierten Basketball zurück. Ferguson, der immer wieder gut freigespielt wurde, bedankte sich mit drei erfolgreichen Dreiern und insgesamt 13 Punkten in diesem Viertel. So lag der TTL vor den letzten zehn Minuten mit 64:63 in Front. Doch die Baskets eroberten sich mit Unterstützung des lautstarken Publikums die Führung zurück (74:67). Jetzt entwickelte sich das Spiel zu einem wahren Krimi. Vilsbiburg sah in der 38. Minute schon wie der Sieger aus (80:74). Doch der TTL verkürzte auf 78:80 und ging 15 Sekunden vor Schluss durch den zweiten Dreier von Felix Loch mit 80:81 wieder in Führung. Schnelle Fouls der Gastgeber konnten die erst zweite Heimniederlage nicht mehr verhindern. Endstand 81:83 für die Gäste aus Oberfranken. TTL Co-Trainer Michael Kunz nach dem Spiel: „Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Auch die Ausfälle dreier Leistungsträger konnten wir gut kompensieren. In der hektischen Schlussphase sind wir ruhig geblieben und haben unsere ganze Erfahrung ausgespielt.“

Für den TTL spielten: Ferguson (22/4), Jefferson (20/2), Walde (19), Rico (8), Loch (6/2), Eisenhardt (4), Lachmann (2), Teka (2), Bauer, T. Eichelsdörfer, Ulshöfer.

Von Michael Kunz

Heimsieg gegen Tabellennachbarn aus Rosenheim

Der VfL Treuchtlingen gewann sein Heimspiel in der Regionalliga mit 101 : 76 gegen den SB DJK Rosenheim. Mit einer konstanten Leistung belohnten sich engagierte Treuchtlinger mit einem wichtigen Heimsieg. Schlüssel zum Erfolg waren eine mannschaftliche Geschlossenheit und die enorme Einsatzbereitschaft über die ganze Spielzeit hinweg.
Im ersten Viertel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Defensiv ließen die Treuchtlinger zunächst zu viele einfache Würfe zu, was Gästespieler Jguwon Hogges immer wieder ausnutzte.
Ins zweite Viertel startete Treuchtlinger wesentlich konzentrierter. Mit einem 8-0 Lauf konnte sich die Heimmannschaft dann zur Freude ihrer Fans absetzen und baute den Vorsprung bis zum Viertelende auf 12 Punkte aus.
Doch die Gäste aus Rosenheim gaben nie auf und hielten weiter dagegen, sodass beim Stand von 73 : 61 aus Treuchtlinger Sicht nach 30 Minuten das Spiel noch nicht entschieden war.
Fünf Minuten vor Schluss war die Partie entschieden. Die Hausherren konnten auf 20 Punkte davonziehen, so dass am Treuchtlinger Sieg nicht mehr zu rütteln war. Am Ende stand ein verdienter 101 : 76-Erfolg, auch weil neben der starken Defensivleistung in der Offensive viele Würfe im richtigen Moment ihr Ziel fanden.
Trainer Stephan Harlander nach dem Spiel: „Dies war ein enorm wichtiger Sieg für das Team und vor allem für unsere Fans. Die Mannschaft hat von Beginn mit großem Willen gekämpft. Immer wenn es eng wurde, konnten wir gegenhalten und sind als Einheit zusammengestanden. Alle eingesetzten Spieler haben ihren Anteil am Sieg.”

Erste Niederlage für Kangaroos im neuen Jahr

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen musste am Samstagabend ihre erste Niederlage im dritten Spiel des neuen Jahres hinnehmen. In der 1. Regionalliga Südost unterlag man den Longhorns Herzogenaurach in einer knappen Partie mit 70:73 (40:44), zwei schwache Phasen in diesem Match gaben letzten Endes den Ausschlag zu Ungunsten der BG.

Die Leitershofer traten mit dem gleichen Aufgebot an wie letzte Woche beim Sieg in Weimar, was aber auch bedeutete, dass für die augenblicklich verletzten Spieler trotz deren inzwischen erfolgter Rückkehr ins Training ein Einsatz in diesem Match noch zu früh kam. Die Longhorns kamen mit viel Selbstvertrauen nach Stadtbergen, bedingt durch die an Weihnachten verpflichteten Neuzugänge und dem Erfolgserlebnis des Sieges vor Wochenfrist gegen Schwabing. Demzufolge entwickelte sich gleich ein munteres Spiel, geprägt von viel Einsatz und Kampfgeist. Die Führung wechselte ständig, das erste Viertel ging mit 23:22 dann an die Kangaroos. Wes Adjankou gelangen dabei seine ersten Saisonpunkte für die Stadtberger. Beim Spielstand von 29:25 für die Einheimischen leistete man sich aber dann eine Tiefschlafphase, gestatte den Mittelfranken einen 13:0 Lauf und eine erste deutliche Führung für die Gäste. In dieser Phase erzeugten die Stadtberger kaum Druck auf den Korb und leisteten sich viele schlechte Würfe aus der Distanz, bei denen auch kein Spieler zum Rebound positioniert war. Mit einer kleinen Energieleistung verkürzte man aber den Rückstand bis zur Halbzeit wieder auf vier Punkte Differenz und hielt die Partie dadurch offen.

Die Halbzeitansprache von Trainer Emanuel Richter schien dann gewirkt zu haben. Mit neuem Elan kehrte die BG aufs Spielfeld zurück, drehte die Partie wieder und führte nun nach längerer Zeit wieder einmal selbst 53:49 (27. Minute). Obwohl man in dieser Phase eine gute Leistung zeigte und vor allem die Reboundhoheit besaß, versäumte man es, den Vorsprung weiter auszubauen. Gelegenheit dazu hätte es gegeben, da der Gegner doch einige Unsicherheiten in dieser Periode offenbarte und das Publikum die BG lautstark nach vorne trieb. Und es kam noch schlimmer: Beim Spielstand von 57:57 erlaubte man sich erneut eine sechsminütige Phase ohne Korberfolg, gestatte den Nordbayern einen weiteren 11:00 Lauf zur 68:57 Führung. Es sprach für das Team um Kapitän Dominik Veney, dass man sich aber noch nicht verloren gab. Jonas Sauer übernahm nun das Heft des Handelns, erzielte wichtige Punkte und Anspiele, Veney dann selbst einen Dreier und als Max Uhlich eine Minute vor dem Ende zum 70:70 ausglich, war das Momentum eigentlich auf Seiten der Stadtberger. Doch weit gefehlt: Die überaus routinierten Gäste behielten die Nerven und profitierten von dummen Fouls der Kangaroos, kamen so zu sechs weiteren Freiwürfen. Da sie aber nur die Hälfte davon trafen, blieb den Leitershofern bis zur letzten Sekunde die Chance auf den Ausgleich. Die Bemühungen hierfür waren aber nicht besonders gut herausgespielt und liefen folglich alle ins Leere, so dass die Niederlage zwar knapp und unglücklich ausfiel, letzten Endes aber auch nicht ganz unverdient war.

In der Tabelle fiel die BG vom vierten auf den fünften Tabellenplatz zurück, während sich die Gäste erst einmal aus dem Abstiegsstrudel lösen konnten und in dieser Verfassung und Aufstellung mit dem Klassenerhalt auch keine Probleme bekommen sollten. Auf die Kangaroos warten nun erneut zwei Auswärtsspiele, am Samstag bei Hellenen München und am Donnerstag darauf das Nachholspiel in Schwabing. Gelegenheit, die Scharte vom Samstag wieder auszumerzen, auch weil sich die Stadtberger zuletzt in fremden Hallen besser präsentierten als auf eigenem Terrain, zum Leidwesen der am Samstag dann doch sehr enttäuschten Fans.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Brown (16), Adjankou (2), Moosrainer, Sauer (21/2 Dreier), Londene (14/1 Dreier), Uhlich (2), Benke (4), Veney (7/1 Dreier), Tesic (4), Richter.

Beste Werfer Herzogenaurach: Nakic (20), Kaiser (14), Kwilu (14)

Im Vorspiel unterlag die zweite Mannschaft der BG Tabellenführer TSV Unterhaching mit 63:82 und bleibt erst einmal im Keller der 2. Regionalliga-Süd sitzen. Gegen die Münchner Vorstädter war man chancenlos, in den nächsten Wochen warten aber nun die direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib.

Stimmen zum Spiel:

BG-Spielertrainer Emanuel Richter: „In einem Spiel mit so niedrigem Score wird es natürlich schwierig, wenn man aus zwei Phasen 0:24 Punkte hinnehmen muss. Da waren wir nicht ausreichend auf den Korb des Gegners fokussiert, es fehlten Wille und Galligkeit, Punkte zu erzielen. Auch die Dreier waren nicht nur von der Quote schlecht, wir haben freistehend oft nicht den Mut gehabt, abzuziehen, dafür dann am laufenden Band die nicht freigespielten Würde genommen. Am Ende sind wir mit viel Kampf zurückgekommen, dafür gebührt den Jungs Respekt. Es wartet aber trotz auch einiger guter spielerischer Phasen noch viel Trainingsarbeit auf uns.“

BG Co-Trainer Andreas Moser: „Es war uns klar, dass es gegen eine solch routinierte Mannschaft nicht ganz einfach wird. Am Ende haben wir aber nicht den Leistungsträgern, sondern den Ergänzungsspieler der Longhorns viel zu viele Punkte geschenkt, vor allem die Grundlinie war immer sperrangelweit offen und hat dem Gegner eins um andere Mal leichte Würfe gestattet. Dazu kamen 17% Trefferquote von der Dreierlinie, das hat dann auch die Freiwurfquote von 82% nicht kompensiert“.

BG-Kapitän Dominik Veney: „Ich glaube, der Gegner wäre trotz einer guten LeIstung schlagbar gewesen. Die haben aber unsere Schwächeperioden gnadenlos bestraft, das haben wir im Gegenzug gerade im dritten Viertel versäumt“.

Breitengüßbach gewinnt Derby in Strullendorf

 

breitenguessbach

Der TSV Tröster Breitengüßbach behauptet dank eines 81:77-Erfolges in einem emotionalen und intensiven Derby bei den Regnitztal Baskets den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Südost. 

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FCBB 3 verliert knapp gegen den Tabellenführer

1. Regionalliga Südost, FCBB III - hapa Ansbach 75:82 (37:30) 

Der dritten Mannschaft des FC Bayern Basketball stand am Samstag Abend eine schwere Aufgabe bevor. Mit hapa Ansbach empfingen die Münchener den Tabellenführer der 1. Regionalliga Südost in heimischer Halle. Das Team von Head Coach Andreas Wagner musste sich den Gästen bei einem Endstand von 75:82 geschlagen geben. Topscorer der Münchner war Erol Ersek mit 17 Punkten. Nach einer sehr energiereichen ersten Halbzeit seitens der Bayern gingen die Gastgeber mit einem 7-Punkte-Vorsprung (37:30) in die Pause. Insgesamt 52 Rebounds sicherte sich Wagners Truppe, Ansbach hingegen kam nur auf 36. Die Bayern blieben noch bis Anfang des vierten Viertels in Führung, doch besonders Ansbachs Tylik Rashad Evans (23 Punkte, 6 Rebounds, 9 Assists, 9 Steals) war nur schwer zu stoppen. Aufgrund einiger verworfenen Dreier verlor der FCBB 3 immer mehr an Boden. Schließlich drehte Evans das Spiel im letzten Viertel zugunsten der Gäste. Nach 16 Spielen (9 Siege / 7 Niederlagen) steht der FC Bayern derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und empfängt am kommenden Samstag den TuS Bad Aibling (13.).

 FCBB 3: Erol Ersek (17 Punkte), Constantin Schmitt (9), Julius-David Düh (8), Philipp Walz (8), Michael-Ken Rataj (8), Jannick Jebens (7), Benjamin Schröder (7), Nils Schmitz (5), Moritz Noeres (4), Mohamed Sillah (2), Maxwell Temoka und Luis Wulff.

Am Ende fehlte die Cleverness

Baskets Vilsbiburg müssen sich TTL Basketball Bamberg mit 81:83 geschlagen geben

Einmal mehr sollten die Zuschauer beim Heimspiel der Baskets Vilsbiburg voll auf ihre Kosten kommen. Das Prote-Team lieferte sich mit dem Tabellendritten aus Bamberg über vierzig Minuten ein mitreißendes Duell auf Augenhöhe und musste sich am Ende denkbar unglücklich mit 81:83 (43:39) geschlagen geben.

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